Abstand der Antennen bei Bastelroutern

Moin,

jemand hat mir erzählt, dass wohl der Abstand der
Antennen entscheidend für die Funkqualität ist. Irgendwie ein vielfaches
der Wellenlänge oder so. Genau hab ich es noch nicht verstanden, weil
ich mich da auch nicht so auskenne.

Berücksichtigst ihr das in irgendeiner Form bei den Bastelroutern oder hat da jemand mehr Infos zu?

Grüße
MPW

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Sagen wir mal so: Es hat Einfluss. Im Optimierungsfall.
Wenn es also um eine ganz konkrete Richtung geht und man ein möglichst gutes 2x-MIMO erreichen möchte.

Und der Antennenabstand untereinander sollte ein ganzzahliges Vielfaches der Wellenlänge (plus einer halben Wellenlänge) sein, also 1,5, 2,5, 3,5 etc…
Da man in der Praxis jedoch sowieso immer mit Reflexionen im Raum, mit Verbindungen „diagonal zu den Antennenabständen“ zu tun hat: Meist gibt es bei 2er-Mimo aus den Paaren A1-B1, A1-B2, A2-B1, A2-B2 eine Kombination die beser als alle anderen spielt. Und dann bleibt für den zweiten Mimo eben eine Übrig, die sowieso schlechter ist.
d.h. Verlust ist maximal (wenn die andere gar nichts sinnvoll liefert) 50%, nach Wahrscheinlichkeit verliert man 25% gegenüber einem optimimal feingetunten Setup. (exakte Abstände, präzise ausrichtung der beiden(!) Router zueinander.)

Ach ja, wenn das Engerät kein Mimo macht, also nur 150MBit’s, dann ist sowieso alles egal, dann wird nur Diversity gemacht.

Spannend wird es in der Tat bei 3fach-Mimo. Denn da kann man durchaus überlegen, ob man wieder (wie früher n zeiten vor Mimo als es nur Diversity gab) mindestens eine Antenne abwinkelt um 90 Grad.

Es würde mich freuen, wenn zu dem Thema mal jemand im Freifeld Messungen machen würde.

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Danke für die Infos. Also bei unseren derzeitigen Bandbreiten nicht wirklich relevant.

Naja, es hilft auch bei einem 6MBit/s-Link, wenn man netto 5 statt 3MBit/s bekommt.

Von daher: Ja. Man könnte da viel tweaken. Aber mangels Network-Analizer können wir nur auf dem Layer1 (frühestens) etwas „messen“. Und da muss man lange „mitteln“, um andere Einflüsse auszumitteln.

Ach ja, auch der gewählte Kanal (1 oder 13) hat Einfluss… und zwar gar nicht zu knapp.
Man könnte da unendlich viel tun. JedeR, der da forscht: Meine Unerstützung.
Nur „blind“ irgendwas bestimmtes abzumessen: Das wird leider schnell zum Chargo-Kult.

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Moin @adorfer.

In der Tat kaue ich gedanklich auf so einem Projekt gerade herum.
Kurz umrissen:
Vorhandenes WIMAX-Gehäuse mit 1043`er bestücken und als Antennen 3x Biquad. Das Ganze 2x als RiFu-Pärchen.
Ziel: Selbstbauprojekt mit möglichst optimaler Übertragungsrate mit Amateurmitteln. Der Preis spielt zwar auch eine Rolle, ist aber nicht entscheidend. Es geht um den Spaß beim entwickeln, bauen und verstehen.

Gruß