Aktuelle Router-Emfpehlung leistungsstark

Hallo,

ich betreibe für einen Verein einige Router im Freifunk Winterberg.

Ich bin auf der Suche nach einen (weiteren/neuen) Router. Dieser soll möglichst leistungsstark, um auch mal mehr Clients versorgen zu können. Bei der Recherche habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Informationen, die man findet, teilweise veraltet zu sein scheinen. Daher hier die Frage.

Welches Modell könnt ihr hir aktuell empfehlen?
(ob es unterstützt wird, kann ich dann nachsehen)

Vielen Dank und viele Grüße
Daniel

Wenn es um Indoor geht fahren wir aktuell mit dem Xiaomi 4A Gigabyte Edition ganz gut in Dresden. Haben da stabil 100-120mbit.
Grüße

ja, indoor. Danke für den Tipp. Dafür scheint es allerdings keine Firmeware zu geben.

Okay, sry hatte nicht geschaut was es bei euch so gibt. Vielleicht hilft ja mal eine Anfrage ob dafür Firmware gebaut werden kann. Sieht ja generell etwas dünn mit unterstützen Geräten aus.

Kein Problem, ich kann das ja auch selbst in der Liste nachschlagen.

Von TP-Link, Netgear und Ubiquity scheinen einige Geräte unterstützt zu werden.

Ich habe häufiger von tp-link Archer C7 gelesen. Ist das noch aktuell, ist der gut?
Oder alternativ vielleicht den Ubiquiti Unifi AP pro. Der liegt in einer anderen Preisklasse. Ist der so viel besser / leistungsstärker?

Was meinst Du konkret? Dass der ArcherC7 faktisch nur noch zu Preisen jenseits der 100€ zu bekommen ist und anderebehaupten, er sei vom Hersteller EOLed?

Es gibt leider kaum Gluon-Router, die Wifi6 können.
UniFi 6 LR und Xiaomi AX3200 sind aber zwei sinnvolle Optionen.
(Alles andere was hier bisher genannt wurde hat nur AC, da würde ich dann nur noch ein 4x4-Gerät wie einen AC-MeshPro nehmen).

Ok, das war mir nicht klar. Scheint also nicht mehr aktuell zu sein. Man findet das Gerät als Empfehlung auf einigen Freifunk-Website, daher kam ich darauf. Und es gibt auch Firmeware dazu.

Gibt es da einen Nachfolger von TP-Link, der empfehlenswert ist?

Von Unify finde ich in der Liste bei uns folgende Firmeware:
gluon-Arnsberg-0.10.4-ubiquiti-unifi-ap-lr.bin
gluon-Arnsberg-0.10.4-ubiquiti-unifi-ap-pro.bin
gluon-Arnsberg-0.10.4-ubiquiti-unifi-ap.bin
gluon-Arnsberg-0.10.4-ubiquiti-unifi.bin

Ist dann der „unifi-ap-lr“ dieser hier:

Reichweite ist bei uns nicht so entscheidend. Ist der so viel leistungsstärker, als ein TP-Link-Gerät z.B?

Ich dachte, es ginge um „viele clients gleichzeitig“, daher meine Empfehlung.
(ignoriere bitte die Marketingangabe mit dem „Long Range“.Gemeinst ist „Störfestigkeit“ und „Betrieb in HF-überlasteten Bereichen“).

Nein.

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Ja, genau es geht mir darum, viele Clients gleichzeitig versorgen zu können.
Welche Gerät von Ubiquity meinst du genau, hast du einen Link? ich blicke da leider nicht so richtig durch.

Kannst du mir alternativ ein Gerät von TP-Link empfehlen?
(die scheinen deutlich günstiger zu sein)

Den du rausgesucht hast ( UniFi6 Long-Range hat einen Dualcore MediaTek MT7622), ist schon leistungsstark.

Die Firmware müsste aber:
… openwrt-22.03.1-mediatek-mt7622-ubnt_unifi-6-lr-v1-squashfs-sysupgrade.bin
heisen.

Das was du aufgelistet hast (gluon-Arnsberg-0.10.4-ubiquiti-unifi-ap-lr.bin) ist ein ganz anderes Gerät.

Absolute Einsteigerklasse ins Sachen SoC Leistung mit einem TP-Link 741 mit 400 Mhz zu vergleichen) : [OpenWrt Wiki] Ubiquiti UniFi AP and AP-LR

Vergleich:
Nummer 1. UniFi6 Long-Range (Xiaomi 3200 mit 2x1350 64Bit ARM53 64Bit)
Nummer 2. ubiquiti-unifi-ap-lr (TP-Link 741 mit 400 Mhz MIPS)

Ok, dann nochmal anders herum gefragt:
Das ist die verfügbare Firmware:
http://images.freifunk-winterberg.net/arnsberg/stable/factory/

Welches Gerät könnt ihr mir da empfehlen?

Ich würde immer im sysupgrade Ordner schauen: Index of /arnsberg/stable/sysupgrade

Nicht alle Geräte werden über ein factory Image installiert.

Aber die Auswahl ist echt kaum vorhanden. Die Fritz!Box 4040 ist schon länger supported (seit Gluon 2018.2) und generell keine absolut schlechte Wahl.

Das ipq40xx Target in welchem die drin ist wurde aber wohl einfach überhaupt nicht gebaut. Denn mit Gluon 2020.1.3, auf welchem die 0.10.4 wohl basiert, wäre die supported.

Du wirst nicht darum umherkommen mit den aktiven vor Ort zu sprechen. Es wäre dringend anzuraten auf eine Firmware zu updaten welche auf einer aktuellen Gluon Version basiert.

Das verwendete Gluon v2020.1.3 ist längt im EoL und unter anderem anfällig für CVE-2022-24884. Das bedeutet der autoupdater prüft die Signatur der Firmware nicht richtig und es dürfte trivial sein auf sämtlichen dortigen Routern mit aktiviertem autoupdater ein manipuliertes Firmware Update einzuspielen und somit alle Router zu übernehmen.

Bei der Gelegenheit könnte man ggf. dann auch gleich noch das ipq40xx Target bauen.

Ja, ich habe mich bei der Freifunk-Community Winterberg per Mail gemeldet. Dachte, dass das Thema zusätzlich hier auch gut passt. Die Hardware-Frage - dachte ich - ist ja im Prinzip überall ähnlich. Dass offensichtlich hier wenig Auswahl ist, war mir nicht klar.

Ich kümmere mich um Freifunk bei uns am Flugplatz in Oeventrop (Arnsberg, Sauerland, NRW). Unsere aktuelle Erweiterung war der Startwagen, den wir per Richtfunk am anderen Platzende angebunden haben. Dort hatte ich den vorhandenen TP-Link WR841N für verwendet. Dort sind nur sehr wenige Personen online. Zuvor hing dieser Router in unserer Multifunktionshalle, wo auch schon mal Feiern oder sowas gemacht werden. Für den Standort suche ich jetzt Ersatz.

Hätte nicht gedacht, dass das eine so komplizierte Sache wird.

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Ich bin hier leider noch nicht weiter gekommen. Die Kontaktaufnahme mit der Winterberger-Community gestaltet sich schwierig.

Meine Idee: Wenn ich es richtig verstanden habe, basiert die Freifunk-Firmeware auf OpenWRT. Wäre es möglich, dass ich für die hier genannten Router-Modelle einfach das OpenWRT auf einem Router installiere und ein „normales“ WLan dann einrichte?

Die Unzufriedenheit mit Freifunk nimmt (verständlicherweise) bei uns im Verein gerade zu. Vielleicht kann ich so für Vereinsmitglieder ein funktionierendes WLan verfügbar machen.

Rekapituliren wir:

Hmm. Ein »leistungsstarker« WLAN-Router für Freifunk, der »auch mal mehr Clients versorgen« können soll — was sind denn »mehr Clients«? 5, 15, 50, 500? WiFi 6 unterstützt wohl eine bessere Ausnutzung der Airtime bei ›vielen‹ Clients, aber nicht jeder Client unterstützt schon WiFi 6 ⇒ ggf. heute noch Perlen vor die Säue.

Die andere Frage ist: wieviel Traffic können die Gateways der Community ab? Im September gab’s wohl Probleme, man wollte die Gateway-Server ›umziehen‹ — und hat das wohl doch (noch) nicht gemacht.

Was sind denn die Kritikpunkte? Was für eine Leitung habt Ihr im Verein? Hyperturbo-Accesspoint an 16/1er Leitung macht halt keinen Sinn, ebensowenig, wenn Ihr VVDSL 250/40 habt, die Gateways aber „nur“ mit 100 MBit/sec angebunden sind. Oder noch klassisches fastd benutzt wird — dann sind die Nadelöhre andere. Leider verlinkt Winterberg seine Gluon-Konfigurationsdaten nicht, denn dann könnte man u. a. einfach sich selbst eine Winterberg-FW für die 4040 bauen.

Kurzum: heute würde ich bis gut 200 MBit/sec 'ne 4040 und darüber hinaus 'nen Futro als Offloader hinstellen und für die Clients z. B. TP-Link EAP oder Ubiquiti AP Mesh mit Stock-FW einsetzen. Das an einem »Controller« des Herstellers angebunden, dann sollten auch so Nettigkeiten wie Bandsteering und Handover ganz gut funktionieren. Je mehr Clients, desto mehr APs in der Fläche mit umso geringerer Sendeleistung. Vorteil der Vendor-Mesh-Lösungen: sie könne sich dynamisch(er) auf Kanäle verteilen — während Freifunk halt auf den einen/die beiden konfigurierten Kanäle beschränkt ist.

Nachtrag: in der experimental-Firmware gibt’s auch Images für die 4040.

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Hallo Wusel,

danke für deine Antwort!

Ich habe das mit „viele“ Clients etwas unglücklich formuliert, da hast du recht. Ich würde abwägen, am Ende sind auch die Kosten da ein entscheidendes Thema.

Bei uns im Vereinsheim sind häufig 15-20 Personen, können auch mal 30 sein. In der Werstatt, die eine Multifunktionshalle ist und auch für Lehrgänge und Veranstaltungen genutzt wird, sind normalerweise auch nicht mehr Personen.
Falls es bei einer Feier dann doch mal mehr sind (50-60), würden wir uns auch nicht beschweren, wenn das dann noch klappt. Wenn das nur mit erheblichen Mehrkosten
verbunden ist, dann würden wir eher darauf verzichten. 500 Personen und mehr kommen z.B. am Flugplatzfest, hierfür benötigen wir keine Hardware-Ausstattung.

Uns steht aktuell eine 100 MBit/sec DSL-Leitung zur Verfügung. Aufgrund der „Leitungslänge“ ist die real erzielte / echte Bandbreite (auch ohne Freifunk) schon deutlich kleiner.

Einen Offloader nutzen wir derzeit nicht. Die Router sind per Kabel „direkt“ mit dem Internet verbunden.

Kritikpunkte an Freifunk sind/waren:

  • momentan (seit mehreren Wochen) gibt es überhaupt kein WLan in der Werkstatt
    (weil kein Router vorhanden ist)
  • es gab immer mal wieder Zeiten, da war Freifunk recht instabil
  • das WLan war - so formulieren es manche Vereinsmitglieder -
    war „vor“ Freifunk deutlich stabiler, besonders wenn „viele“ Clients
    online waren

Zu den Router-Modellen: ich kenne mich leider nicht wirklich aus und habe da keinen Überblick. Was genau könnte da passen. Diese z.B.?

Die Ubiquity-Geräte sind schon recht teuer. So 100 € war für mich persönlich schon irgendwie immer eine „Schmerzgrenze“. Insbesondere, wenn man den Preisunterschied zum hier erwähntel Xiaomi (der hier? https://www.amazon.de/Telcominstrument-Dualband-Router-Gigabit-LAN-Port-Wireless-Konfiguration-Bianco/dp/B07WDLJWQG) als Vergleich sieht.

Für mich wirc es im Verein zunehmend schwieriger zu argumentieren, warum wir nicht „einfach“ den günstigen Xiaomi-Router kaufen und in der Werkstatt nutzen. Und wenn wir das tun sollten und es gut funktioniert, wird es wohl nicht lange dauern, bis diese Lösung auch für andere Standorte ins Gespräch kommt :wink:

Viele Grüße
Daniel

Die aktuell verkauften „Xiaomi 4A Gigabit Edition“ sind meines Wissens nicht mehr mit OpenWrt flash- bzw. nutzbar.

Moin Daniel,

Naja, und auch die Anbindung. 100 das Netz aktiv nutzende Smartphones an einer 50/10er Leitung … taugt ggf. noch für Chat/Microblogging, aber Medien mit rechnerisch 500 kBit/sec ansehen wird keinen Spaß machen. Aber auch 100 nur eingebuchte Smartphones – also ohne reale Nutzung, von automatischem Polling abgesehen – sind eine Hausnummer. So tief bin ich in der Hochfrequenztechnik leider nicht drin, aber ich lese von 20-50 Clients/Funkkanal, bis die Airtime schlicht verbraucht ist — auch wenn Hersteller gerne 100, und (deutlich) mehr bei MIMO, pro Funkband angeben.

Die Kollegen, die eine (auch) FF-Installation an und in einem Bürgerhaus hier aufgebaut haben und betreuen (FF-Offloader + Unifis an 50er DSL), schalten z. B. beim jährlichen Schützenfest das FF-Netz ab:

Das nur als Hinweis, daß man schon in eine Gesamtbetrachtung kommen sollte. Teilweise wird man an solchen Stellen auch Opfer einen eigenen ›Erfolges‹ — wir sehen in der Woche bis zu 1.400 Endgeräte in unseren Meshes. Das bedeutet erst einmal nur, daß die Nutzer dieser Endgeräte irgendwann schon mal unser Freifunk-Netz besucht haben ($hier wird eine lokalisierte SSID und nicht nur »Freifunk« ausgestrahlt) — und nicht so abgeschreckt wurden von der Performance, daß sie es gleich wieder gelöscht haben. (Und auch, daß sich diese Endgeräte in der Woche im Bereich von Freifunk-Knoten befunden haben müssen.)

Kämen nun viele auch auf den Weihnachtsmarkt – der Veranstaltungsplatz ist … suboptimal befunkt, initial funkten 2 CPE210 auf dem gleichen Kanal meschend nebeneinander, beide an gemeinsamen 100er DSL-Uplink; wir haben in unserer Firmware nun die eine CPE210 auf einen anderen Kanal konfiguriert, sodaß die gedoppelte Hardware wenigstens halbswegs sinnvoll genutzt wird; die Knoten haben eine Geschichte sowie eine Vorgeschichte und werden bestenfalls indirekt von uns betrieben –, hätten wir da klar ein Problem. Unter der Woche geht’s, am Wochenende sollten wir ggf. auch überlegen, dort das FF-Netz abzuschalten:

That said: »häufig 15-20 Personen, können auch mal 30 sein« sollte für einen halbwegs aktuellen Freifunk-Router kein Problem darstellen.

Also eher 50/5 statt 100/40? Dann, ganz im Ernst, reichen auch WiFi-5-Geräte, IMHO. (Außer, es ist Glasfaserausbau in ein bis zwei Jahren absehbar.)

Das kann zweckmäßig sein, oder auch nicht: jeder Knoten erzeugt einen Overhead im Netz, je schwachbrüstiger die einzelnen Knoten, desto besser mag ein zentraler Offloader wirken. Lies: ein paar 841er würde ich eher als dumme APs hinter einem potenteren Offloader laufen lassen — wenn alles 4040er sind, ist das vermutlich eher egal.

Erm, okay, aber: inwiefern ist das jetzt ein Versäumnis von Freifunk‽

Ja, that sucks. Andererseits: you get what you pay for. FF schützt den Verein vor Rechtsstreitigkeiten, tendenziell für lau — andere möchten da schon 'ne Mark fuffzich für sehen

Typischerweise klärt man die Möglichkeiten mit der lokalen Community; nur schreibst Du, daß die »Kontaktaufnahme mit der Winterberger-Community« sich »schwierig« gestalte. Dann bleiben an sich nur zwei Optionen: Abschied von FF oder Zuwendung zu einer anderen Community (deren Gateways typischerweise quasi genausoweit von Deinem DSL-Anschluß entfernt sind wie die Deiner aktuellen Community). Nein, daß ist nicht populär, und ggf. findet das auch die lokale Community eher ungeil — aber Dir bleiben in dem Falle doch nur diese zwei Optionen. Denn als ›Freifunka‹, oder zumindest der Bewegung nachstehende Person, muß es Dir eigentlich wichtig sein, FF als funktionale Lösung zu präsentieren. Siehe oben: manchmal ist weniger (kein FF, wenn man weiß, daß man das nicht vernünftig unter den gegebenen Bedingungen anbieten kann) eben doch mehr.

FF induziert immer Overhead — man tunnelt sich einen anderen Ausgang ins Internet her, und damit ist man immer mindestens um die Latenz der ersten Hops langsamer.

Hinzu kommen noch MTU-Themen (falls die lokalen FF-Admins das nicht sauber gelöst haben, z. B. per MSS-Clamping), »Konzentratorthemen« (hat das Freifunk-Gateway ausreichende Ressourcen?) und anderes mehr. Kurz: ein Freifunk-Overlay bringt immer etwas zusätzliche Latenz mit sich und eine wenigstens etwas reduzierte Bandbreite (schon alleine wegen des Tunnels).

Erst einmal mußt Du Dir klar werden, was Du bauen willst: ein Freifunk-Mesh (d. h. alle Geräte haben die Freifunk-Firmware und funken auf einem festen Kanal je Frequenzband) oder ein Vendor-Mesh (Freifunk-Offloader, dahinter Geräte mit Vendor-FW, die $irgendwie im Hintergrund meshen und für die Clients das FF-WLAN ausstrahlen). Mit einigen Geräten – FritzBox 4040, Unifi AC Mesh – kannst Du beides nutzen, mit anderen Geräten ggf. nur das, was die Vendor-FW bietet.

Danke für’s Heads Up — dann planen wir als Monitoring-AP eben 4040er statt 4AGE ein. Hrmpft. Wobei, geht’s da um die V2 oder um die Flash-Chips? Zur V2 tut sich schein’s ja was.

Ja, nein, hmm.

Wenn Du Dir die Ubiquiti UniFi AC Mesh ansiehst, lag die vor Jahresfrist um 90 EUR, jetzt lagernd bei knapp 150 EUR. Hingegen ist TP-Links EAP 225-Outdoor, technisch imho etwa gleichwertig, um die 80 EUR geblieben. TP-Link geht mit „Omada“ einen ähnlichen Weg wie Ubiquiti mit ihrem Unifi-Controller, und IMHO kann man da Äquivalentes für weniger Schotter bekommen — YMMV.

Letztlich muß Du Dich entscheiden zwischen

  • offener Software und Meshing auf vorkonfiguriertem Funkkanal
  • Vendor-Lösung mit zentralem (Linux-basiertem) Frontend und flexiblem Meshing basierend auf lokaler Kanalauslastung

Derzeit würde ich „immer“ für die Vendor-Lösung votiren, wenn um mehrere Accesspoints geht.

Als Verein seid Ihr eine juristische Person, daß ist schon mal gut. Postet also über Euren Vereinsinternetzugang jemand eine Bombendrohung gegen $wergradewichtigist, nimmt – worst case – die raidende Polizei »nur« alles elektronische Equipment am Vereinssitz mit.

Bietet Euer Verein hingegen Freifunk an, richtet sich der Zorn des Rechtsstaates rein technisch bedingt nicht gegen Euren Internetzugang (der tritt nach außen in Freifunk-Netzen mit Gateways gar nicht in Erscheinung), sondern das betreffende Freifunk-Gateway in einem Rechenzentrum bzw. dessen Besitzer …

Also klar, als Verein könnt Ihr Euren vereinsfinanzierten Internetzugang direkt freigeben — aber insbesondere strafrechtlich habt Ihr bzw. Euer BGB-Vorstand damit ggf. noch »Spaß«.

Wieviel der ›gefühlten Minderstabilität‹ tatsächlich auf Freifunk entfällt, ist schwer zu beurteilen. Hängt eben auch von der Infrastruktur ab — und vom verwendeten Freifunkrouter. Je häufiger das Netz aber mal zickte, desto schlechter wird es von außen bewertet — und diese Meinung kann sich auch z. B. in einer Kneipe bilden, wo halt nur ein 841er an 16/1 hängt und 20 Leute nicht das Deutschlandspiel gleichzeitig streamen können … (Lessons learned aka Opa erzählt von damals.)

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Moin Wusel und TomH,

danke für eure Antworten :slight_smile: Und die von Wusel ist ja super ausführlich, danke! Ist für mich wirklich interessant und ich interessiere mich da durchaus für diese Themen (habe Informatik studiert und arbeite als Softwarearchitekt).

Die Historie ist ungefähr so: Es geht um einen Segelflugplatz im Sauerland (Oeventrop-Arnsberg). Wir hatten bisher 5 Freifunk-Router im Betrieb. Ich glaube in 2016 habe ich den ersten aufgestellt. Es gab Höhen und und Tiefen mit Freifunk. Zusammengefasst lief das aber immer gut. Ein Router ist zwischenzeitlich defekt, eigentlich ist der Bereich aber sowieso von 1-2 anderen Routern abgedeckt.

Mein aktuelles Vorhaben war - so dachte ich bisher - eigenltich ganz einfach: wir haben auf dem Startwagen in ~1.2 km Entfernung per Richtfunk (ubiquity) Freifunk-WLan verfügbar gemacht. Den alten und leistungsschwachen Router aus der Werkstatt (841er) habe ich dort genutzt, da dort nur 5-10 Personen maximal sind und das in der Werkstatt problemlos (auch mit mehr Leuten) funktionierte. Und das tut es aktuell auch auf dem Startwagen!
Nun fehlt aber ein Router in der Werkstatt. Und da suche ich jetzt eine passende Hardware.

Ich dachte ganz naiv: ein halbwegs gutes und vom Preis/Leistungsverhältnis für mich vertretbares Modell kaufen, Fimreware flasche, aufhängen und fertig. Das ist jetzt viele Wochen her…

Über einen Offloader habe ich auch schon öfter nachgedacht. Andere Themen (im Bereich Freifunk) waren da aber wichtiger.

Und was mir noch ganz wichtig ist: das ist hier in keinster Weise als „Freifunk-Bashing“. Wir sind wie geschrieben schon sehr lange dabei und das aus guten Grund. Die rechtlichen Aspkekte hast du ja angesprochen, das war für ich der Hauptrund für Freifunk. Und der ist ja auch immer noch aktuell…

Ein anderer positiver Aspket für mich als „Admin“ war und ist: die Einrichtung der Router ist sehr einfach. Und egal welchen Router-Hersteller ich aussuche: die Firmware sieht immer gleich aus. Daher kam die Idee: wenn Freifunk keine Option mehr sein sollte, auf openWRT zu setzen.

Noch eine Anmerkung zu Bandbreite und Anzahl Nutzern und so: Wenn wir über eine höhere Anzahl von Benutzer sprechen, konzentriert sich das im Prinzip immer auf einen Router am Flugplatz (z.B. Geburtstagsfeier).

Ist das der hier: TP-Link Access Point EAP225 | 2.4 / 5 GHz, 802.11ac, 1350 MBit

Hast du vielleicht auch mal einen konkreten Link für den „Ubiquiti UniFi AC Mesh“. Ich habe die Sorge, dass ich da ggf. mehr Geld aus geben und dann irgendwie das falsche Modell kaufe. Finde die „Ubiquity-Gerätewelt“ sehr unübersichtlich.

Danke nochmal für eure Hilfe!
Daniel

P.S.: Das ist ist übrigens das Vereinsheim. Aktuell sind das ca. 30 Personen, aber offensichtlich nur 8 online oder so:
https://map.freifunk-winterberg.net/graph/dashboard/db/freifunk-winterberg-router?refresh=1m&orgId=2&var-nodeid=b04e26b07b9e&var-time=5m