Archer C7v2 Reparatur: No LED, 3.3V rail failure (Fundstück)

Hallo liebe Leute

kann mir jemand sagen, ob das rot markierte Ding die Sicherung ist? Falls nein, wo sitzt die dann?

Danke vielmals

Das ist ne diode. Vermutlich verpolungsschutz…

Die sitzt im Netzteil, also dem AC-DC-Netzteil, das extern mitgeliefert wird.

Der Überstromschutz im ArchverC selbst wird von den LDOs „nebenbei“ mit gemacht.
In diesem Fall der AP3502EM, der bis 2A liefert auf dem 3.3V-Output-Rail.

BTW: Wenn ich mir das Design anschaue, dann wird da nicht nur eine direkt Strom-Messung stattfinden, sondern über den FlyBack-Eingang (Pin5) auch eine Erkennung einer evtl. Sättigung der Spule.

Wenn man also mit der Eingangsspannung auf 16V ginge (das sind die Elkos im ArcherC7, dank der Verpolungsschutzdiode, über die auch noch rund 0,7V abfallen), hätte man etwas Reserve.

Wenn allerdings bei Dir der an den USB-Ports zur Verfügung gestehende Strom das Problem sein sollte: Das kommt aus anderen Reglern. Da wäre separates „Tuning“ erforderlich, um z.B. auch für stromhungrige (mechanische) HDDs genügend Anlaufstrom zu liefern.

Danke für all die Info! Ich hätte im Eingangspost erwähnen sollen, dass das Ding tot ist. An der Steckdose wird 1 W angezeigt, sonst sehe ich nichts. Bevor ich ihn entsorge wollte ich mal gucken ob sich was reparieren lässt.
Hab ihn so bekommen, kann also auch leider nicht sagen was damit passiert ist vorher.

Anderes Netzteil probiert, keinerlei LEDs an der Front/auf dem PCB?

Nix, das Original Netzteil hat 12V 2A, habe mit einem 12V 1.2A probiert weil kein anderes zur Hand. Keine LED, rein gar nichts

Du kannst auch ein 16V/6A dranstecken, oder ein 9V 3A… hauptsache der Stecker passt (und hat auch am Innenpin Kontakt).

Unter welchen Begleitumständen hat das Gerät denn seine Funktionsfähigkeit verloren?

Hab jetzt mit 15V 1.2A getestet, Strom liegt an (getestet), keine Reaktion.

Umstände unbekannt, praktisch aus dem Müll gefischt.

Dann bitte mal mal schauen, ob die 12/15V am ersten großen Elko ankommen.

kommen an

Dann wird’s ärgerlich. Denn die Versorgungspannung geht von der Buchse über den Schalter und dann über die Verpolungsschutzdiode auf den ersten großen Elko. Von dort verzweigt es sich auf die 4 DC-DC-Converter.
Zwei Stück für 3.3V, zwei Stück für 5V.
Die eine PowerLED hängt meines wissens direkt auf dem 3,3V-Rail, kann also nicht geschaltet werden und müsste daher immer laufen.
Daher kann eigentlich nur einer der Regler ausgefallen (oder überlastet) sein.

Rein spasseshalber habe ich schon 841er mit ählichen Symptomen reparieriert, schlicht um mir zu beweisen, dass ich das noch kann… Und habe auch einen 100nF-SMD gefunden mit Kurzschluss.
Aber finanziell effizient war’s gewiss nicht.

Schade Schokolade, dann kommts in die Grabbelkiste für Teile.

Vielen Dank fürs checken!

Na, reparieren wird sich das lassen. Brauchst nur jemanden, der Lötkolben und Multimeter nicht nur hat, sondern damit auch umgehen kann.

Dann lern ich’s ja nie :smile:

Hab vielleicht den Fehler gefunden. Jetzt muss ich nur noch 2-8 Wochen auf meine 3 € Bestellung aus China warten um zu sehen, ob ich nur Lötkolben und Multimeter habe, oder ich sie auch benutzen kann.

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Und was denkst du woran es liegt?

oh, da muss ich mich entschuldigen. Ich wollte das keinesfalls auf Dich beziehen. Es galt mehr in Richtung von „durchschnittlicher Hackspace, wo alles -bis zum feinsten Logictracer- herumsteht und niemand kann/will es benutzen“.

Konkret: Wenn Du einen DC-Regler in Verdacht haben sollest: trenne erstmal die Leiterbahn hinter ihm auf (Cutter-Messer, v-förmiger „Graben“) und schaue, ob er unbelastet evtl. wieder liefert.

Ich habe an diesem keine Ausgangsspannung messen können. Also habe ich mal meinen WDR4900 aufgemacht und siehe da, sind fast gleich. Im WDR4900 liefert der markierte PIN ca. 3 V, beim C7 nichts. Also habe ich mir die mal bestellt. Auf dem Ding steht 4228GM 62001B. Der letzte Teil offenbar sowas wie eine Seriennummer oder so, jedenfalls ist die überall anders. Habe mir 5x 4228GM für 3€ in der Bucht bestellt. Werde berichten ob es geklappt hat.

@adorfer Keine Sorge, ich habe tatsächlich noch nicht so viel Erfahrung, passt schon so ganz gut.

Das klingt mir jetzt ein bisschen hardcore

Dann miss doch bitte mal den Widerstand am Ausgang, der müsste von dort über eine Spule zu einem Elko gehen.
Wenn Du über den Elko einen Kurzschluss findest:
Besorge Dir am Besten ein Multimeter mit zwei Nachkommastellen im Ohm-Bereich und ordentliche Mess-Strippen.
Und dann suchst Du die Stelle an der der Widerstandswert am niedrigsten ist auf dem 3,3V-Rail.
Referenz ist „beide Messspitzen auf dem gleichen Lötpad“. Da die Leiterbahnen selbst der Rails vergleichsweise dünn sind, wird man einen kurzgeschlossenen Elko, den Kurzschluss-100nF-C oder auch das schuldige Kurzschluss-IC zu tun.
(Und wenn Du einen Kanidaten gefunden hast, nochmal mindestens zweimal die anderen nächstbesten Kandidaten vergleichen).

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