Bericht vom Freifunk Vernetzungs-Mumble am 23.01.2015

Heute war nicht viel los im Mumble. Eigentlich waren @johnyb und ich nur zu zweit und wir fragten uns, ob denn noch jemand kommen wird. Das ist dann leider nicht passiert, aber wir haben uns nett über mehrere Themen unterhalten.

@johnyb berichtete, dass er mit der Software ffmap-d3 beschäftigt ist. Die Communities benutzen diese, um ihre Netzwerke zu visualisieren. Er möchte das Frontend neu entwickeln und besser performant machen als Single-Page-App, die Änderungen als Stream bekommt und nicht mehr periodisch den gesamten Datensatz lädt. Die Entwicklung soll bei github im offiziellen Repo erfolgen, in das er von @tcatm bereits aufgenommen wurde.

Dann haben wir uns einmal kurz die großen (Meta-)Communities angeschaut und stellen fest, dass Hamburg, Ruhrgebiet und Rheinufer extrem große Netzwerke betreiben. Hamburg hat mittlerweile über 700 Nodes mit (heute Abend) über 1000 Clients am Start. Die kurzfristige Lösung dort und in den anderen Communities ist es, einfach mehr Server hinzustellen. Keiner weiß, wohin das skaliert. Auch die Entwickler des Batman-Mesh-Protokolls haben mit Netzen solcher Größe bisher keine Erfahrung gemacht.

Beim Congress haben wir meines Wissens nach das erste Mal Diskussionsrunden gehabt, bei denen Ansätze für das Weiterkommen angedacht wurden. Eine kurzfristige Lösung ist es, die Netze geographisch aufzusplitten. Dazu sollte in Gluon ein Feature eingebaut werden, dass die lokal gespeicherten Daten wie Name, Kontakt und vor allem die Koordinaten bei der Abfrage nach einem Firmware-Update mitschickt. Die Communities können dann ihren Update-Server dynamisch abhängig von diesen Informationen verschiedene Images ausspielen, in denen dann aufgeteilte Gruppen von Supernodes zu finden sind.

Dabei und bei der Visualisierung finden wir es nützlich, neben dem Namen der Node ein weiteres Feld zum Speichern eines Gruppennamens zu haben. Auch darüber ließen sich Firmware-Updates verzweigen. Aber als erstes profitiert davon die ffmap-3d, da anhand dieses Feldes nur bestimmte Nodes anzeigbar würden. Das hilft Communities, ihr eigenes Netz besser sichtbar zu machen.

Langfristig wird nur eine dynamische Aufteilung der LAN-Segmente eine Lösung sein. Mir schwebt dabei vor, dass Nodes sich in lokalen Gruppen selbst organisieren und die erste Node mit WAN-Verbindung Tunnel aufbaut, über die sie per DHCPv6 ein Subnetz zugewiesen bekommt und dieses per DUID persistent macht. Diese DUID müsste dann im Netz propagiert werden, so dass jede weitere Node das selbe Subnetz anfragen und announcen kann. Dazu gibt es jedoch nicht einmal einen Prototypen.

Ich würde mich freuen, wenn wir die bundesweit aktiven Menschen, die sich mit Netztopologie und Routing beschäftigen, zu einem oder mehreren Hackathons zusammenbringen können. Vielleicht habt Ihr Lust oder möchtet etwas organisieren? Dann antwortet bitte hier!

Dann ging es kurz noch um die Außenkommunikation. Wir haben alle wenig Zeit, unsere Fortschritte aufzuschreiben und zu visualisieren. Da fehlt uns Organisation, denn es gibt sicherlich genügend fähige Menschen, die zum Beispiel eine Website für das Projekt Rheinland Backbone realisieren möchten.

@johnyb sagt, dass er auch beruflich als Frontend-Entwickler tätig ist und ich weiß von @SuddenGrey, dass sie Profi in Kommunikationsdesign ist und kreative Entwickler sucht. Vielleicht können wir mal zu Dritt reden oder noch mehr Menschen dazu holen?

Der Mumble hat Spaß gemacht und bis auf zwei Abstürze meiner App gut funktioniert. Wir freuen uns, wenn beim nächsten Mal wieder mehr Leute da sind, also haltet Euch bereit! Am 23. Februar 2015 um 20 Uhr findet der nächste Freifunk Vernetzungs-Mumble statt. Save the date!

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Wir hatten gestern Infoabend, aber beim nächsten mal versuche ich es.

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können wir sehr gern machen
Ist @johnyb zufällig auch aus NRW? Oder sogar Freitag im Chaosdorf?

NRW ja :slight_smile: Aber im Chaosdorf eher nicht. Obwohl ich schon immer mal vorbeikommen wollte :smile: Nächsten Freitag wird’s wohl nix, aber danach werden wir wohl uns wohl mal wieder auf ins /dev/tal machen. Das ist so das, was man recht gut von hier (Hagen) erreichen kann.

Was im Chaosdorf zu planen wär sicher drin, allerdings muss ich sagen, dass ich bis Mitte März erstmal relativ eingespannt bin und mir nur kurzfristig Zeit nehmen kann. Derzeit leg ich mir halt immer so Brocken hin, die man mal in 1-2 Stunden abarbeiten kann und wenn ich dann Zeit hab, leg ich damit los. Das funktioniert gerade besser, als so über eine Woche hinaus Dinge zu planen.

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