CPE210 vs 1043 mit Richtantenne

Moin,
mittlerweile geht es nach einer Besichtigung an die entscheidende Planung der Flüchtlingsunterkünfte in Grefrath.
Dabei handelt es sich an einem Standort um 3 Wohnblocks. Der Abstand beträgt ca. 20 Meter von Mauer zu Mauer.

In einem Wohnblock ist ein Breitbandzugang vorhanden, welcher von der Gemeindeverwaltung für die Freifunk-Nutzung freigegeben wurde. Bisher bieten sich in den Gebäuden die Dachböden gut an, da sie bald über eine Stromversorgung und über mehrere Dachfenster verfügen.

Bisher hatte ich angedacht auf den Dachböden jeweils CPE210 in die Dachfenster zu hängen und so ein Mesh von Wohnblock zu Wohnblock zu errichten (mehr in der Zeichung). In den Wohnblocks können dann 1043/841 auf den Dachbodenluken installiert werden um die Flure und Wohnungen zu versorgen. Diese natürlich via LAN mit den CPEs verbunden.

Durch die CPEs könnte dann auch der Außenbreich zwischen den Blöcken versorgt werden. Allerdings bin ich mir hier bzgl. des Abstrahlungswinkels unsicher. Ist dieser überhaupt groß genug um sowohl den gegenüberliegenden Dachboden als auch die Wiese am Boden zu versorgen, oder würde ein 1043 im Fenster im einer gerichteten Antenne z.B. TLANT2409 und einem Rundstrahler mehr Sinn machen?

Viele Grüße
Dario

du brauchst sinnvollerweise sowieso zwei Geräte pro Standort, da Du vermutlich AP und Mesh trennen möchtest.

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Inwieweit macht denn eine Trennung von AP und Mesh Sinn? ich rechne mit max 30-40 gleichzeitigen Nutzern in Spitzenzeiten. Da müsste doch für den Anfang die Airtme ohne Trennung reichen, oder?

Weniger Kollisionen, weniger Retransmissions, mehr Durchsatz.
Wenn es nur darum geht „viele User auf der Map“ und „unsere Supernodes pfeifen sowieso aus dem letzten Loch“:
Dann ist das egal, weil es wenig bringt, vor Ort was zu optimieren.

Andernfalls sorgst Du halt für mehr als nur Alibi-Netz.

P.S.: Richtantennen an Indoor-Router zu bauen halte ich für Zeitverschwendung, sofern man nicht mindestens Funkamateur mit Zugang zu Meßtechnik über den OV (oder im Besitz einer großen Erbschaft) ist.

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Okay. Ist halt im Moment eine Kosten-Nutzen Frage, da alles über lokale Spenden läuft und diese begrenzt sind. Ich würde daher erstmal etappenweise aufbauen um überhaupt eine Versorgung zu schaffen und dann nach und nach optimieren, wenn man weiß wie leistungsfähig wirklich das ganze ist.

Ja eigentlich bin ich auch kein Freund von diesen Antennen und bevorzuge die CPEs daher. Reicht der Winkel da denn nach unten aus. Wenn man grob rechnet ca. 20 Grad bis auf den Boden vor dem nächsten Block.

Ja, baue erstmal mit CPEs aus und wenn dann der rechnerische Durchsatz nimmer passt oder die Leute immer irgendwie „am vorderen Haus“ sitzen: An jede CPE noch per MoL einen 841er in einer Outdoorbox dran. Dann an der CPE das Client-Netz abschalten und die 841er auf eine mindestens 5 Kanäle entfernte Frequenz stellen. Also z.B. Kanal 9.
die Meshen dann als Backup noch untereinander, ggf. (bei dem Abstand der Karte), jedoch veilleicht sogar die Nachbarn dann verteilen, also Kanal 5, 9 und wenn philosophische Diskussionen erwünscht sind, dann auch auf 13.

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Wäre dann nicht eigentlich CPE510 sinnvoller? Dann wäre man aus dem 2,4GHz-Netz für das Meshing ganz raus und lässt das über 5GHz laufen und muss sich auch keine Gedanken um die Kanäle machen. Oder ist die Distanz dafür zu groß? (bin absolut kein Experte auf dem Gebiet, aber das kam mir gerade so in den Sinn…)

Sinnvoller vielleicht schon, aber nicht legal, da Du die Dinger ja draußen aufhängen möchtest.

Naja du kannst dann ja auch einfach die cpe510 als Bridge laufen lassen. Aber ich würde ehrlich gesagt über die cpe210 die Anbindungen machen ohne Client Netz und wirklich 841 setzten. Sind kostenmässig ja nicht die Welt! Wir haben das bei uns schnell gemerkt das bei vielen Nutzern und alles auf einen Kanal schnell Ende war und du hast ja auch noch eine Kette. Aber teste einfach. Alternativ hilft schon die Indoor Router auf einen anderen Kanal zu packen. Also cpe210 Original lassen und in den Gebäuden Kanäle ändern.

Ist vielleicht ein bisschen offtopic, aber dieser Mesh-Link zeigt, dass Mesh und Client auf einem Kanal gleichzeitig ab ein paar Usern deutlich in die Hose gehen kann. Aus dem Grund scheue ich es deutlich nicht mehr zwischen den Knoten mit vielen Clients Hardware aufzubauen, die nicht der reinen Lehre entspricht: Um zwei mal 16Mbit/s halbwegs vernünftig verteilen zu können haben wir den frisch in unserem Wiki dokumentierten Weg beschritten. Man vergleiche einfach die TQ aus den anderen sichtbaren Mesh-Links.

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Wenn ich allerdings CPE510 bridge fehlt für mich der ursprüngliche Freifunk Gedanke und das richtige Mesh. Da die CPE210 ohnehin eine gute Reichweite besitzen ist es so auch einfacher wenn ein Nachbar spontan noch einen Router bei sich im Fenster aufstellt und dieser sich einfach ins mesh verbindet.

Ich denke, dass hauptsächlich die 1043 welche an den Dachbodenluken hängen genutzt werden. Ich werde das mal testen, ob es schon ausreicht das Client Netz an den CPEs zu deaktivieren und dieses ausschließlich über die Dachbodenluken-Router laufen zu lassen. 841er in Outdoorbox lassen sich ja einfach nachträglich dranhängen, evtl. mit etwas größerem Rundstrahler (auf die max. Sendeleistung achte ich natürlich).
Meint ihr die 1043 reichen von der Leistung her aus um Mesh + Client Netz + VPN laufen zu lassen oder empfehlt ihr einen Offloader (z.B. WDR3600) mit deaktiviertem Clientnetz per MoL davorzuhängen?
Viele Grüße
Dario

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Weil ich letztens schon eine ähnlich Diskussion hatte, hier ein Textbaustein zum Thema …

Freifunk: „Freie Netze werden von immer mehr Menschen in Eigenregie aufgebaut und gewartet. Jeder Nutzer im freifunk-Netz stellt seinen WLAN-Router für den Datentransfer der anderen Teilnehmer zur Verfügung. […] Dafür nutzen wir Mesh Netzwerke.

Da steht nicht „Dafür nutzen wir ausschließlich Mesh Netzwerke.“ Da steht auch nicht, dass man ausschließlich Gluon verwenden darf. Die Nutzung von VPN über Internet wäre ja schon ein Bruch der Regel.

Jeder der kommt, kann das Netz erweitern. Man kann das Netz sinnvoll erweitern. Man kann es durch planloses Aufstellen aber auch zerstören oder unbenutzbar machen.

Wenn wir mit Freifunk einen Marktplatz versorgen würden, so mit 1000Mbit/s Anbindung und sich alle 500 Besucher einer Veranstaltung durch einen achtlos aufgestellten Knoten mit 16Mbit/s zwängen müssten, weil der gerade behauptet, er hätte die Beste Verbindung zum „Backbone“: dann wurde zwar ein Netz gebaut, aber die Wartung vergessen. Finde ich.

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