Das ist schlimmer als Störerhaftung - neue Vorratsdatenspeicherung ohne Tunnelschutz für alle

ich hab es schon lange befürchtet, während alles wie ein hypnotisiertes Kaninchen auf Störerhaftung schaut, braut sich in den Hinterzimmern unserer Regierung der echte Supergau für FF zusammen

Soll ich den Titel zu einer harmlosen Frage zu formulieren? Oder willst du das selber machen?

Früher galt das nur für Provider mit mehr als 10.000 Nutzer. Leider kann man nicht sehen wie viele es aktuell bei uns sind, da die counts-Seite offline ist.

Wir sind aber auf dem Weg zu 10.000 Clients, dann gibt es zwei Möglichkeiten, wir schätzen 2-3 Clients pro Nutzer oder wir (FFRL eV) müssen uns auf juristischer Sicht teilen.

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Das tangiert MESH Netzwerke doch gar nicht. Das ist doch das ureigene Ziel und die Philosophie hinter dem Freifunk Gedanken. Ein dezentrales Netzwerk wo Daten eben nicht auf festgelegten Pfaden übertragen werden. Mit der jetzigen Struktur mit Supernodes ist das natürlich anders. Die Supernodes sollen wenn möglich verschwinden wenn es die Störerhaftung nicht mehr gibt. So das jeder Knoten dann Exit sein kann und ein Teilnehmer entscheiden kann ob er Internet frei gibt, oder nicht. Wer dann immer noch nicht will das die Daten aus dem Freifunk Netz direkt über seinen Anschluss rauspurzeln kann dann ja immer noch auf eine VPN Lösung zurück greifen.

  1. die 10.000 finden sich nicht mehr in der Hinterzimmer-Diskussion

  2. betrifft auch jedes MESH, wenn Internet geroutet wird, auch Tunnel VPN

Die ISPs können das, wenn auch ungerne, technisch realisieren, wir nicht.

Wird dann wie mit Kiffen sein: alles wird kriminalsiert, zur Freude der Großen.

Ein 841 kann dem natürlich nicht nachkommen. Sollte eine Vereinsstruktur in Funktion als ISP dazu verdonnert werden, kann eine Vorratsdatenspeicherung auf Supernode-Ebene sicher durchgeführt werden.

Sollten wir die Supernode-Struktur aufgeben, geht es eben auf Einzelkämpferbasis mit den alten Schweden-VPNs wieder los. Mein Provider loggt den verschlüsselten Traffic dann für mich mit und der VDS ist genüge getan.

das Verschlüsseln hilft dann nicht mehr, weil nach USA-Vorbild dann Verschlüsselungen von VPN verboten bzw. providerseitig entweder geblockt oder entschüsselt werden.

Dann gibt es nur noch „alles offen“, und der praktische Zwang, alles nur noch mit Ende-zu Ende-Verschlüsselung zu machen, was kaum einer tun wird.

(Daran denken, dass bereits jetzt alle ISPs bei uns den Zugang bis zum letzten Router hinterlegt haben.)

Totalüberwachung durch die Hintertür.

Nur weil es Menschen gibt die solchen Unsinn fordern, heißt 1. nicht, dass es Gesetz wird und 2. auch nicht, dass es technisch machbar ist.
Man wird VPNs nicht verbieten können und es wird Providerseitig auch nicht entschlüsselt werden können, wenn man es denn vernünftig einrichtet. Das ist für mich alles Schwarzmalerei und hat mit der Realität wenig zu tun.

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wenn man über die Absichten des Widerparts sich rechtzeitig infomriert, nachdenkt, opponiert, kann man gegensteuern, wenn man die aber ignoriert, kann man böse Überraschungen erleben.

Von „technisch nicht machbar“ hat sich noch kein Gesetz aufhalten lassen. Dann muss die Anlage eben außer Betrieb genommen werden. :wink:

Hilft wogegen?

gegen böses Erwachen aus Träumerei