Eigene Freifunkknoten herstellen


#76

offensichtlich, und auch nicht, was überhaupt die Frage ist.
Nicht pro-Entwickler spielen, sondern eine Liste von “must have” machen (Hardware, chips, Frrmware) und dann alle Hersteller abklappern.

Alles andere ist deren Job und können die viel besser, unter der Voraussetzung, sie bekommen eine exacte Doc.
Es soll kein “ist geil” Teil werden, sondern ein Basisteil, dass den kommenden gesetztichen und unseren technischen Anforderungen (nicht Idealvorstellungen) entspricht.
und mach Dir nicht den Kopf voll mit Dingen, die der Hersteller besser kann. Liefer nur die benötigten Infos dafür.


#77

Was sagt dann der Hersteller? “Nette Liste, wir schicken ihnen dann nächste Woche mal einen Kostenvoranschlag für die Entwicklung”

Ziemlich genau darauf werden diese Anfragen hinauslaufen. Klar, kann man sagen “100.000 Stück werden davon mindestens verkauft” nur wirst du dann dahin kommen, dass auch hier wieder der Hersteller erstmal die Entwicklungskosten haben will. Willst du die nicht liefern, sondern sie auf den Stückpreis brechen, wird dir der Hersteller sagen, dass sie die Dinge für dich produzieren, wenn du die Abnehmer (ggf. Verträge) hast. Diese kannst du aber, da es für den anonymen Markt ist, nicht vorweisen. Also geht nur Vorfinanzierung. Das macht bei sagen wir 10€ pro Stück, was völlig illusorisch ist 100.000*10€ durchaus ein hübsches Sümmchen.

Außerdem ist der Vertrieb der Geräte ja nicht garantiert. Möglich, ja. Garantiert, nein. Viel Erfolg beim Investoren sammeln.

Zudem musst du dich fragen: Wann ist das Gerät denn wirklich marktfähig? Entwicklungszeit ist vielleicht 3-6 Monate, dazu kommen dann noch Zulassungsverfahren, Tests und Produktion an sich. Also frühstens in einem Jahr.

Aber gut, das ist natürlich nur meine Einschätzung der Situation.

Da beim Freifunk ja immerhin gilt: “Wer macht hat recht” Wünsche ich dir viel Erfolg und bin hier raus :wink:


#78

Vielleicht wäre eine Finanzierung über Crowdfunding möglich. Wenn man ein tragfähiges Konzept hinbekommt.


#79

@Sheogorath Du willst es nicht verstehen?
lies bitte noch einmal sorgfältig, was ich vonAnfang an schrieb

  1. Potentia, nicht garantierter Absatz
  2. Interesse und Marktverständnis vemritteln
  3. Anforderungen konkretisieren
  4. bei allen “aha Effekt” generieren

Das hat alles nichts mit Deinen Einwänden zu tun, das ist alles was, das wir relativ einfach könnten, so es koordiniert wird und einige Wenige mit dem notwendigen Know How die benötigten Facts dafür liefen.

Alles andere kommt danach, wenn jemand gefunden, der sagt “aha, sag mir mehr”, und dann erst kommt ein “bin interessiert”, und danach ein Berechnen und danach ein theoretischer Entwurf.
Dauert 6 Monat bis dahin.

Das einfaches 1x1 eines jeden Herstellers. Wir öfffnen nur Blickwinkel und Marktinformation.

@collimas das ist hier völlig fehl am Platz


#80

Also die Idee vom eigenen Knoten klingt ja gut, aber ich finde die Diskussion ist bislang etwas zu kurz gedacht.

Der Enthusiasmus bei der Sache hin oder her, aber wenns nur “wenige” kaufen lohnt der Aufwand nicht. Und nur wegen “ein paar” deutschen Freifunkern wird keiner viel Geld in die Hand nehmen.

Ich plädiere eher dafür so etwas im größeren internationalem Rahmen erstmal auszutüftern. Ich würde es dann nicht “Freifunk-Knoten” nennen, sondern “Open Router” o.ä. Und das ganze mehr auf globale Bedürfnisse ausrichten. An deutsche Netze läßt sich sicher später einiges anpassen, wenn z.B. auch modular konzipiert ist. Aber dafür könnten es auch die Amis kaufen, die Briten, die Inder oder wer auch immer und kann “regionale” Bausteine draufstecken. Das Board könnte ja generisch sein und die WLAN-Module werden jeweils “im” Land aufgesteckt. Damit defacto kein Router im Zoll :wink: Und ich finde man sollte auch nicht nur an die Freifunker denken. Ein guter modularer Open Router könnte “überall” eingesetzt werden. (Office-Router (mit/ohne WLAN) / Heimautomation / …) Als Beispiel für Modular wäre z.B. sowas wie eine Mini-PCI Schnittstelle (o.ä.) zu nennen, da kann ich draufstecken was ich will. Davon 3-4 Stück auf ein gutes Mini-Board und es sollte für alles reichen. So ähnlich dem Alix APU. PC Engines apu system boards

Und sollte es bei einem “Open Router” mal richtig in Fahrt kommen, findet sich bestimmt irgendwer der es gern fertigen wird.

Der Raspi verkauft auch auch gut. Und warum? Weil er einfach aber flexibel ist. und viele Bedürfnisse bedient.


#81

Da läuft Dir aber der BOM weg.

Aus anderen Gründen.
Wenn man so eine Zielgruppe (samt Fanboys) hat, dann hat man’s natürlich geschafft.
(Das meine ich ohne Ironie)


#82

Die Enigmabox ist übrigens auch nur PC Engines-Hardware.

http://www.alix-board.de/

Das ist übrigens IMHO eine deutschsprachige Firma About PC Engines die nur auswärst fertigen lässt. Evt. kann man die ja mal anfragen ob die Interesse hätten eine günstige “Spezial-Version” anzubieten. Bei den relativ hohen Preisen bei denen für Allround-Boards freuen die sich sicher auch über einen potenziell neuen Markt.

Manufacturing support - PC Engines
can supply prototypes and production volumes on a turn-key basis.


#83

Der Vollständigkeit halber verlinke ich hier mal noch das Projekt

https://librerouter.org/

Wo daran geplant wird einen perfekten Freifunk Router herstellen zu lassen


#84

Ich bewundere den Mut dieser Menschen.
Nach meiner Einschätzung stehen sie derzeit bei dem Projekt noch vor Designgate-II und haben noch wenig Erfahrung was bei Industrialisierung und Conformity (DoC, RED…) auf sie zukommt.
Ersteres muss man meistern, um zufriedene Kundinnen zu haben, letzteres, um als Inverkehrbringer nicht nur ein paar YOLO-Import-Shops zu haben. (plus der Gefahr, dass der Zoll das als “nicht verkehrsfähig” ausfiltert.)


#85

Yepp, ein Beispiel fuer adorfers Ausfuehrungen ist das “offizielle” LoraWAN-Gateway von TTN,
gestartet 2015 bei Kickstarter:

Voraussichtliche Lieferung: Juni 2016

Vorsichtige Nachfragen ob da nochmal was kommt April 2017

Auslieferung irgendwann letztens, die “backer” haben das Gateway teilweise nach Kaeufern bei rs components erhalten, was da alles schiefgelaufen ist, laesst sich in deren Forum nachlesen. Ich glaube die Macher haetten das nicht nochmal durchgezogen, viel Feind, wenig Ehr.


#86

Industrielle Prozesse unterscheiden sich nicht großartig, ob man nun Flugzeuge oder Wlanrouter bauen möchte:
Menschen bevorzugen sichere Produkte. Und solche, die funktionieren innerhalb vertretbarer Parameter.

Und das muss man irgendwie in einen Prozess hineinbekommen, um keine Schwimmwesten aus Beton mit Blei-Gewichten zu fertigen, versehentlich.

http://slideplayer.com/slide/2801253/

Und was man als persönlich haftender GeschäftsführerIn unterschreiben muss auf der DoC: Dass man mit der Inverkehrbringung des Produktes alle zutreffenden geltenden EN-Bestimmungen erfüllt.
Dafür sollte man sie mindestens kennen, oder zumindest die Gefahr einschätzen können, wenn man Dinge “freihändig” zu tun gedenkte, weil es “fininanziell nicht abbildbar ist”, da eine volle Validation durchzuführen…


(Ja, das Letztere ist expliztit für Wlan-Router und nicht etwa für Aircraft-Equipment.)


#87

http://espressobin.net/tech-spec/

sieht sehr interessant aus

gibts mit 1GB und 2GB ram. (42€ / 67€) (ohne porto und evtl. zoll)
http://globalscaletechnologies.com/p-72-marvell-espressobin.aspx

dazu beispielsweise: Atheros AR5BXB112 AR9380 Dual Band 450 Mbps Wifi Mini PCI E Wireless karte für Apple 802.11a/b/g/ N Wlan S/N C86214300RHCCV4AB in Atheros AR5BXB112 AR9380 Dual Band 450 Mbps Wifi Mini PCI-E Wireless-karte für Apple 802.11a/b/g/ N Wlan S/N C86214300RHCCV4AB aus Netzwerk Karten auf AliExpress.com | Alibaba Group


Die openwrt Unterstützung ist da von daher könnte man damit was schönes bauen.

Auch recht schön Sie stellen stl Dateien für ein Gehäuse bereit welches man sich dann selbst drucken kann :smiley:


#88

Der finale Preis zahlt einen hohen Tribut an die Flexibilität und Universalität dieser Platform.
Oder anders: Viele werden den wegen des Preis nicht kaufen.
(Aber umgekehrt: Ich halte das Konzept für deutlich sinnvoller als jeden RPI bislang)


#89

Und einige wollen ja unbedingt einen Raspberry für freifunk benutzen / und der kostet ja nicht unbedingt viel weniger.
Habe noch gesehen das es beim spanischen Händler auch eine marvel karte mit AC gibt welche mit openwrt gehen soll. hat zwar nur 300mbit 2.4ghz und 533 5.0ghz aber für 13€ was die für die Karte haben wollen ok.


#90

Die Werte auf dem Datenblatt sind schonmal beeindruckend soweit sie denn realistisch sind. 2x Gigabit Ethernet, USB 3.0 und Serial ATA Anschluss und das Ganze bei einer Leistungsaufnahme von gerade mal einem Watt ? Der Marvell Amada mit 1.2 GHz is wahrscheinlich etwas langsamer als der AMD Mobilprozessor in den Futro S700 was für die meisten Einsatzszenarios kaum Relevanz haben dürfte.

Allein weil das Gerät einen Serial ATA Anschluss hat reizt es mich jetzt schon. Ich werde das mal im Auge behalten.


#91

Halte fürn Gerücht, dass der Armada 3700LP auch nur annähernd in den Bereich eines Mobile Sempron 2100+ kommt. In welchem Benchmarks soll das sein? Lasse mich gern eines besseren belehren.


#92

gemäß

$ cryptsetup benchmark
# Tests are approximate using memory only (no storage IO).
PBKDF2-sha1 219919 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-sha256 413476 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-sha512 163635 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-ripemd160 128501 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-whirlpool 56888 iterations per second for 256-bit key
  # Algorithm | Key | Encryption | Decryption
     aes-cbc    128b  260.1 MiB/s  317.4 MiB/s
 serpent-cbc    128b   19.2 MiB/s   22.1 MiB/s
 twofish-cbc    128b   29.4 MiB/s   32.3 MiB/s
     aes-cbc    256b  231.8 MiB/s  296.0 MiB/s
 serpent-cbc    256b   19.6 MiB/s   22.0 MiB/s
 twofish-cbc    256b   29.9 MiB/s   32.2 MiB/s
     aes-xts    256b  290.5 MiB/s  290.4 MiB/s
 serpent-xts    256b   20.4 MiB/s   22.9 MiB/s
 twofish-xts    256b   32.5 MiB/s   34.0 MiB/s
     aes-xts    512b  267.2 MiB/s  267.0 MiB/s
 serpent-xts    512b   20.8 MiB/s   22.9 MiB/s
 twofish-xts    512b   33.1 MiB/s   33.8 MiB/s

Der Futro, allerdings ein S900, kein S550. Was von der CPU aber nicht viel Unterschied macht, laut
BenchMarks.

@fuji# cryptsetup benchmark
# Tests are approximate using memory only (no storage IO).
PBKDF2-sha1       170002 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-sha256     202897 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-sha512     145635 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-ripemd160  161022 iterations per second for 256-bit key
PBKDF2-whirlpool  103696 iterations per second for 256-bit key
#  Algorithm | Key |  Encryption |  Decryption
     aes-cbc   128b    31.4 MiB/s    51.4 MiB/s
 serpent-cbc   128b    14.9 MiB/s    17.1 MiB/s
 twofish-cbc   128b    26.1 MiB/s    26.8 MiB/s
     aes-cbc   256b    17.8 MiB/s    20.9 MiB/s
 serpent-cbc   256b    13.6 MiB/s    17.3 MiB/s
 twofish-cbc   256b    27.6 MiB/s    26.8 MiB/s
     aes-xts   256b    26.1 MiB/s    28.3 MiB/s
 serpent-xts   256b    16.2 MiB/s    16.7 MiB/s
 twofish-xts   256b    25.6 MiB/s    25.7 MiB/s
     aes-xts   512b    22.5 MiB/s    22.1 MiB/s
 serpent-xts   512b    16.8 MiB/s    16.0 MiB/s
 twofish-xts   512b    25.8 MiB/s    26.1 MiB/s
@fuji# cat /proc/cpuinfo
processor       : 0
vendor_id       : AuthenticAMD
cpu family      : 20
model           : 2
model name      : AMD G-T44R Processor
stepping        : 0
microcode       : 0x5000101
cpu MHz         : 1197.422
cache size      : 512 KB
physical id     : 0
siblings        : 1
core id         : 0
cpu cores       : 1
apicid          : 0
initial apicid  : 0
fpu             : yes
fpu_exception   : yes
cpuid level     : 6
wp              : yes
flags           : fpu vme de pse tsc msr pae mce cx8 apic sep mtrr pge mca cmov pat pse36 clflush mmx fxsr sse sse2 syscall nx mmxext fxsr_opt pdpe1gb rdtscp lm constant_tsc rep_good nopl nonstop_tsc cpuid extd_apicid aperfmperf pni monitor ssse3 cx16 popcnt lahf_lm svm extapic cr8_legacy abm sse4a misalignsse 3dnowprefetch ibs skinit wdt hw_pstate vmmcall arat npt lbrv svm_lock nrip_save pausefilter
bugs            : fxsave_leak sysret_ss_attrs null_seg spectre_v1 spectre_v2 spec_store_bypass
bogomips        : 2394.84
TLB size        : 1024 4K pages
clflush size    : 64
cache_alignment : 64
address sizes   : 36 bits physical, 48 bits virtual
power management: ts ttp tm stc 100mhzsteps hwpstate

#93

Abwärme 1Watt
Hat nichts mit dem Stromverbrauch zu tun :wink:

Der Sempron hat 1400 MHz weniger :wink:


#94

Als Early Adopter der SheevaPlugs und, in Folge, auch der eSATA-Sheevas und dann des GuruPlugs – ein 1Gbit/sec-System, das sich bei GBit-Nutzung selbst zu entlöten, oder schlimmeres, drohte –, habe ich mit GlobalScale mehr so fertig.

Gut, das ist nun auch schon fast wieder 10 Jahre her, aber die Probleme mit dem GuruPlug, deshalb erwähne ich es, vor knapp 10 Jahren zeigten genau das, was @adorfer und andere erwähnten: Hardware sieht auf dem Papier schnell gut aus; daraus ein zuverlässiges und sicheres Produkt zu machen, ist nicht ganz so einfach. (Die internen Netzteile der Sheeva- und Schwester-Plugs waren nur bedingt tauglich für mehrere Jahre Dauereinsatz; bei Nutzung von GBit überhitzten Netzwerkchip und in Folge auch der Prozessor – und das Netzteil –, und das, obwohl die Plugs in UK und später auch in D “einfach so im Laden” gekauft werden konnten. Ähnliche Hardware im Seagate FreeAgent DockStar hingegen läuft bei mir bis heute.)

Ich hoffe ja, sie haben gelernt; aber so richtig trauen kann ich dem Braten nicht:

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Zu schön, um wahr zu sein, ist leider oft zu schön, um wahr zu sein. #LessonLearned


#95

Die Plug Teile waren generell nicht so der Hit,
Das lag aber an der Bauform.
Deswegen holte ich mir damals ne iconnect / die war zumindest am Anfang günstiger.
Das Ding funktioniert heute noch und wurde nie sonderlich warm.

Bei den Plug teilen gebe ich dir aber uneingeschränkt recht