Einrichtung einer Fördermitgliedschaft

Parallel läuft gerade eine Anfrage an unseren Vorstand, aber ich würde das gerne auch in größerer Runde diskutieren.

Von verschiedenen Seiten wurden wir in Aachen auf eine Fördermitgliedschaft angesprochen. Laut Satzung können auch juristische Personen Mitglied im Freifunk Rheinland e.V. werden, allerdings ist für diese auch nur der normale Beitragssatz vorgesehen. Ich halte es für gut möglich, dass wirtschaftlich potentere Mitglieder auch gerne einen erhöhten Beitragssatz zahlen würden/könnten. Z.B. eine Stadt, die auf Freifunk setzt, 1 ct pro Einwohner, ein Einzelhandelsverband 5 € pro Mitglied, usw.

Ich fände es daher gut, wenn wir dem Aufnahmeantrag eine Option mit frei wählbarem Mitgliedsbeitrag (> 60 €/a) hinzufügen würden. Wie seht ihr das? Müsste dafür eine Änderung der Finanzordnung her?

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Grundsätzlich gibt es ja als Alternative den Dauerauftrag mit frei wählbarer Spende zusätzlich zum Mitgliedschaftsbeitrag, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das nicht immer eine Option ist, und auch für uns aufgrund der geringeren „Bindung“ evtl nicht ganz so optimal.

Daher eine Nachfrage: Ich habe gehört, dass es für Städte nicht so einfach ist, einfach für etwas einmalig oder wiederkehrend zu spenden. Ist das in Sachen Bürokratie mit so einer Fördermitgliedschaft einfacher?

Das stimmt so nicht.
Ein Blick in die Finanzordnung genügt um folgendes zu lesen:

Der Mitgliedsbeitrag beträgt

  1. für jedes ordentliche Mitglied 60€
  2. Mitglieder, die einen höheren Beitrag zahlen, erwerben mit Zahlung den Status „Förderndes Mitglied“

Das heißt, es ist finanziell potenteren Mitgliedern jetzt schon möglich, einfach mehr zu zahlen und dadurch zum „Fördermitglied“ zu werden.

Quelle Finanzordnung: https://freifunk-rheinland.net/wp-content/uploads/2012/08/Finanzordnung_v2_20140820.pdf

Unabhängig davon habe ich das aber trotzdem aufgegriffen und auf die nächste Tagesordnung des Vorstands eine Diskussion gesetzt, um die Einführung von „Fördermitgliedschaften ohne Stimmrecht“.
Ich kann mir vorstellen, dann nicht jede Stadt/Tankstelle/Pommesbude, die Mitglied geworden ist, Lust auf Beteiligung im Vereinsleben sowie Einladungen zu Jahreshauptversammlungen und Vorstandssitzungen hat.

Diese Änderungen benötigen eine Änderung der Satzung sowie der Finanzordnung auf einer Mitgliederversammlung und es bedarf ein bisschen Vorbereitung dazu.

Ha, das hab ich doch glatt in der Finanzordnung übersehen. Hatte nur in die Satzung geschaut. Sorry! Ein besonderes Formular oder ein gesondertes Feld im bestehenden Formular gibt es aber nicht, oder?

Keine Ahnung, ob der Aufwand lohnt. Auch „normale“ Mitglieder können ja einfach auf ihr Stimmrecht verzichten. Ein Zwang zur Beteiligung am Vereinsleben besteht ja nicht.

Da es ja anscheinend doch eine Fördermitgliedschaft gibt, kann man dann mal offiziell beschreiben, wie das abläuft, um sich auch wirklich offiziell „Fördermitglied“ nennen zu können?

Einfach ein jährlicher Dauerauftrag mit zusätzlichem Beitrag?

Wäre natürlich supertoll, wenn das noch einfacher gehen könnte, z.B. direkt per Lastschrift.

Ein Hinweis auf dem Mitgliedsformular wäre auch schön, das führt nämlich in der Tat zu Verwirrung (ernsthaft, die Beitragsordnung liest man doch auch als Mitglied eher nicht, und wir wollen doch jeden Zahlungswilligen verhaften den wir kriegen können.)

cc @Veritas

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Ein Fördermitgliedschaftsformular als Alternative zum Mitgliedsantrag (nix Vereinsmeierei, nur mtl. / jährlich Lastschriften). Das wär es! Wenn die Satzungsformalia angepasst sind.

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Könntest du entsprechende Satzungsänderungsanträge zur nächsten Mitgliederversammlung vorbereiten?
Ich würde es gerne machen, komme aber schlicht nicht dazu.

Ich habe diese Idee auch schonmal unserem Vorstand vorgeschlagen. Es gab keine Abwehrreaktionen :wink:

ToDo:

  1. Satzungsänderungen ausformulieren und einreichen
  2. Alle aktuellen Mitglieder anschreiben und fragen, ob sie ihre
    Mitgliedschaft in eine Fördermitgliedschaft umwandeln wollen.
  3. Änderungen des Mitgliedsstatuses durchführen
  4. Neues Mitgliedermodell den Communities vorstellen und alte
    Informationen auf Communityseiten abändern
  5. gezielt auf die Suche
    nach Fördermitglieder gehen.

Viele Mitglieder in einer Fördermitgliedschaft würden unsere jetzige Mitgliederverwaltung entlasten.
Einladungen zu Jahreshauptversammlungen und Mitgliederversammlungen müssten nur an wirklich aktive Mitglieder versendet werden. Spart Zeit, Mühe und ressourcen.
Fördermitglieder könnten diese Bezeichnung entsprechend offensiv führen und sich freuen, ohne mit der (durchaus wichtigen) Vereinsmeierei etwas zu tun zu haben.

Bis wann und muss ich dann teilnehmen? Oder kann ich Dir das über den Zaun werfen, wenn ich das übernehmen sollte?

Ich hab keine Ahnung wann die nächste MV/HV ist. Aber sofern ich dran teilnehme, kann ich die natülich übernehmen.

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Die nächste MV wird wieder im Mai sein, die Ankündigung kommt Anfang März. Ich unterstütze die Idee und freue mich über eine schöne Eingabe zur MV :slight_smile:

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Als Idee dazu: Bei Contao Verein liegt die Satzung in einem Github Repro ( association/Vereinsstatuten.md at master · contao-association/association · GitHub ) Änderungen können als Pull-Request eingereicht werden. Das finde ich für einen Techi-lastigen Verein eigentlich eine sehr schöne Lösung. Leute ohne Github können Änderungen natürlich immer noch so einreichen, die dann bei der Annahme vom Vorstand eingepflegt werden.

Auch wenns komisch klingt, aber die Leute sollen sich um Freifunk kümmern und nicht an Satzungen basteln.
Das führt zu nichts. Viele Köche und so…

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Ähm. Aber Satzungen werden ja schon von den Mitgliedern definiert bzw. über Änderungen von diesen auf Versammlungen entschieden?

Ja, aber wer Mitglied in einem Freifunkverein wird um Satzungsfoo nachzugehen und sich darin aufzureiben, den kann ich persönlich nicht ernst nehmen. Auch sollten wir auf unseren Versammlungen möglichst wenig über Satzungskram reden. Satzung ist für mich das notwendige Übel im Vereinsleben. Aber wie heißt es hier so schön, jeder Jeck is anders!

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Da bin ich 100% bei dir - das git war ja nur ein Vorschlag zur Organisation der sich woanders gut bewährt hat und für diesen Thread-Vorschlag wären ja Satzungsänderungen notwendig.

Sorry, wollte dir mit meinem Gesagten nicht unterstellen, du seist so ein Satzungsliebhaber.
Nun zum git, kann man machen – klar.
Seit 2011 kann ich mich allerdings an 1-2 Satzungsänderungen erinnern. Meist ging es um Fristen.
Ich danke daher, dass sich die Arbeit nicht lohnt und das git nicht angenommen wird.

Aber wenn jemand will, ich lasse mich auch vom Gegenteil überzeugen.

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