Entfernung überbrücken

Guten Tag Community,

ich bin neu hier…

Folgende Situation: Ich wohne in einem kleinen Ort. Von der Telekom gibt es dort nur eine 6k Leitung. Im Kernort hat ein regionaler Anbieter nun Glasfaser Leitungen gelegt. Die Idee ist über eine Entfernung von ca 4km Luftlinie ein Funknetz aufzubauen und in unserem Ort über Funk weiter zu verteilen. Wir sind ca 40 Haushalte die Interesse hätten das Vorhaben umzusetzten. Ich selber bin Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Die Frage ist wie man das ganze Umsetzt. Einen Standort wo wir einen Anschluss hätten wäre gegeben… Wie genau würdest Ihr sowas aufbauen?

Von einem zum anderen Richtfunk und in dem Ortsteil dann über WLAN Antennen? Wichtig ist das jeder Haushalte eine eigene IP Adresse bekommt…

Gruß
Tobias

Generell ist Freifunk kein Richtfunkthema, aber einige Freifunker machen auch Richtfunk.

Der reine Datenversand ist nicht das heikle Thema, sofern eine Sichtverbindung besteht. Der heikle Teil ist die Abschirmung der Teilnehmer voneinander.

Grundsätzlich ins uns egal ob es Richtfunk ist oder nicht… Wichtig ist nur das jeder Haushalt eine eigene IP Adresse besitzt…

4km sind nicht weit und wenn da eine sichtferbindung besteht auch kein Problem.

Wieso ist das wichtig? Wollt ihr Server die per W-LAN angebunden werden betreiben?

Für eure Richtfunkstrecke sind vielleicht die neuen Produkte von ubnt interessant. Ubiquiti - airFiber NxN

Hi Tobias,

Wenn du Fachinformatiker bist, dann weisst du sicherlich, dass die Qualität einer Antwort in einem kausalen Zusammenhang mit der Qualität der Frage steht. „Wichtig ist das jeder Haushalte eine eigene IP Adresse bekommt…“ ist die gleiche Kategorie wie der Hotlinecall „Es druckt nicht…“ oder „ich komm’ seit gestern nicht rein“. Die arme Sau von Support-Mitarbeiter muss dann „die Würmer aus der Nase ziehen“ um überhaupt rauszukriegen, was der Anrufer will.

Kannst du den Satz „Wichtig ist das jeder Haushalte eine eigene IP Adresse bekommt…“ mal so ausformulieren, dass glasklar ist, worauf du hinauswillst?

2 Likes

Ich verstehe nicht, warum gerade bei so einem benachteiligt angebunden Standort jeder auch noch dezentral Serverdienste hosten will.
Oder wozu braucht es da pro Haushalt statische IPs?
Wenn natürlich IPv6 ausreichend ist, dann wäre das einfach umzusetzen.

ipv4 ist doch nur noch legacy :smile:

3 Likes

Wir haben 2-3 Haushalte/kleine Firmen die öffentliche statische IPv4 Adressen benötigen… Wie würdet Ihr das ganze umsetzten? Also die Verbindung zwischen den Orten und dann zwischen den Haushalten?

Ohne die Punkte von @Frankla noch einmal zu wiederholen:
Abhänig von den Anforderungen und Voraussetzungen.
Wenn Du diese nicht darlegen magst, dann wirst Du hier allenfalls ein paar bockige Antworten erhalten.

(Deine Frage ist derzeit etwa so offen wie „Nennen Sie die Gründe für den Ausbruch des ersten Weltkrieges und erläutern Sie diese!“
Um alle möglichen Szenarien eines WLL-Konzeptes zu beleuchten kannst Du mehrere größere Threads mit füllen.)

Ich habe nicht so die Ahnung von sowas und weiß nicht was man für Informationen dafür brauch…

1 Like

Mal so im Stil eines Heise-Faketickers (sollte Dir ja ein Begriff sein, wenn Du aus der Branche bist):

„Hallo, ich bin gelernter Kellner. Wir sitzen an einem kleinen Ort. Dort bekommt man nichts ordentiches zu Essen, es gibt nur einen einzigen Imbiss der teuer ist und schlechte Öffnungszeiten hat. Im 4km entfernten Ort gibt es einen Großhändler. Wir würden unser Essen jetzt gern selbst kochen. Wichtig ist, dass es für jeden Haushalt richtig lecker ist. Wie geht das und was müssen wir beachten?“

Warum Dir vermutlich niemand antworten mag:
Die Erfahrung in Foren lehrt, dass wenn man bei „sehr offen gehaltenen Anfragen“ als AntwortendeR dann zwangsläufig Annahmen „freihändig“ macht und Spekulation über das Szenario anstellt:
Die Diskussion wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit darauf umschwenken, dass die Annahmen aber unzulässig, unzutreffend, bevormundend oder gar töricht seien.
Und die eigentliche Fragestellung verschwindet völlig.

Andere fühlen sich schon vom Fragestellenden an der Nase herumgeführt durch die (gefühlte) Geheimniskrämerei. (Hier z.G: Ort, Budget, Bandbreiten im Uplink, Bandbreitenanforderung bei den Zugängen, Verfügbarkeiten und Abwicklungsmöglichkeiten für den Netzbetrieb.
Vor die Wand gefahrene „Breitband-Internet für Dingens-Hausen“-Initiativen gibt es schon genügende. Da gibt es viele Möglichkeiten zu scheitern. Kann man Romane von schreiben.)

Nein. Haushalte und kleine Firmen benötigen keine öffentlichen statischen IPv4 Adressen. Und wenn doch, dann ist die Fragestellung im Freifunkforum falsch aufgehoben, da solltest du dich an einen (kostenpflichtigen) Dienstleister wenden.

2 Likes

Was kann eine statische IP Adresse was nicht auch eine DynDns Adresse kann?

Warum ist es so wichtig, eine eigene IP Adresse zu haben? Kein Anbieter für Endkunden bietet das standardmäßig an.

Bedenke, dass du bei der Versorgung von 40 Haushalten beim Uplink mind. 40x16MBits (640MBit/s) haben solltest. Auch muss es irgendeine Art von Bandbreitenbegrenzung pro Haushalt geben, denn glaub mir egal was die Leute sagen: „Nein wir laden nicht permanent…“, „Ja wir haben begriffen, was shared Medium heißt!“, alles bla bla! Wenn sie nachher nicht in Frieden YT gucken können, ist das geheule groß und du bist der Dumme.

Wieviel Bandbreite steht am Uplink zur Verfügung?

Die Entfernung kann klappen, muss aber nicht. Es hängt von sehr vielen Faktoren ab. Ganz vorsichtig würde ich sagen das das Projekt zum Scheitern verurteilt ist. Gigabit Anbindung wird sich nicht realisieren lassen. Die Anzahl der Nutzer ist nach meiner Meinung zu hoch. Man muss beachten, die Nutzung wird immer parallel sein. Alle wollen nach dem Feierabend ins Internet. Das aktuell vorhandene Internet ist dann vermutlich stabiler. Aber mal einen anderen Vorschlag. Wenn alle Personen sich an den Baukosten beteiligen, könnte man mit dem Anbieter reden, ob er nicht das Netz noch 4 KM weiter ausbaut.

Daraus sollten wir ein Internetgesetz machen und es nach dir benennen :smiley:.

Das ganze würde über den ehemaligen Flughafen laufen, ja. Der neue ist an einer anderen Stelle.