Freifunk in SSID - aber kein Freifunk drin -> (un)erwünscht?

Es geht um eine Freifunk-Installation in einer Community innerhalb der Domäne Möhne, angeschlossen an den FFRL e.V.:

Ich beobachtete Folgendes:

Eine Freifunk-Installation sendet Freifunk als SSID (im 2,4 und 5 GHz-Bereich) aus. Jedoch wird de facto nichts aus dem Freifunk-Netz genutzt. Dahinter verbirgt sich der normale Gastzugang einer Fritzbox mit aktiviertem Captive-Portal (die Standard-Bedingungen, die die Fritzbox vorgibt müssen zunächst akzeptiert werden).

Ist so etwas grundsätzlich erwünscht oder unerwünscht?

Vorteil:

  • Das so freigegebene WLAN ist sehr schnell (50 Mbit/s, Unitymedia), was mit echtem Freifunk nicht möglich wäre.

Nachteile:

  • Captive-Portal (m.E. im Freifunk gänzlich unerwünscht)
  • Freifunk als SSID/Name, ohne dass es mit Freifunk etwas zu tun hätte
  • theoretisches rechtliches Risiko für den Aufsteller
  • Natürlich kein Mesh mit benachbartem echtem Freifunk möglich, auch anderer Kanal (6 statt 1) usw.

Eure Einschätzung?

Das ist natürlich nicht gewünscht!

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Nur was will man machen?
Warenzeichenmisbrauchs-Abmahnung? Das gäbe einen Shitstorm.

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Wirklich machen kann man nichts… Aber man kann ja mal das Gespräch suchen.

Vielleicht gibt es ja außen einen meshenden Knoten. Irgendwas steckt sicher dahinter. Bevor man urteilt muss man alle Infos kennen.

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Meshende Knoten in der Umgebung gäbe es, ja. Jedenfalls mind. einen.

Dahinter steckt wohl jemand, der früher Freifunk mal normal angeboten hat und dessen Verhältnis zur Community irgendwann gebrochen ist. Es folgte eine Zeit ganz ohne aktiven Freifunkknoten, nun gefolgt von dieser seltsamen Lösung.

Technische Beweggründe stecken vermutlich eher weniger dahinter, eher emotionale usw.

  • Ich bemühe mich, das Ganze hier möglichst ohne Wertung meinerseits darzustellen, da ich mich keinesfalls als „Freifunk-Polizei“ aufspielen möchte …

vielleicht ja jemand, der seine Webradios und anderweitigen Devices auf „Freifunk“-SSD eingestellt hat, in mühevollen Dialogen mit einer 3-Tasten-Fernbedienung. Und jetzt keine Lust hat, da was zu ändern :wink:

Den Betreiber könnte jeder Netzbenutzer aufgrund potenziellem Betrug abmahnen. Durch die Nutzung des Namens „Freifunk“ bindet dieser sich ja auch ans PPA gegenüber den Nutzern seines Funkrouters.

So ein Quatsch. Steht doch jedem frei, mit welcher SSID jemand sein offenes WLAN anbietet und welche „Technik“ er dahinter laufen hat.

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Betrug? Um was wurde der Netzbenutzer denn betrogen? Und ich kann mich auch täuschen, aber ist der aktuelle Stand nicht, dass „Freifunk“ zwar zur Marke angemeldet aber noch nicht eingetragen ist?

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Ungeachtet davon das ein solch benannter Hotspot natürlich unschön ist, gäbe es denn überhaupt Möglichkeiten sowas zu unterbinden? Jeder kann doch seinen Hotspot nennen wie er will oder nicht? Kann meinen ja auch Telekom, Müllermilch oder Bundestag nennen.

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