Freifunk statt Angst

Am Samstag habe ich in einer lokalen FB-Gruppe über die rege Nutzung von Freifunk während eines Stadtfestes berichtet.
Gerade habe ich als Kommentar dazu eine Steilvorlage erhalten:
„Eigentlich eine tolle Aktion. Wie ist denn die Rechtslage, wenn ich mein Wlan freigebe und jemand über mein Netz, illegales im Netz anstellt?“
Meine Antwort:
„Wegen dieser „Störerhaftung“ geht Freifunk Rheinland über Server in den Niederlanden ins Internet. Zusätzlich übernimmt der Verein die volle Verantwortung für die WLAN-Router. Ein ausführlicher Bericht in heise.de: Freifunker wehren sich juristisch gegen Abmahner | heise online
Habe ich das in der Kürze so richtig dargestellt?

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Wenn das nicht richtig ist, hätte Ich was falsch verstanden.
Man könnte das Projekt „Provider werden“ noch als Perspektive ergänzen - die Frage ist, ab wann man Außenstehende mehr verwirrt. :slight_smile:

:slight_smile: Der nächste Kommentar zu meinem Post war: „Der Serverstandpunkt ist relativ egal. Wichtig ist nur ob Freifunk als Provider gilt.“
Ich habe es also inzwischen ergänzt …

Das stimmt so. Wichtig ist, dass der Freifunker vor Ort nicht als Betreiber ins Spiel kommt, da seine IP-Adresse nicht verwendet wird. Derzeit routen wir über gemietete Adressen, bauen Standorte mit eigenen Adressen auf und klagen gegen Abmahnungen und damit verbundene Nachteile durch Störerhaftung.

Aber ist es nicht so, dass es in Ländern wie den Niederlanden keine Störerhaftung gibt und daher mancher Ärger erst gar nicht entstehen kann?

Allerdings ist es wohl von der Community und der Domäne abhängig, wo der Übergang ins Internet stattfindet. Die Domäne Ruhrgebiet routet z.B. nicht über Server in den Niederlanden!

Es ist tatsächlich eine Besonderheit, dass in Deutschland die Rechtsprechung der Störerhaft auf WLAN angewendet wurde. In anderen Ländern können anonyme nur angeblich unbekümmert ins Netz gelassen werden.

Wir routen grundsätzlich nicht über die IPs von privaten Anschlüssen raus. Die Router werden gelegentlich gewechselt. So geht Rheinufer seit heute über die Router von Freifunk Ruhrgebiet raus. Bis gestern war das noch Tilaa.

Ab demnächst folgen betreiben wir eigene Router, die unsere eigenen IP-Adressen verwenden. Dann wird es noch spannend, es den Umgang mit Missbrauch des Netzwerks angeht. Ab da greift nicht mehr die Policy des Hosting-Providers, sondern unsere.