Freifunk Steinhude - Kommerziell vs. Privat

Es ist schon toll anzusehen, wie Freifunk Steinhude wächst:

Das weniger Tolle daran, es sind zwei unterschiedliche Gruppierungen, die den Ausbau vorantreiben und sich nicht kooperativ zueinander verhalten:

  1. Kommerziell: http://freifunk-steinhude.de
  2. Privat: https://ff-steinhude.de/

Beide nutzen die selbe Firmware und das Backbone von hannover.freifunk.net .

Ich frage mich die letzten Tage, ob der kommerzielle Part es ein wenig übertreibt?
Des weiteren, ist es abmahnwürdig, wenn auf nicht kommerziellen Freifunk Seiten Händler und Preise von Routern auf der Hardwareseite stehen?
Muss im privaten Impressum die Telefonnummer stehen?

Ich freue mich auf Eure Meinungen :smile:

MfG

cawi

sieht für mich nicht schädlich aus - frage eher an dich/euch warum ihr da nicht grün seid? vielleicht ja weil ihr mehr eine Community wollt, statt 20 bars und cafes mit Freifunk?
für mich greift da der Kommerziell Part halt nicht, ich sehe da alles mögliche andere mit denen die Kohle machen (wollen) aber eben nicht direkt durch Freifunk.

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Moin.

Sehe ich ähnlich wie @fuzzle.

Wenn ich mir das so betrachte, gibbet einen PC-Dienstleister, der unter Anderem auch Freifunkkompatible Router anbietet. Ist es hinderlich/schädlich, wenn ein Professioneller unter anderem auch Freifunk anbietet und erklärend verkauft?
Eigentlich doch nicht übel, wenn der potentielle Freifunker einen Ansprechpartner vorfindet.
Wo ich allerdings auch für mich/uns ein Problem sehe, ist, wenn der Anbieter Gewinn aus der Nummer ziehen will. Da das Projekt ehrenamtlich betrieben wird, sollten die Geräte zum annähernden Selbstkostenpreis weitergegeben werden. Ein anteiliger Aufschlag, für die Nebenkosten, den könnte ich auch noch verknusen, Dann hört es aber auch auf.
Soweit meine 23 Pfennige dazu.

Gruß

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ich glaub jetzt erkenne ich das Problem, schaut man auf die Karte steht da superoft FETT eben jener Anbieter … hatte ich vorher nicht angesehen … das sollte sich im Gespräch klären lassen, bzw. so what?, is halt nur die Karte - und wenn die Leute Namensfreiheit daingehend haben, haben sie halt,
solang der sein Freifunk Netz mit der SSID befeuert … da würde für mich der Spass aufhören (und für viele andere auch wenn ich an vergangene Threads in diese Richtung denke)

Hallo,

das Thema ist eher, dass ein 841 er ungefähr 50 EUR beim Anbieter kostet und dieser es evtl. nicht so gerne sieht, wenn der nicht kommerzielle diese für 16 EUR bei Amazon zeigt.
Des weiteren möchte evtl. der kommerzielle Anbieter nicht, dass andere Geschäfte leechen (Graue Punkte).
Ein anderes Geschäft soll sich schließlich auch einen Internetanschluss besorgen, bzw. das würde der kommerzielle Anbieter für ihn auch machen …

Also wirklich ein Streitpunkt ist die Aufklärung vs. kommerzielle Vermarktung…

MfG

cawi

PAL, Problem anderer Leute. Natürlich kriegt das Geschäft oder die Bar den Router im Netz günstiger. Aber bei den 50 € eines IT-Dienstleisters vor Ort, ist eben auch der Service mit drin. Leider werden die Geräte dann auch oft vorgefläscht ausgeliefert, was seitens der Community nicht unbedingt gewollt sein kann. Aber am Ende muss man sich auch fragen, ob man das als Community überhaupt leisten kann, in Geschäften überall die Geräte aufzustellen und auch noch zu betreuen. Oder ob es nicht für alle beteiligten einfacher ist, wenn der IT-Dienstleister das Gerät im Zweifel mal neu startet und ggfs. das Netzwerkkabel wieder reinsteckt, was irgendwie rausgerutscht ist.

Was halt wichtig ist, ist die Leute aufzuklären, was hinter Freifunk steckt. Dass ein Gastronom vielleicht keine Lust hat, einen Router zu fläschen, halte ich für legitim.

Grüße
Matthias

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Ich sehe gerade nicht das Problem, wer sich da an wem (oder wessen Verhalten) stört.

Denn letztlich gibt es im Freifunk viele Wege die nach Rom führen.
Und wenn Mehrwert mit angeboten wird, warum nicht.
Und wenn die 841er „fertig aufgestellt“ halt 100€ kosten sollten: Wenn es Leute gibt, denen es das wert ist: It’s a free country.

Und wenn es anderswo Leute gibt, die aus Prinzip „gleiche Leistung für 14€53 ink. Router“ anbieten, dann können sie das auch tun. Wahlweise aus Prinzip, oder weil sie anderen damit in die Suppe spucken können, oder es ihnen schlcht Spass macht.
Meinetwegen dürfen auch Menschen Router verschenken und sogar noch zur Installation mit Material vorbeikommen.

Solange jedeR macht, was möglich ist: Ist alles gut.
Ärgerlich wird es nur, wenn man gegenseitig übereinander schlecht spricht vor Dritten
Dann schaut Freifunk nämlich aus wie ein Haufen zerstrittener SchrebergärtnerInnen!

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Ich möchte allen für die Hinweise danken.

MfG

cawi

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Ich seh da durchaus ein Problem, alleine dass die Domain freifunk-steinhude.de auf die kommerzielle Seite leitet. Ganz zu schweigen von Werbung auf der Seite und dass Freifunk dort imo mit den völlig falschen Argumenten verkauft wird: „Internet für alle - ohne rechtliche Konsequenzen“. Nicht cool.

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wenn dem so ist, ist das wieder „illegal“ - sprich, dieses Versprechen, also Internetzugang am deutschen Recht vorbei ist mind. ungünstig falls es zu Abmahnungen oder dergleichen kommt, wenn nicht sogar „strafbar“. Wobei ich davon ausgehe das es dazu eines „Falles“ bedarf, allerdings ist dann eine Störerhaftung quasi mit inklusive für - mind. den Anbieter der das so verkauft. Daran ändert auch in diesem Fall das „neue“ Gesetz zur Störerhaftung nichts. Das Versprchen des rechtsfreien Raumes, sehr sehr schwierig!

Das ist die Standard-Kritik auf die Mitbewerbenden-Rechtsgutachten immer wieder abzieheln, wenn es darum geht, Freifunk bei Kommunen (mehr oder minder „hinter den Kulissen“) madig zu machen.

Fein, dass diese jetzt auch schon aus den eigenen Reihen kommt.
Aber wir hatten ja auch schon lange keine Störerhaftungs-Diskussion mehr hier.

Wir haben kommerzielle Angebote in unserer Community auch diskutiert und haben damit grundsätzlich kein Problem:

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In Bremen haben wir ein Stadtteilprojekt, in Rahmen dessen der örtliche Geschäftsleute-Verein auch eine eigene Website aufgezogen hat. Der Titel ist „Freies WLAN für Walle“.
Diese Herangehensweise finde ich recht angenehm und wäre für mich auch ok, wenn sie statt „WLAN“ „Freifunk“ geschrieben hätten. Das kleine Wörtchen „für“ macht für mich den großen Unterschied zwischen einer eigenen Freifunk Community und einer Initiative, welche mit Freifunk als Backbone etwas bewirken möchte.

Wie man jemanden drauf anspricht, dass man deren Nutzung des Wortes Freifunks usw. nicht für angebracht hält, wenn diese nicht mit sich sprechen lassen, ist mir unklar.

Steinhude steht im Gegensatz Walle vermutlich einfach nicht in der Versuchung, die Alliteration („WLAN für WALLE“) zu nutzen. Und da es nix mit „S“ gibt, haben die -hier geschmähten- „Kommerz-Freifunkenden“ eben „Freifunk Steinhude“ belassen.

Ist halt eine Entscheidung der Community vor Ort, wie man damit umgeht.
Und ggf. eben auch klare Regeln zu formulieren, wo denn die „roten Linien“ sind, die nicht überschritten werden dürfen.
Einfach dammit die Kommunikation klar ist.

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