Ich bin ein Asylprofiteur?

Ein Blog Eintrag wo man sich einfach nur an den Kopf fasst über das verhalten einiger Mitmenschen über die hier berichtet wird.

http://www.andreas-edler.de/blog/2015/08/ich-bin-ein-asylprofiteur/

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Die Gesellschaft ist manchmal nicht bereit für frei verfügbare Dinge. Ich bin seit Juli '04 dabei und habe mich seitdem wundern müssen, wie weit man eine gemeinnützige Sache so rechtfertigen musst…nämlich bis man kotzt! Es passt einfach nicht zum kapitalistischem Leben. Nach dem Motto: „Wo was gegeben wird, soll auch was genommen werden.“

Egal, weitermachen und weiter an der freien elektronischen Kommunikation festhalten.

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Es gibt immer irgendwelche Menschen die sich benachteiligt fühlen. Einfach reden lassen. Sie könnten sich auch einfach an die Freifunker wenden und ich bin mir sicher dann bekämen sie auch einen Router.

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Ich zitiere dann immer gerne meine Omma: „De Doofen werden nicht alle!“

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Ein bisschen hat er ja schon recht. Natürlich profitiert der Freifunk von der postiven PR die durch die Versorgung durch die Flüchtlingsheime entsteht, und das entsprechende Image dass wir dadurch in der Öffentlichkeit aufbauen.

Die Frage ist jedoch, warum das so schlecht sein soll. Oder was man als Alternative vorschlägt. „Oh nein, die Leute finden gut, was ich mache. Direkt alles abbauen! Ich will ja nicht davon profitieren“

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In diesem Punkt hat er sogar zu 100% Recht. ABER er unterstellt ja dass Freifunker dies nur zu ihrer persönlichen Bereicherung machen.

Eben das ist nicht der Fall. Es ist viel mehr ein Mix aus Hobby, Technikaffinität, Weltverbesserungsdrang, dem Wunsch etwas Gutes zu tun und nicht zu letzt PC Kram an der frischen Luft machen zu können :slight_smile:

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Schön an den neuen Freifunk Zugängen in Feuerwachen in der Nähe einer temporären Flüchtlingsunterkunft zu erkennen, die in der Regio Aachen versorgt wurde.

Dort haben hat die Feuerwehr die vor Ort auch gearbeitet hat wohl von uns erfahren.

Die Feuerwehr ist nun also auch Asylprofiteur.

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Am schlimmsten finde ich es, wenn Leute sich permanent darüber aufregen, wie gut es anderen doch angeblich geht, anstatt die Zeit und Energie positiv zu nutzen, den Kontakt zu suchen und zu schauen, wie man sich vielleicht selbst beteiligen kann und dann auch selbst was davon hat. Gerade bei Freifunk geht das ja eigentlich sehr gut, für einen Router kann man auch zusammenlegen, ein Uplink lässt sich bestimmt auftreiben, wenn man denn das Gesrpäch sucht. Aber das ist offenbar nicht so einfach und damit ein großer Teil des Problems.

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OT:

Genau diese Feuerwehr in Österreich ist auch nur ein Asylprofiteur.

PS: Ich finde das Bild so entwaffnend von diesem Mädchen.

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Beschreibt den alten, unlösbaren Widerspruch, dass Allmende, Mildtätigkeit, gesellschaftliches Engagement - oder auch Sozialarbeit, den einen Systemerhaltend ist, den anderen tief verwurzelte Lebenshaltung und sinnstiftendes Prinzip.

Eins wird aber sicher deutlich: wir alle betreiben ziemlich rigide Selbstausbeutung. Wenns als Dank ab und an ein Lächeln gibt - schön.

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Ich kann diese Begriffe der „Asylkritiker“ nicht mehr hören.
Das sind Leute die klar gegen das Grundgesetz sind, was kommt als Nächstes?
Lasst das braune Pack am besten Rechts liegen. :hankey:

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Warum kritisiert man etwas, wovon man keine Ahnung hat?
Sei es dass Flüchtlinge hier unterkommen (und das nur zum kleinen prozentualen Anteil global gesehen) in Unterkünften die verschimmelt sind oder ähnliches… oder in Zeltlagern…dann wird sich drueber aufgeregt dass sie ja nun ein tolles Leben haben… ausser Acht gelassen wird aber was sie alles durchmachten, Verwandschaft verloren, Todesangst und diese Angst besteht weiterhin bei der Ueberfahrt weil die Boote zu klein sind etc…in eine fremde Kultur leben müssen, andere Sprache etc…

Und Freifunk hilft ihnen unsere Sprache zu lernen etc aber bloß nicht… sie könnten ja mein nicht vorhandenen Job wegnehmen…
-.-

Ich finde den Weg mit Flüchtlingsheime insgesamt kritisch.
Baut doch lieber allgemeine Freifunk Hotspots. Diese sind für „alle“ frei zugänglich, auch für Steuerzahler. Bei mir hängen auch zwei Heime in der Outdoor Empfangsregion, aber speziell ist free WiFi für „alle“ gedacht. Ich finde es ist verständlich das es negativ ankommt, Weil jeder Bundesbürger zahlt für sein Internet und die Unterbringer bekommen 42€ pro Tag und Kopf für jeden angeblichen Flüchtling.

Generell finde ich müsse es mehr Unterstützung geben, direct in dem Land, aus dem sie fliehen.
Wenn ich alt bin fliehe ich aus Deutschland auf die Kanaren und dann baue ich erstmal an jedem Strand ein vernünftigen Hotspot.

Mööp. Falsche Einstellung. Wir bauen Knoten für Menschen auf. Nicht nur für Bürger und Steuerzahler. Und jeder einzelne Freifunker baut dort Knoten auf wo er es für richtig hält. Ebenso kann jeder „Bürger“ selber Knoten aufbauen wenn er meint ein Bereich in seiner Gegend ist unterversorgt.

Wenn du Freifunk mit irgendwas gegenrechnest, dann machst du schon was falsch. Die Unterbringer sind meistens Leute oder Unternehmen die ganz klar das Maximum an Gewinn aus der Not von Menschen ziehen wollen. Verwerflich ist das nicht, so ist nun mal unser Wirtschaftssystem. Moralisch kann man das natürlich anders sehen.

Ok, hier hat das nix mehr mit Freifunk zu tun. Ja klar wäre es besser wenn es in dem Land von wo sie fliehen Unterstützung bekommen. Aber wenn da ein Krieg herrscht wird es immer Zivilbevölkerung geben die flieht. Egal welcher Seite die der Gefechtsparteien sie nun nahe stehen.

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Und dann hast Du bestimmt irgendwelche Irren, die dann wiederum befürchten, dass man die Flüchtlinge damit in die spießbürgerliche und latent braune Vorgartenlandschaft zieht, da man dort bessere WIFI hätte. Dann haste das gleiche Gemopper, nur von der anderen Seite.

Aber vielleicht sollte man sich einfach mal primär auf das Helfen konzentrieren und weniger auf die Freifunk-PR-Möglichkeiten eines solchen „Projektes“. Je mehr man das „ausschlachtet“, umso mehr wird doch drüber geblubbert.

Andersrum: Tu’ Gutes und berichte darüber. Ein paar Spinner können einem dann auch ziemlich egal sein.

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Mir ist klar das Ihr etwas gutes unternimmt.

Ich verstehe aber auch die Leute die schreiben "ah Internet, bescheid sagen „Bruder, Tante, Freunde kommst Du Deutschland, mir geht gut“ Am Ende wird Freifunk noch als Flüchtlingsnetzwerk deklariert.
Es ist wichtig, das die gebildeten Leute Zuhause bleiben um Ihr Land aufzubauen bzw. in den Griff bekommen können. Wenn sie alle fliehen, sofern sie denn von dort wirklich stammen, helfen sie ihrem Land auch nicht.

Unser Ziel ist es ja in Deutschland, schnelles Internet zu bekommen. Diese Tunnelung ins Netzwerk macht das Netzwerk auch nicht schneller. Hoffe die Gesetze werden nochmal ohne Portal Seite nachgebessert.

Das haben die auch schon ohne Freifunk ihren Leuten geschrieben, weil die mit Sicherheit sich auch irgendwie ne SIM besorgen für ihr Smartphone. Aber wenn die Menschen sich hier Integrieren können sollen und sich z.B. Online Lernvideos für Deutsch anschauen, dann ist das Volumen einer solchen SIM schnell verbraucht.

Ja genau und sich dort Abschlachten lassen?

Wieder falsch. Ziel von Freifunk ist ein freies Netzwerk zu bekommen.

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Naja, ich hätte von Euch auch schon >100 Geräte verteilt. Schon alleine aus Hobby und weil ich dort wo ich mich rum treibe auch auf Wlan besonders Wert lege. Nur ich bin technisch andere Wege gegangen und orientiere mich an dem was an Auflagen geplant ist. Zumindest aus aktueller Sicht.

Da bin ich völlig bei dir, aber wenn die Waffen schon sprechen, dann hat die Politik versagt. Aber so langsam werden wir definitiv Offtopic.

Ich baue Freifunk dort auf, wo Menschen ihn benötigen. Man kann auf mich bzw. an jeden anderen aktiven Freifunker herantreten und mit ihm gemeinsam schauen was machbar ist. Wenn also eine soziale Einrichtung Freifunk haben möchte ist das meistens auch irgendwie möglich.

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Wie bieten auch keine „schnelles Internet“, eher ein digitales Glas Wasser an.

Fürs „schnelle Internet“ gibt es hier in mindestens 4 Heimen kommerzielle Anbieter. Heraus kommt dann ein DSl 6000 (ein 16000 ist auch dabei) Anschluss, wo man das Monatspasswort oder eine Monatsticketkey für 15-25€ erwerben kann, bei 50-80 Insassen, ein sehr nettes Geschäftsmodel mit ordentlichen Gewinnspannen. Dort wurde uns Freifunkern auch schon jegliche Genehmigung abgesprochen unsere Router aufzustellen. :wink: Du siehts, unsere es geht „Wirtschaft“-[verdient an]-„Flüchtlingen“ schon ganz gut.

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