Installation in Asylbewerberheim

Hallo Zusammen,

ich habe heute mit den Verantwortlichen für ein Asylbewerberheim in Stuttgart (bei meinen Eltern) gesprochen. Es gibt dort großes Interesse ein WLAN für die Bewohner zur Verfügung zu stellen. Bisher wurde das aus den üblichen Störer Haftungs Gründen nicht realisiert.

In der Einrichtung wohnen rund 150 Personen, allerdings auf sehr engem Raum und größtenteils Familien mit sehr kleinen Kindern, also weniger Nutzer als man zunächst denkt. Es soll im kommenden Jahr ein Medien Raum mit Laptops ausgestattet werden, diese würden dann auch Freifunk nutzen.

Es sind zwei parallele, zweistöckige, etwa 40m lange Funktionsbauten, in einem gibt es auch teilweise Ethernet Verkabelung die genutzt werden kann. Der bald vorhandene DSL Anschluss darf genutzt werden. Das WLAN Signal kommt problemlos längs durch das komplette Gebäude, mit dem Handy als Testgerät.

Finanziert wird das ganze über einen Förderverein, ich möchte folgende Hardware vorschlagen:

Gebäude I:
1* TP-WDR4300 im EG Büro mit Kabel
1* TP-WDR4300 im EG Medienraum mit Kabel
1* TP-WR841N im OG

Gebäude II
1* TP-WR841N EG
1* TP-WR841N

Ich habe deutlich gemacht, dass man zunächst einen kleinen Aufbau wählen kann der sich bei Bedarf leicht erweitern lässt. Es wird versucht bei Firmen und Vereinen in der direkten Nachbarschaft weitere Uplinks zu ermöglichen.

Was ist eure Meinung zu der Planung?

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Die WDR4300 sind natürlich toll, wenn man sie auch noch „für anderes“ nutzen will.
Von der Fastd-Leistung wird in wenigen Wochen/Monaten die Latte auf ca. 26MBit/s (von derzeit ca 8MBit/s) liegen. d.h. schnell genug selbst für vdsl-light (25MBit/s)
Und nein, die Reichweite von den DualBand-Geräten ist nicht höher, eher geringer, weil die Antennen einen ziemlich komischen Kompromiss aus 2,4 und 5GHz darstellen (und damit auf 2,4GHz deutlich schlechter spielen)

Also anders: Wenn Ethernet sowieso „mit Internet“ an mehreren Stellen aufliegt, dann verteilt sich das sowieso.
Ich würde daher eher statt der WDR4300 a) mehr und b) 841ND nehmen, die dank abnehmbarer Antenne ggf. noch im Notfall eine preiswerte Außenantenne oder Panelantenne bekommen können, um etwas Richtwirkung zu bekommen, falls irgendwo sich eine nicht geahnte Lücke auftut.

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Ich dachte bei den WDR 4300 primär an den höheren Durchsatz ins ins WAN, wenn das nicht notwendig ist nehme ich gerne nur die 841.

Wie ist das wenn ich zwei Uplinks habe und bei Bedarf per cronjob zu Büro Zeiten die Bandbreite begrenzen möchte, klappt der naive Ansatz jeweils die halbe geplante Bandbreite zu erlauben?

Was ist wenn die Bandbreite knapp wird, hat Gluon qos oder ähnliches aktiviert?

Nach meinem Gefühl, funktioniert „load-balancing“ bei „mesh on Wan“ und zwei Mesh-VPN-Nodes (und dem Rest nur Wan-Mesh und Wifimesh): NICHT!
Zumindest verteilt es sich überhaupt nicht gleichmäßig, nach meiner Beobachtung der nadeshda-Installation von 2 fastd-Nodes ohne Clients und 5 Uplink-losen Nodes. Aber wenigstens das Throtteling scheint zu funktionieren.
Ach ja, die Begrenzung von „weniger vpn-mesh-nodes“ ist selbst dann sinnvoll, wenn alle internet per Lan haben. Warum? Weil jeder Link gefühlte 150kBit/s „in Ruhe“ im Upstream macht, vermutlich irgendwelche Broadcasts. Bei 8 Nodes wäre da schon ein MBit/s Upstream schlicht „weg“, ohne dass auch nur eine einzige E-Mail gesendet würde.

(Dieser Bandbreiten-Verbrauch ist übrigens der Grund, warum ich immer leicht lächeln muss, wenn die Frage nach „Netmon wäre doch schön“ abgelehnt wird wegen „macht Traffik“… so viel Traffik schaffen nichtmal 10 Netmons auf einem Node.)

Auf der Aachener Mailingliste habe ich dazu diese Einschätzung bekommen:

fastd-Durchsatz ist das eine und die maximale Nutzerzahl durch den
begrenzten Arbeitsspeicher was anderes. Aber wer will sich denn
zukünftig mit VDSL-light aufhalten …

Ist die Vermutung Richtig, dass das dank der neuen Firmware ohne Splashscreen und damit verbundenen Datenvorhaltungen kein Problem mehr ist?

Es gibt noch FFrheinland-Communities mit Captive-Portal/Splash-Screen?
Und nein, bei aktuellem Gluon sehe ich kein Problem, mit einem WR841N simultan 20 aktive Smartphones zu versorgen und weitere 30 „idelnde“, die halt nur alle paar MInuten mal Keepalives schicken, damit Push-Mail noch geht.

Und darüberhinaus? Ich habe bis jetzt noch keinen dezidierten Test gesehen.

kein dedizierter Test, aber hat mit den 841ern wohl „gespielt“:
https://freifunk-rheinland.net/essen-freifunk-versorgt-nord-open-air-mit-internet