Ist Freifunk tot?

Hallo, mit der Information kann ich was anfangen.
Zu aller Erst möchte ich auch sagen das man mich als „Neuling“ bezeichnen kann und ich mich damals nicht so richtig mit dem Thema auseinander gesetzt habe da ich damals auch nicht die „Notwendigkeit“ dazu gesehen habe. Heute ist das anders. Wie gesagt, ich möchte mich (eventuell) für Freifunk Moers einsetzen und engagieren. Ich gehe gerne am Dienstag zu dem Treffen und guck mal was da auf mich zukommt.
Es freut mich zu hören das Freifunk „allgemein“ NICHT tot ist. (Der Forentitel beinhaltete eine Frage, keine Feststellung)
Ich kann festhalten das es wohl „nur“ hier am Niederrhein arge Probleme gab / mit Sicherheit auch noch gibt. Wenn wir uns darauf einigen können, können wir auch versuchen gemeinsam an einer Lösung zu arbeiten. Aber man muss erst „das Kind“ beim Namen nennen und die eventuellen Probleme erkennen.

Danke

Wenn das hilft? Ich habe das bislang immer nur als „erstmal Schuldige suchen“ und dann „die 2-3 Punkte reparieren, die vermutlich kaputt sind“.

Meiner Meinung nach ist ein kompletter Reboot/Fork notwendig.
Evolutionär hat das in den letzten 2 Jahren in gefühlt 3 Anläufen nicht wirklich geklappt.
(„geklappt“ würde ich sagen, wenn nach spätestend 4-5 Monaten irgendwo echte Lösungen sichtbar wären. und nicht nur „irgenwer hat sich überreden lassen, mal einen ewig alten Server neu zu rebooten.“)

Trotzdem haltes ich immernoch für Vermessen, dass ein paar Leute vom Niederrhein hier in „für ganz Deutschland“ einen Abgesang anstimmen, nur weil die Leute vor Ort sich zwar immer mal wieder gern zusammensetzen, aber auch mittelfristig dabei wenig bis nichts herauskommt. So dass Leute glauben, Freifunk in ganz Deutschlang würde so laufen wie am Niederrhein.

@adorfer: Probleme zu erkennen heißt nicht „Schuldige suchen“.
Ich muss zugeben das ich noch vor ein paar Tagen (als ich den Post geschrieben habe) sehr voreingenommen war was Freifunk angeht. Aber mittlerweile kommt hier für mich das Bild rüber das es hier am Niederrhein problematisch ist.
Ich versuche am Dienstag ohne Vorurteile zu dem Treffen zu gehen.
Andererseits hast du aber auch absolut Recht wenn du schreibst das man sich nicht nur „schön Treffen“ muss.
Ein Stammtisch kann auch ein „Kaffeeklatsch“ sein. Aber ich sehe das so das Freifunk eine Bürgerinitiative ist die sich ein Ziel gesetzt hat und jeder der Mitglied oder Unterstützer oder sonst irgendwas mit der Communty zu tun hat, sollte bemüht sein dieses Ziel zu unterstützen.

Das heißt für mich das man

  • Regelmäßige regionale Treffen
  • Regelmäßige überregionale Treffen
  • Kommunikationsplattformen / Austauschmöglichkeiten (Matrix, Telegram, E-Mail, Voice, Cloud) etc.
  • Protokolle der Treffen / Transparenz / WikiSystem z.B.
  • Support Ticket System
    braucht.
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Respekt, im Versuch, Derailing zu verhindert, direkt den Dritten Weltkrieg zu starten, traut sich auch nicht jeder. Zu Usenetzeiten hätte ich Dir geraten, bitte ein Leben neben dem Netz zu suchen; sowas ist heute nicht per politisch korrekt, insofern bitte ich Dich nur, in Dich zu gehen und zu überdenken, ob das – wiedereinmal – wirklich sinnvoll war: die Worte der Vorredner bewußt wie erkennbar falsch zu verstehen und ihnen Aussagen auf die Tastatur zu legen, die – nochmal: für wirklich jedermann erkennbar – nicht die ihren waren.

Technisch, weil Meshing per Funk mit Billighardware – d. h. Mesh & AP auf einem Kanal – ganz grundlegend Kacke ist, will man mehr als „ping“ durch’s Netz schieben. Viele haben über die Jahre etwas gelernt über „Airtime“, über die grundlegende Funktion von Funknetzwerken. Auch über Unterschiede zwischen Theorie und Praxis :wink:

Administrativ, weil es in größeren Orten irrelevant ist. Einerseits fallen Internetzugänge tatsächlich selterner aus, als dies gefühlt der Fall ist. Ferner ist die Mobilfunkabdeckung in den letzten Jahren oft besser geworden, während die aufgerufenen Preise/GB eher gesunken sind. Somit ist auch die Nachfrage des Meshs als Ausfallreserve gesunken.

Nein, es gibt vielerorts vielschichtige Probleme — teilweise auch in diesem Forum thematisiert. Etliche Einige Communities haben ihre Köpfe, ihre Treiber, ihre Macher verloren; andere ihre Technik(er); Nachwuchs ist häufiger mal NIH (not implemented here). Freifunk per se ist nicht tot; seine lokalen Aktivisten mancherorts aber schon mal unbekannt verreist.

Bei uns geht an die Nummer 'ne Fritzbox ran, sagt – wenn sie ihn nicht wieder vergessen hat, was leider immer mal wieder passiert, obwohl in der UI steht, es würde die eigene Nachricht abgespielt – einen Spruch auf, daß Mail viel geiler als Telefon ist, nimmt den Anruf an und schickt die Aufnahme per Mail ins Ticketsystem. Ohne übermittelte oder zumindest aufgesagte Rufnummer wirst Du von uns nie etwas hören — wie auch? Und sollte diese Klippe umschifft sein: alle arbeiten hier grob von 9 bis 17:30 — Rückruf ist mithin so eine Sache … Ja, die Wiederholung nervt, aber es wird ja offensichtlich auch gerne vergessen: der ganze Freifunk-Krempel wird ehrenamtlich, d. h. nach der Arbeit in der Freizeit der Freiwilligen, erbracht. Telefon fällt da als Echtzeit­kommunikations­kanal imho automatisch aus. (Ja, keine Antwort auf Mails oder gar Tickets macht mich auch wahnsinnig.)

Ich bin (knapp) älter als das Internet, falls Dir das jetzt irgendwie weiterhelfen sollte … :wink:

Gut gebrüllt, Löwe :wink: Bei regelmäßigen regionalen Treffen bin ich generell bei Dir — wobei das mit dem »regional« schon eine Herausforderung sein kann. Vom Nordende bis zum Südende unseres (Land-) Kreises fährt man schon mal 'ne Stunde, wenn nicht länger; Ost-West ist eher nicht viel besser. Die Kreis(groß)stadt liegt in etwa in der Mitte, damit führen Leute aus den Randbezirken schon mal nur hin und zurück eine Stunde — ist sowas zeitgemäß? Teleconferencing kann persönliche Treffen nicht ersetzen, aber sind regelmäßige persönliche Treffen wirklich, gerade im Ehrenamtsbereich, angemessen und zeitgemäß?

Ich mag den Ansatz der Münsteraner, ihre Treffen per Mumble und Projektor-Stream »überall« verfügbar zu machen — dennoch habe ich es bislang erst einmal, auf der Rückfahrt von einer Dienstreise, »fast« geschafft, teilzunehmen. (Deutschland, mobiles Internet, zudem in der Bahn, wissenschon …)

Überregionale Treffen? Freifunk ist dezentral organisiert, mit wem sollte ich mich zu was überregional treffen?

Kommunikationsplattformen: Ich finde Discourse (die SW, die auch dieses Forum antreibt) recht genial, denn es kombiniert Forums- mit Mailinglisten-Funktion in einer Art, die einfach funktioniert. Damit ist Forum als auch Email abgehakt — der Rest ist komplett entbehrlich, IMHO.

Protokolle: Jein, falls etwas beschlossen wurde, sollte das niedergerschrieben werden — aber bei Vereinen wäre das eh’ nicht bindend (außer, ein wiederkehrendes Muble wäre ein Organ lt. Satzung), bei reinen Bürgerinitiativen … genausowenig.

Und ein Ticketsystem, welches entweder in den Workflow der Aktivisten nicht paßt oder welches niemand abarbeitet … kann man sich besser schenken.

IMHO. YMMV.

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@adorfer: STOP IT!

Genug ist genug!

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Was ist denn bei dem Treffen am 20.08. herausgekommen?
Ist der Freifunk (am Niederrhein) Deiner Ansicht nach nun tot oder nicht?

Du kannst es aber auch nicht lassen immer wieder nachzutreten oder?

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Es steht die These im Raum, die meiner Ansicht nach unzutreffend ist.
Und das dem Anschein nach, weil eine lokale Community Abstimmungsprobleme hat, die zu solchen Verallgemeinerungen führen.
Daher halte ich es für wichtig, dass diese Unstimmigkeiten ausgeräumt werden.

Darüber hinaus wäre es ja durchaus erfreulich zu hören, wenn es am Niederrhein eine positive Entwicklung nehmen würde. Auch als Signalwirkung für andere, dass so ein Turnaround zu schaffen ist.

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Schon allein die von Wusel angemahnte Wortwahl wiederzuverwenden, entlarvt deine Erklärung als Quatsch. Der Thread ist seit 10 Tagen unbearbeitet, quasi tot, das Thema längst beantwortet (bis auf die Frage bzgl. der regionalen Community) und wenn es vom OP Neuigkeiten gäbe, hätte er sie wohl auch hier geteilt. Oder möchtest du jetzt jede Woche wieder nachfragen, falls er doch noch keine Zeit für ein Treffen hatte?

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Ave,
Ja er war im Hackerspace, haben ein wenig miteinander gesprochen, er setzt sich gerade mit der Materie auseinander (Allgemeines Verständnis schaffen)
Zusätzlich sind Oberflächenarbeiten in Gang, wie Webseiten Krams etc.

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Denke davon kann man nicht unbedingt ausgehen, ich halte die Nachfrage fuer legitim.

Gott bewahre wenn das alle machen würden. Das Forum wäre voll mit „Gibts hier schon Neuigkeiten?“-Beiträgen…

Alleine die Tatsache, daß mehrerere Leute über dieses Thema sich hier austauschen, belegt doch, daß die provokante Frage nur mit „Nein“ richtig zu beantworten ist.

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Ich setzte mich gerade mit der Materie auseinander und danach schätze ich ab ob ich mich beteiligen möchte / kann oder nicht.

Ich habe extra ein Fragezeichen im Titel verwendet. Aber das scheint hier keinen zu interessieren. Es ist mein persönliches Empfinden gewesen. Die Frage wurde eindeutig beantwortet und gut ist.

Fazit was ich darauf ziehe: Freifunk generell ist nicht tot. Freifunk am Niederrhein liegt im sterben scheint aber noch nicht ganz tot zu sein.

Aber schon sehr interessant und sehr aussagekräftig wie sich hier einige „auf den Schlips getreten“ fühlen. Man kann offenbar nicht mehr auf dem „Sachohr hören“. Die Frage war eindeutig nicht provokant.

Aber egal,

Frage beantwortet. Thread kann geschlossen werden.

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Nein!
Bitte Thema Schließen

Ich komme mit diesen Threadschliessereien immer noch nicht klar, lasst doch die Threads einfach offen, frisst doch kein Brot. :roll_eyes:

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