Mein erstes kleines Freifunk Projekt, Vorschläge und Tips

Hallo,
ich würde gern in meinem Dorf einen Freifunk Knoten betreiben.
Dieser soll nach Möglichkeit unseren Gemeindesaal und die Feuerwehr versorgen inkl. Vorplatz und auch einige Anwohner.
Bei uns im Dorf ist die LTE bzw. UMTS Versorgung sehr sehr schlecht und es gibt auch in den öffentlichen Gebäuden keinen Internetzugang. Etwas schwierig wird es, da ich leider 400m Luftlinie entfernt wohne und die Sichtverbindung auch nicht optimal ist, aber testen würde ich es doch gern.
Ich habe mal als Anlage meinen vorläufigen Plan mit dran gehängt. Vielleicht habt ihr da ja noch die ein oder andere Empfehlung für mich.
Genehmigungen für die Gebäude etc. hole mir natürlich ein, da ich ganz gute Verbindungen zu unserer hiesigen Gemeinde habe.
Wie macht ihr das bei öffentlichen Gebäuden? Reicht euch da die einfache mündliche Zusage, dass ihr Router anbauen dürft oder macht ihr eine schriftliche Nutzungsvereinbarung etc.

Hier mal mein vorläufiger Plan:
Projektplan

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Toll!!

Wenn Du den Standort des 3600ers zuverlässig „unter Kontrolle“ hast, dann ist das gut.
Wenn nicht, dann solltest Du ggf. schon bei Dir daheim den ersten Freifunk-Router (z.B. einen 1043V2/3) hinstellen und über die CPE510er-Strecke „Batman“ sprechen lassen (und nicht mehr „privates Internet“).
Also das was aus dem gelben Port des Freifunk-Routers herauskommt bei der Standardeinstellung „Mesh on Lan“.

Hier, hier und hier haben wir das auch so gemacht. (Die 5GHz-WDS-Stationen sieht man im Nodegraphen natürlich nicht, da sie „transparent“ sind und auch keine Daten zur Karte senden. Daher nur die Endpunkte der dort jeweils per kurzem Kabel angeschlossenen Freifunk-Router.)

Hast du Bilder von der „Sichtverbindung“? Ich plane momentan auch durch einige Hindernisse durchzukommen, aber hier wurde mir stark zu einem Set aus 2x Nanobeam AC 19db (5 GHz) geraten weil Sektor oder Beam noch mal einen deutlichen Unterschied bei schwierigen Verbindungen machen kann. Die Kosten aber auch etwas mehr und man verliert die Möglichkeit Point-To-Multipoint sinnvoll zu machen. Ich werde auch, so wie Adorfer sagt bei mir einen Router haben, dann per LAN mit einer Nanobeam verbinden die als komplett transparente Bridge arbeitet. Für die Freifunk Router an beiden Enden sieht das dann quasi so aus als hätten sie LAN-Verbindung. Aber wie gesagt das ist nur für Point-to-Point geeignet auch weil du die Nanobeams (alle 5 GHz outdoor Geräte) mit original Firmware betreiben musst (!) kann niemand mit dir darüber meshen. Es gibt auch die CPE210-Serie die könntest du mit FF-Firmware betreiben und jeder könnte sich auch da dranklemmen. Halte ich auf dem platten Land aber erstmal für Zukunftsmusik.

Hallo,
ein Foto von der Sichtverbindung habe ich noch nicht. Ich werde am Wochenende mal versuchen eines zu machen und dann mal hier rein stellen. Ich hoffe mal das Wetter spielt halbwegs mit.
Die CPE510 sind nun schon bestellt und ich werde es damit auf jeden Fall erstmal testen. Falls es nicht geht, muss ich eh auf eine andere Lösung umschwenken.
Ich wollte ursprünglich keine Bridge machen, da eventuell noch ein zweiter CPE510 als Client dienen sollte, aber das ist alles noch Zukunftsmusik. Erstmal eine Verbindung stabil zum laufen bekommen, das ist das vorrangige Ziel.
Für die CPE510 gibt es doch aber auch FF Firmware. Link

leider darfst du mit der 510er ohne DFS nur 20mW Senden … das macht wenig Spass.
PS: Die Stockfirmware macht 200mW mit DFS

Das Problem ist: rechtlich ist der Betrieb damit nicht zulässig. Du musst DFS auf 5 GHz implementieren (das macht Kanäle frei die vom Wetterradar etc. genutzt werden) und das hat zumindest Gluon nicht. BTW: Ersetz mal das 2.8 GHz überall durch 2.4.

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Ja stimmt, das hatte ich gelesen, deshalb auch die Original Firmware.

Eine so große Halle habe ich zumindest nicht.
Denn Outdoor darfst Du die nicht ohne DFS betreiben, auch nicht mit reduzierter Leistung.