Oberkassel nähe Belsenplatz

Tja, da dachte ich, stell’ doch mal einen Router ins Fenster und frage brav bei meinem Provider nach (QSC), doch der mag einen Freifunk-Router an meiner Leitung nicht gestatten. Bleibt also theoretisch mesh - praktisch scheint laut Map hier auf der linken Rheinseite aber überhaupt noch kein Freifunk zu existieren. Richtfunkstrecken scheinen bei einer Mietwohnung im 1. Stock und keiner Sicht auf irgendwas weiter entferntes auch recht utopisch - irgendwelche anderen Ideen? (außer Providerwechsel und Umzug…)

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„Tja, da dachte ich, stell’ doch mal einen Router ins Fenster und frage brav bei meinem Provider nach (QSC), doch der mag einen Freifunk-Router an meiner Leitung nicht gestatten.“

Die Aussage kannst du getrost ignorieren, QSC geht davon aus das du deinen Anschluss teilst. Dies ist bei dem FFRL Konzept aber nur indirekt der Fall. Du teilst nur Bandbreite, sämtliche Daten werden verschlüsselt zum FFRL gesendet und dort ins Internet ausgekoppelt.

Ergo:

  • Dein Provider kann gar nicht feststellen ob du einen Freifunk Router betreibst
  • Deine private IP-Adresse (Welche zu QSC gehört) wird für keinerlei Kommunikation der Clients verwendet. Dies führt dann wieder zu Punkt 1: QSC kann nicht feststellen ob du einen Freifunk Router betreibst :wink:

Ich weiß das viele dann trotzdem das Muffensausen bekommen, aber: QSC wird sicherlich keinen zahlenden Kunden kündigen weil diese einen Verdacht haben. Denn Beweisen können sie vorerst mal gar nichts und wenn sie das versuchen dann verstoßen sie gegen eine Reihe von Gesetzen :wink:

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Zur technischen Klärung:
Dein Freifunkrouter baut eine VPN zu einem anderen Rechner auf.
Eine VPN Sitzung ist ein verschlüsselter „Tunnel“ zur Gegenstelle.

Rechtliches:
Dein Provider darf eine verschlüsselte Kommunikation nicht knacken, selbst wenn er es könnte, um den Inhalt zu analysieren.

Persönliche Anmerkung:
Ich arbeite immer von zu Hause aus auf den Firmenrechnern mit einer gesicherten VPN-Sitzung.

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Darüber hinaus sein angemerkt, dass es keine bestätigten Fälle gibt in denen Freifunkende seitens ihrer Provider „wegen Freifunk“ Post bekommen hätten. Weder Kündigungen, noch „Strafen“, noch konkrete Androhung von „Maßnahmen“.
Will sagen: Selbst wenn es irgendwie „explizit verboten“ wäre (unter der Voraussetzung, dass der Provider überhaupt versteht, was Freifunk genau ist und macht): Solange nicht zumindest irgendwo ein Providerkunde dadurch Nachteile erleiden musste, schätze ich das Risiko für akzeptabel gering ein, dass es dann ausgerechnet bei mir als erstem passiert.

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Nun gut, dann versuche ich es mal mit ein wenig Zauberei…

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Haha, bei QSC nachzufragen ist auch echt schon frech :wink:

Das kannste getrost sein lassen und ignorieren, denn die verdienen Geld mit WLAN-Überwachung (z.B. bei REAL). Ich stand neulich nach einem schauderigen QSC-Vortrag über ihre super WLAN-Produkte (Überwachung, Filter und Datenhandel) auf der Bühne und wir haben unseren Freifunk-Vortrag gestartet mit: „Wenn euch das zu gruselig war, haben wir jetzt was besseres für euch“.

Besser wir lassen die gar nicht so genau wissen, wie und wo wir Freifunk bauen :wink:

Also ich denke das Statement Deines Providers kannst Du getrost ignorieren. Die meisten Provider haben in ihren AGBs entsprechende Klauseln. Außerdem ist das Freifunknetz durch einen VPN-Tunnel geschützt, der sollte nicht so einfach zu knacken sein. Und…auf der Luegallee gibt es einen freifunk-Access-Point… Gruß Marek

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