Point-to-Point - Vorgehensweise

Als Freifunk Newbie und Betreuer einiger Knoten im Umkreis Werl und Wickede werde ich bald um das Thema Point-to-Point nicht herum kommen.

Szenario aktuell ist z.B. ein Mast mit Nanostationen drumherum.
Alle an einem Switch.

Wenn innerhalb eines Kilometers jemand eine Nano aufstellen würde und die beiden meshen sollten…wäre es dann sinnvoller die Hersteller Firmware für diesen Zweck zu verwenden? statt der FF Firmware.
Gegenseite müsste dann auch noch eine Nano extra zu diesem Point to Point Zweck aufstellen?

Anders gefragt: Wie geht man generell vor bei sowas?

Schöne Grüße

Wir haben auch über einen Kilometer mit Plasterouter laufen.

Vorteil: wenn sich dazwischen was ergiebt (Nutzer oder neuer Standort), dann ist es unproblematisch.

Bei größeren Distanzen würde Ich P2P z.B. Mit den Ubiquitis ne Bridge auf deren Firmware bauen.

1 Like

Innerhalb eines Kilometers ist es -wie ich inzwischen sagen kann- mit zwei Nanostation M2 („non-Loco“) kein Problem, selbst innerorts bei 2,4GHz.
Selbst „gut ausgerichtete(!) Nanostation auf Mast zu 841N mit Serienantennen auf Balkon“ läuft bei auf 800m.

Was ich am Anfang unterschätzt habe, gewaltig unterschätzt: Die Richtwirkung der Nanostations in der Elevation. Gerade die „großen“ haben wirklich n ur 11 Grad Öffnungwinkel." 5 Grad mehr oder weniger sind da Unterschied wie Tag und Nacht.
Und man sollte es nicht glauben, aber auf einem Ziegeldach mit allerei windschiefen Aufbauten ist es gar nicht so einfach zu beurteilen, was „senkrecht“ ist. Denn auch Antennenmasten müssen nicht zwangsweise (noch) senkrecht stehen. Daher gilt für mich: Keine Richtantenneninstallation mehr ohne Wasserwaage!

Glaube du verwechselst die Nanos mit irgendeinem anderen Gerät…
Lt. Hersteller haben die die großen nanostation M2 Öffnungswinkel von H 55° / V 53°
und die kleinen Locos H 60° / V 60°.

Laut Datenblatt http://www.ubnt.com/downloads/datasheets/nanostationm/nsm_ds_web.pdf
gilt für die Nanostation M2 (NSM2): „45° (H-pol) / 45° (V-pol) / 45° (Elevation)“
Das ist aber nur die halbe Wahrheit, wenn man sich das Elevation-Diagramm mal anschaut.
15 Grad „zu hoch“ gepeilt->-10dB! Das ist dann die Differenz zwischen -71dB und -81dB… bei ersterem bekommt man noch ziemlich stabile 140MBit/s als Link „über den ganzen Tag“, bei anderem allenfalls nachts mal kurzfristig 6MBit/s, sonst eher unbenutzbare 1MBit/s mit >100% retransmission retries.

1 Like

Tatsache!
Bin blind davon ausgegangen, dass es in etwa so aussieht wie bei der Loco (da schon fast Sektor-Verhältnisse).
Ärgert mich doch im nachinein, da Loco wohl die bessere Wahl gewesen wäre…

Denke, dass noch viele in diese Falle tappen werden, gerade als Anfänger…

Danke Dir für die Erkenntnis. :wink:

Naja, vielleicht kannst Du ja mal mit mit jemandem tauschen, der NSM2 braucht „Verhältnis 1:2“… :wink:

Und ja… wo ist hier senkrecht…


(das ist die Blickperspektive, wenn man auf dem Dach hockt mit dem Schraubenschlüssel und der Wasserpumpenzange in der Hand…)

Daher: Kleine Wasserwaage ist jetzt fest gebucht für den nächsten Dachbesuch.

Naja hab 2 Stück am Mast hochgezogen und das nicht mal bei mir Zuhause. Ich werde Sie wahrscheinlich dran lassen…

„45 Grad Öffnungwinkel“ heisst aber auch: Für einen Vollkreis braucht es 8 Geräte…
Dann schon lieber eine LocoM2, die hat immerhin 60 Grad öffnungwinkel, als 2 Geräte gespart… :wink:

Für Vollkreis ist kein Bedarf da, da er am Flussufer wohnt. :wink:

hast du die Kabel eingetaped? warum?

Weil ich mir das Toughcable oder die gute Schlauchleitung gespart habe. Sprich: Ich bin mir nicht sicher, wie UV-stabilisiert der Mantel ist. Daher eine „Zerschellschicht“ für die Sonne, Selbst wenn die nach einem Jahr bröckelig wird, das Jahr habe ich damit gewonnen.