Quereinsteiger-Fragen zu Grundlagen

Hallo zusammen. Als Quereinsteiger, mit durchaus technischem Hintergrund, habe ich noch Fragen.

  1. Angenommen die Bandbreite am eigenem Uplink (1Mbit down/128kbit up) daheim geringer ist als die Bandbreite des Grundrauschen (angenommen 2 MBit). Was passiert mit dem Node wenn er aufgrund der Bandbreite noch nicht einmal das „Grundrauschen“ voll aufnehmen kann? Inwieweit macht es Sinn so einen Node überhaupt zu betreiben wenn er nicht Teil eines WLAN-Mesh ist.

  2. Sofern ein Node „offline“, also ohne eigenen Uplink, betrieben wird, inwiefern macht das Sinn wenn er der einzige im Ort ist? Schafft man damit nur einen „toten“ Accesspoint? Macht es Sinn so einen in die Karte einzutragen? Er würde ja weder einen Status anzeigen können und würde permanent „offline“ erscheinen.

  3. Wenn dem Node nur begrenztes Uplink-Volumen zur Verfügung gestellt werden könnte (Beispiel: 50GB/Monat), was wäre besser: Die Bandbreite des Node so einschränken das er bei maximaler 24/7 Auslastung das Volumen über den Gesamtzeitraum verteilt (würde wieder zu Fragestellung 1. führen) oder besser volle Bandbreite für den Node, ihn aber im worst case bereits nach dem ersten Tag des Monats offline gehen lassen weil sein Quota (nur allein Dank Grundrauschen) voll ist?

  4. Um das Problem mit der Bandbreite des Grundrauschens im Uplink zu umgehen, wäre es sinnvoll den Node komplett im Internet zu virtualisieren und die Hardware vor Ort nur zu nutzen um (mittels Selbstbaufrickellösung) eine transparente Bridge zwischen WLan und dem virtualisiertem Node zu bauen? Dann könnte man mindestens einen Accesspoint (ohne Mesh?) bereitstellen und das Grundrauschen läuft überwiegend nur bis zur VM?

Danke

Vorraussetzung: Gluon als Firmware

Er bleibt offline

Ja, mit IPv6.

Ja, das kann man machen, aber das ist nicht der eigentliche Sinn von Freifunk.

zu 2: es macht immer Sinn Knoten aufzustellen. Die anderen haben dann keine Ausrede mehr, dass es keine Knoten in der Nähe gibt ;-). Außerdem gibt es direkt eine größere Freifunk-Wolke, wenn noch mehr Menschen solche Knoten aufstellen. Man kann dann den Menschen zeigen, wie Toll Freifunk ist und wo man ihn empfangen kann. Und wenn sich jemand entschließt, einen Uplink zu spenden, gibt es dann sofort Internetzugang in dieser Wolke. Die Wolke ohne Internet arbeitet auf IPv6-Basis. Man kann einen eigenen Kartenserver in der Wolke aufsetzen bzw. den Graphen präsentieren …

zu 4: Eliminiert man das Grundrauschen, eliminiert man auch eine kohärente Freifunk-Wolke. Man kann aber vor Ort eine andere, identische aufbauen und wenn jemand mit einem besseren Uplink daherkommt, kann man dann das eigene „Setup“ abreißen. Kurze Vorgehensweise auf die Schnelle:

  1. den eigenen vServer wie einen Knoten mittels fastd an die FF-Wolke hängen.
  2. einen layer2-Tunnel zu sich aufbauen
  3. mittels ebtables allen Broadcast außer DHCP-Anfragen von innen sperren
  4. bat0 und Tunnel brücken

bei sich Zuhause

  1. eigene Kiste entsprechend anpassen, so dass sie diesen Tunnel mit eigenem bat0 brückt
  2. diesen bat-Datenstrom in einen Knoten mittels MoL/MoW einspeisen
  3. die Freifunk-Wolke permanent überwachen und den Tunnel sofort deaktivieren, wenn ein richtiger Uplink in der eigenen Wolke auftaucht

Die Theorie musst Du dir selbst erarbeiten, wenn Dir hier sonst niemand hilft. Mit ebtables kenne ich mich nicht aus. Ich habe leider keine Zeit Service dafür zu übernehmen. Außerdem weißt Du dann, was Du tust; in der Zeit, in der Du Dich mit der Fehlerbeschreibung bemühst und andere mit derer Analyse und Antwort, hast Du es gelernt und selbst geschafft.

Danke @phip, das ist mal eine passende Aussage.