Richtfunkstrecke durch Gebäude


#1

Hallo,

ich plane eine Richtfunkstrecke zu bauen die etwas über 1km Länge hat. Ich habe bereits den Ubiquity-Rechner bemüht, da stehen da auch ganz gute Bandbreiten drin. Jedoch befürchte ich, dass dort mindestens ein Fehler irgendwo steckt: Die Höhe die man in den Rechner einträgt, ist dies die Höhe überm Boden oder die Höhe vom höchsten Punkt des Gebäudes aus? Da sind mehrere Gebäude im Weg dieser Richtfunkstrecke, dennoch soll es laut Rechner funktionieren wenn ich die Höhe über dem Boden annehme. Ist dies tatsächlich so das man bei 1km Entfernung noch durch Bäume und Gebäude durchstrahlen kann? Das klingt für mich doch irgendwie zu schön…

Vielleicht kann jemand ja dazu was sagen.

Liebe Grüße

Flole


#2

hi

der Ubiquiti Rechner berücksichtig meines erachtens keine Gebäude sondern nur die Bodenhöhe. Vermutlich auch keine Bäume o.ä.

Google Earth Pro kann dies aber sofern deine Gegend in 3D hinterlegt ist. Hier ein Beispiel einer RF Strecke von mir:

1KM durch Bäume geht, wenn es kein dicht bewachsener Wald ist. Ich hab eine Strecke von ca. 1KM wo ein Bach dazwischen ist der mit Bäumen versehen ist. Ich funk direkt quer über den Bach so das 1-2 Bäume die LoS verdecken. Jetzt im Sommer hab ich mit 2 LBE-5AC-23 und BFWA (36dbm) ca. -65dBm was durchaus ordentliche Geschwindigkeit zulässt (nur ist die Strecke noch immer nicht im regelbetrieb, muss da noch viel machen…). Bei mehr Bäumen oder gar Gebäude würde ich sagen: “nogo” Anderseits ist in der oben gezeigten RF Strecke auch die LoS GANZ KNAPP unterbrochen, auf der entfernten Seite ist ein Haus im Weg und mir fehlen vermutlich 1-2m Höhe für freie LoS. Dennoch hab ich da mit NBE-5AC-16 zu LBE-5AC-16-120 (am Hochhaus) ohne BFWA (30dBm) ca. -65dBm und eine Geschwindigkeit von >100Mbit (kann ich aktuell recht schwer messen ist eine grobe Schätzung).

mfg

Christian


#3

MEINST DU DAS ?
Nullhöhe ?


#4

Line of Sight


#5

Nein,die 1 Frage war:
Die Höhe die man in den Rechner einträgt, ist dies die Höhe überm Boden oder die Höhe vom höchsten Punkt des Gebäudes aus?
also: Höhe Über N.N.


#6

Sinnvoller weise die Höhe über dem Boden, denn “Über NN” können die meissten einfachen User ja nicht so “mal eben” bwstimmen.

Wenn man die Höhen in einer 3d-map verwerten wollen würde, könnte man damit dann ja anhand einer Ground-Map die Höhe über NN errechnen.


#7

Richtig.
Höhe Ü.NN + die Gebäudehöhe,bzw die Höhe\Standort Router.


#8

Ich hab einfach mal ein kleines Google Earth Video erstellt was die Strecke abfährt und zeigt was da alles so im weg ist… Sieht alles nicht gut aus, das geht durch viele Gebäude und teilweise auch durch Bäume durch. Da kann die Antenne wahrscheinlich noch so gut sein, da wird man wohl auch mit 2.4GHz einfach nicht durchkommen, oder?


#9

hi

HF überrascht zwar immer aber hier würde ich gar nicht anfangen es zu probieren. Sorry

mfg

Christian


#10

Wir haben mit zweimal LiteBeam ac über ca. 200m mit Bäumen (dichte Laubkrone Platanen und auf der Gegenseite verwilderte Schösslinge, ca. 1 Baumreihe auf der Gegenseite im Sommer (zu Beginn der langen Trockenzeit) über Freifunk-Mesh gemittelte 20-25 MBit Realdurchsatz, jetzt durch den geringeren Wassergehalt auch bis über 30MBit. Vorher hatten wir die Gegenstelle weiter im Wald, da gab es im letzten Jahr im Sommer immer wieder Abbrüche (ca. 1 Baumreihe mehr).
Insgesamt nicht wirklich gut.
Hier zuhause habe ich mit LiteBeam ac gegen NanoBeam 16 ac über gut 200m mit Haus dazwischen praktisch keine Verbindung bekommen (meine Seite innen im Spitzboden durch Dachpfannen/Außenisolierung ohne sichtbares Alu. Gegenstelle frei im 2. OG am Balkon).

Am besten Hardware leihen und testen, aber bei 1km würde ich bei Hindernissen nichts erwarten.


#11

Vergiss es wieder. Wenn Du 1km überbrücken willst brauchst Du relativ freie Bahn. Durchvreflektionen kann man manchmal auch ohne Sicht gute Ergebnisse erzielen, aber wenn da ganze Gebäude zwischen sind sehe ich nicht, wie das Signal ankommen soll. Das sind ja kaum ale Fachwerkhäuser oder so…

Du kannst dir in deinem kopf einen laser von a nach b vorstellen. Flächen sind teilweise spiegel. Wenn Du da nicht siehst wie das Licht von a zu b kommen soll sehe ich schwarz. Selbst wenn das Haus relativ durchlässig wäre, sie Dämpfung wäre für diese Distanz zu hoch.

Der Rechner rechnet natürlich auf Sicht. Er müsste ja genau wissen welche eigenschften das Haus hat um sinnvolle ergebnisse zu liefern. Stahl/Glas Architektur mit bedampften Scheiben verhält sich anders als die Lehmhütte.


#12

Schau dir das ganze nochmal von einem Häuserdach weiter links an.

Kennnst du Eventuell jemand in der Mitte (auch links oder rechts ) mit dem du Meshen könntest ?


#13

Zwei Postings drüber erklärt Du es (so scheint es), Du verlinkt sogar noch den Wikipedia-Artikel.
Und jetzt das?!?

Trollst Du vorsätzlich?

Dafür braucht man in der Regel Zugriff auf historische Rechenmodelle.
Für Studierende in Geoinformationsfachrichtungen natürlich möglich, die haben auch die nötigen Tools.
Aber sinnvollerweise sollte man in dem Fall (für die Laien-Kompatiblität) bei üblichen (gesetzlichen) Werten bleiben wie z.B. Höhe NHN.
(Ja, mit einem “ordentlichen” Ourdoor-Garmin kann man das natürlich auch umrechnen mit einem Trick. Den natürlich auch Geocacher vorbeten können, die sich für entsprechend fortgeschritten halten. Und Onlinetools gibt’s auch. Wer Spass dran hat, der möge das hier gern verlinken. Ansonsten ist das aber eine ziemlich OSM-lastige Diskussion, die hier kaum sinnvoll geführt werden kann.)