Theorie und Praxis: LOS und WLAN-Links ohne?

Ich versuche derzeit zu verstehen, was in unserem Netz passiert. Genauer: was aus den hübschen Theorien von Line-of-Sight (LOS), freier Fresnel-Zone usw. geworden ist — denn hier bilden sich gar merkwürdige Links.

Die Positionen der Knoten auf der Karte stimmen; die NSM2 steht draußen, aber der Knoten im ALEX steht definitiv innen, irgendwo in einem Büro, am VDSL-Uplink. Und das Gebäude der Sparkasse ist sehr real. (Der Knoten dort steht im Serverraum; Freifunk-SSID indoor über bestehendes WLAN per VLAN.)

Auch so ein Link, den es imho nicht geben dürfte. Über knapp 200m durch Gebäude, und dennoch 16% TQ?

Ich hab’ noch ein paar ähnliche, mir nicht wirklich erklärliche, Linkbildungen, eine zum Abschluß:

AFAIK steht zumindest der Vorbohle-Knoten im EG; wieso da durch eine Häuserzeile hindurch sowohl zu Knoten des Kreises als auch denen zur Sparkasse ein WLAN-Link funktioniert, erschließt sich mir nicht?

Was übersehe ich? Die 2%-Links ganz oben haben wir als »wohl über Reflexionen« uns erklärt; aber bei 130m noch 82% durch Häuser hindurch, das irritiert.

Daß der 841v9 häufig eine Seite der Verbindung ist, liegt primär daran, das in unserem Netz überwiegend 841v9, sowie nun verstärkt 1043v2, verbaut sind.

Schau mal auf den statusseiten wie viel Mbit die Links effektiv haben, die 82% sagen ja nur, dass so viele Pakete durchkommen. Wir haben auch schon links durch Gebäude gebaut oder aber Glasfassaden als Spiegel genutzt. Gerade nachts, wenn das Hintergrundrauschen gering ist und Die anderen WLANs auch weniger zu tun haben ergeben sich auf einmal Linkstrecken über mehrere Kilometer.

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