Warum die meisten Router mit 4db weniger als der erlaubten Leistung senden

Ich gehe davon aus, dass der von Dir vorgeschlagene Weg (Regdomain und Tx-Power im „Expert-Mode“ des Einrichtungsassistenten erreichbar) für exakt das Gegenteil sorgen wird:
Haufenweise mit Regdomain „00“ auf TxPower „30“ herumbrüllende Freifunknodes.
Ähnlich der Windowsrechner, in dem irgendwelche Experten sämtliche Registery-Tweaker benutzt haben, damit der Rechner „schneller“ wird…

2 Likes

Das Problem wird (für Gluon) übrigens hier getrackt:

Das Upstreamissue (bei OpenWRT) wurde dazu vor wenigen Tagen auf „wontfix“ gesetzt:

https://dev.openwrt.org/ticket/16744

Danke @tcatm … Aus unerfindlichen Gründen hält sich das Gerücht beharrlich, dass es das Problem nicht gibt.

Dass die gesetzlich regulierte Leistungsangabe sich auf EIRP bezieht, also das Produkt aus Leistungszufuhr vom Sendemodul oder Verstärker und Antennengewinn, scheint ebenfalls irgendwie immer noch nicht einstimmig klar zu sein.

Vielleicht wäre ein Frontend im Config Mode tatsächlich die beste Wahl. In diesem müsste Verstärkerleistung und Antennengewinn jedoch einzeln auswählbar sein und immer maximal 20 dbm ergeben, mit einer kleinen Checkbox, die zunächst aktiviert werden muss, um die Werte unabhängig voneinander festlegen zu können. Am besten an der Checkbox auch direkt den erläuternden Disclaimer das man ggfs. beim Setzen der Checkbox zu hohe Werte festlegt…

1 Like

Erstmal bräuchte man in OpenWRT (oder evtl. gleich direkt in Linux) ein Framework, das mit Verstärkungen/Dämpfungen umgehen kann. Dann müsste man OpenWRT endlich beibringen die Ubiquiti Geräte auseinander zu halten und die entsprechenden Werte zu kennen.

Eine simple Configmode Seite in Gluon wäre mir zu komplex und würde das Problem auch nur für Gluon-Communities lösen. Wenn OpenWRT entsprechend vorbereitet ist, können wir überlegen wieviel davon dem Benutzer überlassen werden kann. Wahrscheinlich wäre das nur noch der Antennengewinn, und auch nur bei Geräten mit abnehmbaren Antennen.

Wenn ich mich richtig erinnere steht das übrigens bei TP-Link Geräte bereits im Flash (in einem Teil, der von OpenWRT nicht überschrieben wird) und funktioniert dort korrekt.

da fehlt dann aber noch ein abschließendes „wifi“

iwinfo wlan0 txpower
uci set wireless.radio0.country=00
uci set wireless.radio0.txpower=21
uci commit
wifi

iwinfo wlan0 txpower

Anyway - mehr als txpower=21 hab ich auf dem 841er-TEST-Gerät nicht hinbekommen…
… da wachsen die Bäume also nicht bis ganz in den Himmel.

Ob es sich lohnt für 25mW ins illegale zu rutschen?

Die Reichweite wächst mit dem Quadrat der Sendeleistung
=>doppelte Reichweite benötigt 4-fache Sendeleistung.
!Ob da wird bei 25mW extra wirklich Reichweite generiert wird??

Also ich fände es gut wenn ich bequem eintragen könnte was ich alles an gewinnenden und abschwächenden teilen dran gefummelt habe, und mir die Firmware die Sendeleistung automatisch einstellt.
Was mache ich wenn ich an einen der Router die original Stabantenne gegen eine 12dBi austausche?
Ich finde nicht einmal eine Angabe wie man dBi, dBm und mW umrechnet. Alles was ich bisher gelesen habe ist das 2,4 ghz max. 100mw haben darf, und 5ghz max. 1000mw.

Daher, macht das Thema Antennen Gewinn und Verluste Anfänger freundlicher.

Bringt nichts, da das niemand von uns messen kann…

1 Like

Das Messen haben doch die Hersteller der Antennen schon gemacht. Was ich als Anfänger wissen möchte, was muss ich beachten wenn ich da eine 12 dBi Antenne rauf schraube, muss ich die Leistung drosseln? wenn ja wie viel?
Für mich sieht das nach einem reinen mathematischen Problem aus.

Hallo :smile:

Ganz einfach…
EIRP [dBm] = Ausgangsleistung UE [dBm] + Dämpfung [dB] + Antennengewinn [dBi]

Zb.
21dbm (ap) + 12dbi (antenne) = 33dbm

Das i bei db steht für den Bezug auf einen isotropen strahler, da brauchst du nichts umrechnen.

LG

Das ist doch reine Theorie!
Ob die Antenne tatsächlich den angegebenen Gewinn erreicht, hängt von so vielen Faktoren ab, und gerade bei den zugekauften Antennen die ursprünglich irgendwo in Fernost produziert wurden, gibts eben keine aussagekräftigen Diagramme dazu.

Nur weil jemand da 12db drauf schreibt, muß die noch lange keine 12db Gewinn haben.
Und Fehler bei diesen Angaben tauchen hier i.d.R. nur in der einen Richtung auf.
Das Ergebnis so einer Messung verfälscht sich schon, wenn ich einen reflektierenden Körper in der Nähe aufstelle.

Ausserdem kommen Verluste beim Kabel, den Steckkontakten etc, hinzu die zu allem Überfluss wieder stark von der Präzision abhängig sind mit der sie verarbeitet wurden.

Selbst die Menge Lötzinn am Ende des Koax-Kabel auf der Router-Platine hat bei diesen Frequenzen nicht unerheblichen Einfluß auf die Anpassung der Antenne.

Zum Thema was man messen kann:

„Wenn“ ein WLAN-Gerät eine Antennenbuchse hat, kann man mit geeigneten Messgeräten (in den Messwagen gibts sowas) die Sendeleistung messen - bei fest verlöteten Antennen kann man so nicht messen.

Das ist aber auch gerade mal alles!

Antennen zu Messen ist extrem aufwändig, und ausserhalb eines geeigneten Labor (reflektionsfreier Raum) nahezu unmöglich.

Ist nicht Böse gemeint, aber bei uns nennen wir so was Korinthenkackerei :slight_smile:

Nach dieser Formel berechnen Amateurfunker auch ihre Werte für die Plausibilitätserklärung.
Hier gibts auch einen Rechner der die von dir angesprochenen Werten mit einschließt.

LG

Ich bin selber seit >35 J Funkamateur, habe selbst schon SHF-Komponenten gebaut, und weis sehr genau, wovon ich rede :wink:

4 Likes

Na dann gerade dir als OM sollte klar sein, das bei dem bisschen Leistung was hier
verwendet, wird in Kombination mit „hochwertig produzierten“ China Antennen es sicher
moralisch nicht bedenklich ist die Formel zu benutzen :smile:

73

1 Like

Die von dir verlinkte Formel nützt dir herzlich wenig, da dir schon die erforderlichen Grund-Daten nicht zur Verfügung stehen (bsp.: SWR)

Berechnen kannst du alles Mögliche, nur wird in so einem Fall das Ergebnis mit der Realität nicht unbedingt übereinstimmen.

Ich meine auch nicht den Link, sondern den Post davor. Als Faust Formel benutzen wir das schon seid Jahren für RF Anlagen, außer es geht um Ku / Ka Band.
Aber wenn du natürlich bis auf den kleinsten nenner alles berücksichtigen möchtest, was völlig korrekt ist, steig ich mal wieder aus.

Wenn die Voraussetzungen stimmen kann man das ja auch machen, aber bei der Hardware die hier verwendet wird, gibts zu viele Unbekannte.

Zum Thema Papier (Antennen) ist Geduldig - da kann mann alles drauf schreiben… :wink:
Siehe auch http://www.brennpunkt-srl.de/Omni-Rundstrahl-Antennen.html

Jetzt können sie den Angaben der Anbieter auf den Zahn fühlen.

Sehen sie sich mal so die verschiedenen Angaben zu den Omni-Antennen an. Eine blanke Katastrophe!
Da gibt es 15dBi-Antennen mit 30° Strahlungsbreite - das würde heißen, die Antenne strahlt 10 mal soviel Energie ab, wie man ihr übers Kabel zuführt!? Falls die Strahlungsbreite stimmen würde, hätte die Antenne wiederum nur 1/10 ihres angegebenen Gewinns, also 10dB weniger. Was jetzt?
Man findet 19dBi-Antennen mit 9°. Auch um 600% bzw. fast 8dBi daneben!?

1 Like

Das irritiert mich jetzt aber. War der Gewinn nicht auch immer mit auf die Empfangsrichtung bezogen? Wenn der Gewinn nur vom Öffnungswinkel abhängt, was Bringen mir dann riesige Antennen von über einem Meter oder Sattelitenschüssel ähnliche Gebilde?

Der Gewinn einer Antenne bezieht sich sowohl auf Senden u. Empfang einer Antenne.