WDR4900 defekt – Reparatur- oder Ersatzvorschläge


#1

Nach einigen Jahren Dauerbetrieb hat sich mein 4900 nun wohl verabschiedet, er ist schlicht ausgegangen, keine Led leuchtet mehr. Das Netzteil ist in Ordnung. Im Innern sehe ich keine für mich als Laien offensichtliche Defekte (z.B. geplatzte Caps).

Ich würde trotzdem einfach mal raten, dass es an der Spannungsversorgung liegt. Weiß jemand, wo man dort welche Spannung anlegen müsste, um den ersten Wandler zu umgehen o.ä.? (Foto des PCB)
Oder Ideen, wo ich das Multimeter zwecks Diagnose hinhalten könnte?

Zum Anderen: Angenommen, das Teil hat irreparabel das Zeitliche gesegnet, was wäre ein würdiger Ersatz? Der über den 4900 offgeloadete Outdoor-AP sieht regelmäßig 30 Clients.
Sind die Archer C5/7 ähnlich performant wie der 4900? Hat sich der Futro bewährt? (Der wäre wohl günstiger zu kriegen als die diversen TP-Links, die aktuell wohl für 50€ bei eBay weggehen.) Ich habe die Szene seit langem nicht verfolgt …

(Zur Klarstellung: Der Router muss und soll nicht funken, zumindest nicht auf 2.4 GHz; es geht mir primär um die Leistung als Offloader.)

Hast du zufällig noch einen passenden Router (C7?) von mir rumliegen, @MrMM? :wink:


#2

Moin,

Für 30 clients und mehr ist der Archer c5/c7 wunderbar. Wenn ich nicht falsch liege hat er eine schwächere cpu, verbraucht dafür weniger strom (sollte trotzdem circa 80 mbit mit l2tp können). Einziger Nachteil: trotz AC und mimo ist das 5ghz Wlan nicht so gut was die Reichweite angeht. Nach einer Wand ist da Feierabend. Keine Ahnung ob der 4900 da besser ist.


#3

Die C5/C7 haben einen wesentlich schwächeren SoC.

Einen futro hätte ich dir hier.


#4

Super, den nehme ich gern. Habt ihr auch Erfahrungen mit dem UBNT ER-X? Durch den Stromverbrauch sollte sich der höhere Preis ja schnell rentieren. Wenn das möglich/sinnvoll ist, würde ich dann langfristig den anschaffen.


#5

Wir haben ein paar erx im betrieb. sehr nette hw… und preformanter als der 4900…


#6

Moin,

wie hast du das getestet? Kaputte Netzteile können durchaus noch die Nennspannung erzeugen, die dann aber stark einbricht, sobald die Stromstärke nur minimal steigt. Hast du es mit einem anderen Gerät getestet oder ein Voltmeter drangehalten? Letzteres ist kein valider Test.

Liebe Grüße
Matthias


#7

Vielen Dank für den Hinweis, denn ich habe tatsächlich einfach nur mit dem Multimeter am nicht eingesteckten Stecker geprüft; ein zweites Netzteil habe ich nicht.

Auf die Gefahr hin, wieder völligen Quatsch zu messen: Wenn der Stecker angeschlossen, der Router aber per Druckschalter ausgeschaltet ist, liegen zwischen dem Pluspol der Buchse (mittig hinten) und Erde (Antennengewinde) 12.4 V; eingeschaltet schwankt der Wert und ist schwer ablesbar, scheint aber zwischen 0.3 und 1 V zu liegen.

Dann habe ich mutig weiterexperimentiert und ein Labornetzteil auf 12 V gestellt und auf die angegebenen 2.5 A limitiert, angeschlossen, Router angeschaltet. Da griff sofort die Strombegrenzung.

Wie dem auch sei, die pragmatischste Lösung ist wohl, ihn zumindest erst mal zu ersetzen. Ein Futro macht sich hier bestimmt gut. :wink: