Welcher AP für Abdeckung 120-180 Grad (indoor)

Mein 842n (FF-DU-Buchholz-Aesculap-Apo, rg-west) bringt in der gegenüberliegenden Pommesbude keine ausreichende Abdeckung. Der Router steht hinter einer großen, alten Schaufensterscheibe (ohne Metallisierung). Was ist sinnvoller, noch einen weiteren 841er in die Pommesbude stellen (und dann eventuell einen weiteren mesh-Weg zum Cafe FF-DU-Buchholz-Muenchener16 zu bauen) oder lieber den 842er durch etwa zu ersetzen, was nicht die halbe Leistung in die falsche Richtung strahlt?
Die CPE210 sind wahrscheinlich zu eng strahlend, oder?

Hast du mal einen Kartenlink?

Built-in 9dBi 2x2 Dual-polarized Directional Antenna
Beam Width: 65° (H-Plane) / 35° (E-Plane)

Ich würde einfach mal diese Anleitungen wo die Antenne mehr gerichtet ist ausprobieren:

z.B. http://www.heise.de/netze/artikel/Die-0-Euro-Antenne-223704.html

Kartenlink: Freifunk Ruhrgebiet West - loading...
Die Pommesbude ist gegenüber in Hausnummer 12. Habe gerade mal testweise den FF-DU-Buchholz-Muenchener23 tief im Innern an die Wand gehalten. Er mesht sowohl mit gegenüber als auch mit der 16 zwei Häuser weiter in der Espressobar. Speedtest kam auf 3-5 MBit (direkt am Uplink bekomme ich per WLAN 5-6 MBit).
Lieber wäre mir allerdings, wenn ich den zusätzlichen AP sparen könnte, um die Anzahl an Knoten gering zu halten. Andererseits sind die so schön billig…
Weiterhin will ich in Hausnummer 8 (Sonnenstudio) auch noch einen Knoten hinstellen und von meiner Seite aus per WLAN versorgen. Ich habe nur Bedenken, dass die vielen Vermaschungen auf derselben Straßenseite (8 mit 12 mit 16 und alle beziehen eigentlich denselben Uplink) dann unnötig Airtime kosten. Oder ist das kein Problem?

MESH kostet immer Airtime. Aber so ist es nun mal.

Hast du andere Möglichkeiten, ich sehe keine. :smile:

Ja.
ggf. Überkopf an die Decke/den Fenstersturz hängen mit reichlich DC-Verlängerung (3-5m).

Mit Richtfunk sorgst Du dafür, dass Du allenfalls dafür, dass in dem Laden ein starke Freifunk angezeigt wird, aber die Clients bekommen schon Probleme, mehr als überhaupt eine IP-Adresse per DHCP zu erhalten.

„Richtfunk vs Mobilgerät“ funktioniert nur wenn es wenig Hintergrundstörungen gibt. Also weder andere WLans auf der gleichen Frequenz, noch konkurrierende Clients, die näher am Richtfunk-Router sind.

Danke für den Hinweis. Ich dachte eher, dass ich weiter in den Raum gehe, damit die Verbindung zur Espressobar (H-Nr. 16) schlechter wird. Ich habe vom geplanten Standort im Raum Sichtkontakt zum Upload-Router. Verbindung war gut, der 841er hat definitiv bessere Antennen als das iPad.

Verständnisproblem: Auch bei Richtfunk darf in eine Richtung nur mit 100 mW gesendet werden. Lediglich beim Empfang gewinnst du etwas. Wenn es schon ein Ausleuchtungsproblem gibt, kann nur ein zweiter Router helfen.

Oder du setzt bei dir einen Außenrouter hin, z.B. eine CPE210, dann sparst du schon mal deine eigene Wand.

Die Wand ist eine große Glasscheibe (Schaufenster), meines Wissens nicht bedampft (zumindest ist draußen gute Funkversorgung).
Ich hänge in die Pommesbude noch einen 841er. Gibt’s für rg-west schon Firmwarefür die v10?

Jedes Hindernis zieht Sendeleistung ab. :slight_smile:

Ja, aber in meinen Augen und in der getesteten Situation steht der Wanddurchbruch (Vermieter fragen) in keinem Verhältnis zum zu erwartenden Gewinn. So steht der Router im Holzregal mit freier Sicht durch Glas. Einfacher geht es nicht.

Ich gehe davon aus, dass es bald so ziemlich für jede Community V10er-Firmware gibt. Einfach weil kein Weg daran vorbeiführt.

Und was das Szenario anbelangt: Ich bin immer weniger von Richtfunk-Geräten überzeugt zur Client-Versorgung. Weil die zwar ganz toll senden, aber leider auch den Hintergrund-Müll lauter „hören“, der vor und hinter dem Client in dem Kegel vorhanden ist.

Baue 841er hin.
Und wenn das Mesh zu schlecht wird, dann stelle sie im 2er-Pack raus mit einer Frequenz für’s Client-Netz und einem auf der Frequenz für’s Meshnetz. (Kann man immer noch nachrüsten bei Bedarf)

Und wenn die Fensterscheiben-Lösung nicht reicht, dann frage ob Du den Router in den Kasten der Leuchtreklame legen darfst. Dann muss da nur irgendwie Dauerstrom und eine Steckdosenleiste hinein.
Solche Router bringen nach meiner Erfahrung mehr als Nanostations im 3. OG oder gar am Kirchturm.

Das Fenster lässt sich doch sicherlich öffnen? Dort kannst du ein Flachband-Ethernetkabel durchführen und dann per PoE (Power over Ethernet) einen Außenrouter mit einer Halterung in den Fensterrahmen hängen.

So eine Konstruktion ist jederzeit rückstandlos entfernbar und erweitert die Verfügbarkeit deines WLANs deutlich, da der Router dann nicht hinter, sondern vor der Hauswand hängt.

Grüße
Matthias

Danke für die kreativen Ideen. :smile:
Das Fenster ist eine ca. 3x4m große Scheibe, nicht zu öffnen. Aber die Scheibe ist von 1977 ist und offenbar nicht bedampft, so dass der mit praktischen Durchsatzmessungen ermittelte Empfang draußen vergleichsweise gut ist. Lediglich in der Pommesbude gibt es dann weiter hinten im Raum Abschattungen (Theke, Steinsäule, Tür etc.). Insofern wird ein weiterer Mesh-Knoten mit Sicherheit ausreichen. Vielleicht setze ich den auch direkt ans Fenster. Die Querverbindung zur Hausnummer 16 ist wahrscheinlich nicht zu vermeiden.