2.4 GHz Antennen an 2.4Ghz+5Ghz Router anschließen

Hallo zusammen,

aus dem CB-Funk ist mir noch dunkel bekannt, dass das Anschließen von völlig verstimmten Antennen (Stichwort Stehwelle) die Ausgangsstufe in den Hitzetod treiben kann.

Wenn ich nun eine reine 2.4 GHz Antenne extern an einen Dual-Band Router anschließe, ist die 5GHz Ausgangsstufe offensichtlich nicht in der Lage ihre Leistung adäquat auf die Antenne zu bekommen.

Sind hier Probleme zu erwarten?

Wie gut wird ein wdr3600 mit externer 2.4GHz Antenne im Vergleich zum WR841nd? Gleichwertig? Fast so gut?

Danke & Gruß

Du wirst ihn damit nicht direkt zerstören, aber den 5GHz-Teil kannst du mit so einer Antenne dann völlig vergessen, oder am besten gleich abschalten…

Die 2,4 GHz-Antennen sind häufig intern. Die externen (abnehmbaren) Antennen sind dann nur für 5GHz zuständig :wink:

Das ist zum Glück weder beim WDR3600er, noch beim WDR4300er der Fall.
WDR3600: (Bilder CC-NC-BY-SA/3.0 http://wiki.Openwrt.org)


4300:

1 Like

Wenn überhaupt würde das nur umgekehrt Sinn machen.
Aber ich kenne auch keinen Router bei dem das so wäre.

Beim TP-Link 4900 ist das so. 3 interne Antennen für 2.4 GHz und 3 externe für 5 GHz.

1 Like

Naja, den würde ich eh nicht zum Funken missbrauchen wollen, dafür ist der schlicht zu wertvoll geworden inzwischen.

Alles klar :wink:

Zumindest bei den Archer-Modellen gibt es aber sowohl interne als auch externe, daher bin ich wohl auf diesen Holzpfad gekommen.

Bevor du an nem WDR3600 irgendwas mit externen Antennen fummelst, investiere lieber in einen 1043nd V2. 2,4 GHz only und mehr CPU Power. Alternativ halt gleich was vernünftiges wie Ubiquiti oder die TP-Link CPE Teile nehmen wenn draußen installiert werden soll.

Es kann durchaus Sinn machen 5Ghz als „Backbone“ Richtfunk auf ein Dach zu schießen und dort als AP per Rundstrahler 2,4Ghz zu verteilen :wink: Ähnliches schwebt mir auch vor. Und da schlägt die Frage in die gleiche Kerbe. Welcher Anschluß beim 3600er ist 5ghz und welcher 2,4ghz?

Das ergibt in der Konfiguration wenig bis keinen Sinn.

Kannst du voll knicken. An jedem Anschluss liegen 2,4 und 5 GHz gleichzeitig an. In Gluon gibts noch keine DFS und TPC für 5 GHz. Zudem ist die 3600/4300 Familie was 5 GHZ betrifft auch sehr schwach ausgelegt. Der sendet maximal mit 17 dBm. Wenn du da jetzt noch nen Kabel anschließt wird noch weniger an der Antenne ankommen.

Backbone zur Zeit nur mit original Firmware sinnvoll.

1 Like

Mal ehrlich, wieviel Fremd-Radar ist zum Nachbardach zu erwarten?
Die Radardetection wird sich über weite Richtfunkverbindungen ggf. auswirken, vielleicht über ein Tal, oder einen Flugplatz/Helipad, aber gewiss nicht 100m zum Nachbarhaus. :smiley:

Das mit der minderen Endstufenleistung zur 5Ghz Antenne KANN über die Entfernung ein Problem sein.
Aber natürlich sind wir hier alle gesetztestreu aus dem Grund macht 5Ghz per Freifunk keinen „Sinn“.

Aber welche Antenne ist denn nun die 5Ghz Antenne?

Cheers

Beim 3600 sind beide Antennen für beide Frequenzen zuständig. Der ansonsten baugleiche 4300 hat drei Antennen, die ebenfalls für beide Frequenzbereiche genutzt werden.
Nachlesen kannst du das u.a bei OpenWrt: TP-Link TL-WDR3600 (N600) [Old OpenWrt Wiki] und [OpenWrt Wiki] toh:tp-link:tl-wdr4300

1 Like

[quote=„ffkaNordwest01, post:13, topic:2579“]
Mal ehrlich, wieviel Fremd-Radar ist zum Nachbardach zu erwarten? [/quote]

Wenn man keine Ahnung hat…
Der Empfänger des Wetterradar detektiert noch Signale bis -120 dBm. Dazu kommt noch der meist starke Gewinn der Radar Antenne. Bezogen auf diesen empfindlichen Empfänger reicht das Signal eines 5 GHz Outdoor WLAN Routers verflucht weit. Umgekehrt sendet ein Wetter Radar mit sehr hoher Impuls Sendeleistung, was wiederum von nem 50 Euro Outdoor Router detektiert werden kann um diesen dann mit DFS auszuweichen.

HF geht seltsame Wege. Auch wenn du nur 100m überbrücken willst kann ein Wetterradar dein Signal noch auf niedrige bis mittlere 2 stellige Kilometer empfangen. Hier ein Bild wie das dann aussieht.

http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Was-3-9-bringt-3-Treiber-Netzwerk-1841580.html?view=zoom;zoom=3

[quote]Das mit der minderen Endstufenleistung zur 5Ghz Antenne KANN über die Entfernung ein Problem sein.
Aber natürlich sind wir hier alle gesetztestreu aus dem Grund macht 5Ghz per Freifunk keinen „Sinn“.[/quote]

Macht schon Sinn, nur die Freifunk Firmware die ich bislang kenne hat das 5 GHz Problem noch nicht gelöst. Spätestens wenn der erste „Freifunker“ von der Bundesnetzagentur wegen Radar Störung hoch genommen wird und das publik wird, ist ein Schaden für den Freifunk schon entstanden. Das gilt es zu vermeiden. Also sollten sich alle Freifunker daran halten ihre Geräte in Sachen Sendeleistung Regel konform zu betreiben. Und das geht bislang auf 5 GHz nur mit der Stock Firmware des Herstellers.

Achja in Karlsruhe am KIT steht übrigens ein Regenradar, nur zur Info http://www.imk-radar.de. Ich glaube nicht das die lange Fackeln werden wenn ihre Radar Bilder komische Streifen machen, weil Tim aus Karlsruhe meint er müsse sich nicht an Regeln bezüglich Sendeleistung sowie DFS und TPC halten. :wink:

1 Like

1 Like

Marc-Andre - btw Du unterstellst mir hier etwas :wink:
Ich halte mich sehr wohl an die gängigen Bestimmungen, und betreibe keinen 5Ghz Link :wink:

Dennoch wäre ich beeindruckt, wenn das KIT mitten im Wald des ehemaligen Forschungszentrums in 9KM Entfernung mein Kanal44 Signal mit ~17dbm empfängt (aus dem Funkschatten eines Stahlbetonbaus) :smile:

Der Laie staunt - der Fachman wundert sich…

Wie bereits von @Freifunker geschrieben, kannst du die Detektoren in einem radargerät nicht mit den Empfängern in einem WLAN-Router vergleichen.
Teilweise werden da Eingangsstufen mit Stickstoff runtergekühlt um das Rauschen zu minimieren.

Dadurch werden Empfindlichkeiten erreicht, die du dir vielleicht nicht vorstellen kannst, aber das ist tatsächlich so!

Hinzu kommt, daß die verwendeten Antennen teilw. >40db gewinn machen.

Das mag ja auch sein, aber würde dann eine FritzBox mit voller 5Ghz Sendeleistung aus einem Hochhaus (zb 10.OG) nicht mehr stören? Dort würde es legitim betrieben. Und welchen Sinn macht es dann überhaupt 5Ghz zu verwenden, denn TPC/DFS (Frequenz-Hopping bzw -Abschaltung) springt dann auf eine andere Frequenz und stört dort, oder würde gar nie funktionieren. Oder gibts in der freien Wildbahn KEINE 5ghz links?

Denn nach eurer Logik wäre das gesamte 5 Ghz Spektrum tabu. Das erschließt sich mir nicht. Sei´s drum.

Im konkreten Beispiel sendet das Wetterradar auf 5620 MHz mit 250 kW (84.2 dBm). Ich denke da kämpfen die Radars noch mit ettlichen anderen Störquellen wie Flugzeugen Vögeln und anderen Objekten und Reflektionen, die bei der Ausgangsleistung nicht doch stärker reflektieren? vor allem auf der gleichen Frequenz?

http://www.radar-info.de/frei.html

5GHz kannst du schon nutzen, aber eben nicht mit der FF-Firmware, da die weder DFS noch TPC beherrscht.
Mit der Stock-Firmware von Ubiquity und anderen namhaften Herstellern funktioniert das sehr wohl

Für reine Link-Strecken stellt das auch kein Problem dar, aber einen öffentlichen Raum auf 5GHz mit einem Router mit FF-Firmware zu bespassen ist Tabu.

Und es geht auch nicht um die Sendeleistung des Radar, sondern um die dort verwendeten empfindlichen Empfänger, die du mit so einem Gerät stören kannst.

1 Like