Abstand Antenne zum Reflektor

Moin.

Mal eine Frage eines Technikinterressierten zu Antennentechnik.

Ist ein Abstand von Lambda/16 von Antenne zum Reflektor in Ordnung? Allgemein wird ja immer von Lambda/8`tel geschrieben.

Oder gibt es da technisch massive Einwände?

Geht um ein Projekt mit Biquad`s.

Gruß

Was auch immer Du da planst: Es wird kaum etwas Sinnvolles werden.
Antennenbau ohne Meßmöglichkeiten ist „Lautsprecherbau für Taube“.

na, du kannst dir das ja mal ausrechnen … wenn ich das jetzt naiv betrachte hast du 12,5 cm lambda und willst davon ein 16’tel … gehen tut das schon, musst halt doppelt so genau arbeiten wie bei 8’tel lambda, sprich unter 1mm genau.
es gibt so nette Antennensimulationsprogramme - vielleicht willste sowas mal ausprobieren … und ganz nett ist natürlich eine signifikante sichtstrecke auf der man messen kann (sowas wie quer durhc den garten mal db mit nachkommastelle messen und so) Muss aber nicht sein, is ja auch „nur“ der reflektor …

Moin.
@adorfer . Witzig, wo Du mein Vorhaben mit Lautsprecherbau vergleichst. Hierzu nur eine kurze Geschichte.
Vor ewigen Zeiten, war so in den 90ern, habe ich mich sehr für high end Hifi interressiert. Bei meinem örtlichen Händler lernte ich einen Mann kennen der kurz zuvor noch zum Entwicklungs.- und Marketingteam bei [Phonar][1] , gehörte. Da ich damals schon den Gedanken hatte mir "schöne" Partyboxen zu bauen, konnte ich ihn dafür begeistern und wir haben ein paar "zusammengeklütert". Er hat berechnet, ich habe gebaut. Als sie dann fertig waren, haben wir sie in einem Hörvergleichstest mit der von Ihm damals mitentwickelten P4, seinem Baby, uns angehört. Ich habe sein Gesicht gesehen als die Partyboxen anfingen zu spielen. :relaxed: Wir hatten etwas geschaffen, was klanglich unglaublich gut war, zu einem Preis...... . Ich habe übrigens seinerzeit 1500,- DM pro Stück für meine P4s gelöhnt.

Merke: Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat.

@fuzzle
Ich habe Maschinenschlosser gelernt. Und arbeiten im Hundertstelbereich sind mir absolut nicht fremd. :yum:
Und wenn du so ein Antennensimulationsprogramm meinst, dann schreibst du glaube ich von…, NEC, glaube ich heist es.

Hört mal Loide, was mir vorschwebt, ist ein Projekt, wo jeder innerhalb seiner Fähigkeiten und seine Fachkompetenz mitwirken kann und auch bitteschön soll.
Die Kunst ist es doch, dieses gewaltige Fachwissen und Können zu bündeln und zielgerichtet einzusetzen.
Um dann das Ergebnis eben dieser Gemeinschaft wieder zurückzugeben und es zusammen nutzen zu können.
Wenn das Projekt in die Hose gehen sollte, was soll`s?! Man hat es zumindest versucht und die daraus gewonnenen Erkenntnisse fließen doch auch der Gemeinschaft wieder zu. :wink:

Schade finde ich nur, wenn schon von vornherein eine Idee als unsinnig abgebügelt wird. Ich habe meine Idee doch noch garnicht wirklich vorgestellt. :confused:

@adorfer Vielleicht ist, oder kennt ein User hier ja jemanden, der die Möglichkeit hat eine Konstruktion auf ihre Qualität zu überprüfen und zu optimieren. Er muss nur gefunden werden und bereit sein seinen Teil dazu beizutragen.
Beispielhaft würde mir jetzt der Student einfallen, welcher das (Antennen)Teilprojekt innerhalb seines Studiums nutzen würde und dort eventuel das entsprechende Messequipment zur verfügung steht.

Aber schluss jetzt, weil mein Geschreibsel eigentlich nüx mit dem obigen Thema zu tun hat. :relaxed:

Nur um nochmal auf meine Eingangsfrage zurückzukommen.
Ich kann also den Abstand der Antenne zum Reflektor halbieren, ohne mit massiven Komplikationen rechnen zu müssen.
Also, so rein theopraktisch, meine ich. :grin:

Gruß

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Dann möchte ich Dir dringend den Rothammel ans Herz legen.
Der ist zwar nicht gerade ein Schnäppchen, aber das Verständnis der zugrundeliegenden Konzepte ist wichtig.
(und auch die Kapitel, die sich mit den Antennen für aufgeregte Gleichspannungen beschäftigen)

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Moin.

Danke für den Tipp. @adorfer

Gruß

@adorfer nice
@Nordrunner wollte dich auf keien Fall aufhalten, DIY Antennen sind was feines … wollte eher damit sagen, du musst halt genauer arbeiten. Und Testen , geht auch im ausreichend großen Freigelände wie Garten etc. am anderen ende remote ein Freifunkrouter und dort eben gemessen was dort ankommt, damit kann man schonmal einiges „bemessen“ … drehen, ausrichten, biegen, verstellen … versch. Antennen etc.

Moin.
@fuzzle . Ja, habe ich doch alles auf dem Schirm. Und wenn es hier vor Ort keine Möglichkeit gibt, dann geht das Pärchen eben auf reisen. Vielleicht in die Berge?, oder auf 2 Türme, wo es sie gibt. Mir soll jedes Mittel recht sein.

Gruß

Moin Gemeinde.

Was ist von folgender Überlegung zu halten? 3x 5db in 45° mit je 150 MBit aus einem 1043 gespeist.
Leider habe ich Antennenseitig nur 15 mm Platz (in der Höhe). Deshalb die Überlegung einen Lambdawert (7,67 mm) von lambda/16 zu wählen.
Wie ich auf den Wert komme:

Lichtgeschwindigkeit: 299792485 m/s
Kanal 7 des 2,4 GHz-Band (die goldene Mitte) = 2442 MHz
299792458 / 2442 = 122765,134316 = 122,77 mm

122,77 / 16 = 7,673125 = 7,67 mm

So in etwa könnte die Anordnung Antennenseitig aussehen:

Das Chassis besteht aus Zinkdruckguß.

Die Verwendung dieser Kombination könnte zum „Ausleuchten“ von Plätzen doch gut geeignet sein.
Allerdings, gerade beim betrachten des Bildes, die waagerechte Antenne sollte ich lieber an den oberen Rand verlegen, damit es nicht zu unerwünschten Reflektionen kommt wegen dem „Kragen“ im unteren Bereich.

Konstruktive Beiträge sind mir willkommen.

Gruß

Moin

So sieht die Antenne übrigens ohne „Umhüllung“ aus.:smile:

Gruß

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Hallo.

Ich kann nicht nachvollziehen, wo du den Wert lamba/16 her hast.
Bei anderen (funktionierenden und bewährten) Antennenkonstruktionen, wie z.B. Yagi und Hybrid-Doppelquad sind die Abstände viel größer. Bei der Yagi ist der Abstand zum Reflektor lambda/4 und bei einer Hybrid-Doppelquad lambda/8.
Wenn der Abstand zu klein wird, verstimmst du durch zu starke Kopplung die Antenne selbst und die Anpassung ist im Eimer.

Gruß Christian


http://www.pe1rki.com/quad.html

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Moin @DL3DCF

Danke für den Beitrag Christian.

Ich kann nicht nachvollziehen, wo du den Wert lamba/16 her hast.<<

Nun, ich habe einen Teil von Lambda genommen, weil die Platzverhältnisse mehr mit dieser Antennenform nicht zulassen.

Wenn der Abstand zu klein wird, verstimmst du durch zu starke Kopplung die Antenne selbst und die Anpassung ist im Eimer.<<

Hast Du dazu was zum schmökern? War es eine Fehlannahme, solange man sich in einem Vielfachen oder einem Teil von Lambda bewegt, kann man so vorgehen?

Du kannst mir glauben, daß ich inzwischen eine Menge gelesen habe zu dem Themenbereich. Yagi und Biquad sind mir durchaus nicht unbekannt. :grin:

Aber weil ich nun mal nicht alles wissen kann, oder etwas nicht gelesen habe, hoffe ich auf eure Hilfe.

Gruß

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Also meine Erfahrung ist das eine Biquad gute Ergebnisse liefert, die Abstände zum Reflektor sollen wie in den Bauplänen gehalten werden, da sonst der Fußpunktwiederstand und der Wirkungsgrad beeinflusst wird und das die Performance der Antenne massiv verschlechtert!

Reflektorabstand von Yagi und Biquad haben Physikalische Gründe warum sie unterschiedlich sind.
Von dem abgesehen das eine Yagi auf diesen Frequenzen absolut ungeeignet ist.

Zum Ausleuchten von Plätzen wäre es möglich mehrere Biquad mit Reflektor zu Verwenden.
Rundstrahler vor einem Reflektor sind ein schlechter Kompromiss, da durch den Reflektor die Eigenschaften der Rundstrahlantennen sehr negativ beeinflusst werden.

Eine Möglichkeit für Pätze wäre zb. zwei Biquad an einem WR841ND oder 3 Biquad Antennen an einem WR941ND oder WR1053ND (wobei ich das noch nicht getestet haben)

Gestockte Rundstrahler sind für Plätze nur bedingt geeignet, da sie sehr flach strahlen und dadurch wenig am Boden ankommt.

LG. Andrea

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Um den ewig alten Thread zu reanimieren:
Ich habe mal testweise mit einem 3GHz MiniVNA meine 2.4er-Antennensammlung durchgemessen. Die Ergebnisse der TP-Link-Sammlung ist… schlimm.