Abwicklung von bereits eingesammelten Spenden mit dem Verein

Die Spender wollen wenige Tage später die Auswirkung / Anschaffung dessen sehen, für das gespendet wurde. Versteh ich das richtig? Oder warum soll das Geld so schnell verfügbar sein?

[quote=„steneu, post:9, topic:12121, full:true“]

Beispiel: Am Wochenende ist Stadtfest, für geplante Aktion gibt es Spender, die konkret das unterstützen wollen. Anschaffung oder Anmiertung muss also binnen 3 Tagen über die Bühne sein.
Wenn das nicht geht, platzt die Aktion und Spender steigen aus.
D.h. die Möglichkeiten des Internet müssen auch beim Bezahlen voll nutzbar sein. Geht nicht bei beamtetem Vorstandsverhalten.
Folge: keine Spenden, auch danach keine ohne Zweckbestimmung, und Beteiligte verlieren Motivation sich dafür zu engagieren.

Noch ein konkretes Beispiel, woe Flexibilität gefordert ist: habe zwei (!) Kommunen, die jeweils zu einer Aktion 50% finanzieren wollen, aber Rechnung muss gesplittet werden und auf sie lauten und sie wollen das OK vorher.

Lieber @Pinky,

es geht hier nicht um beamtete Vorstände sondern um ehrenamtliche Vorstände. Und als dieser habe ich nicht jeden Tag Zeit mich um solche Dinge zu kümmer, sondern ich werde das am Wochenende erledigen. Und das ist bei Deinen Aktionen leider zu spät.

Wie soll das bitte gehen. Wie sollen wir der Kommune eine Rechnung schreiben? Hääää!

Erlaube mir noch ein persönliche Bemerkung. Wir haben im Verein ca 400 Mitglieder. Keines dieser Mitglieder hat solche Besonderheiten.

Bitte hinterfrage mal Deine Vorgehensweise. Denn was bringt uns eine Spende die soviel Aufwand kostet.

Lieben Gruß
Der Tschäggy

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das die die Crux: Ihr ergeht Euch lieber in flames und verharrt in selbtgefälligem Denken, anstatt über „wie geht es“ nachzudenken und nach praktikablem Lösungen zu suchen kontn eine starre Unflexibilität in Denkenund Handeln.
Aber natürlich hat keiner Zeit zum denken. Sieht man an den Antworten.
Da sind selbsts Beamte kreativer und hilfswilliger und nachdenk-bereiter.

Das wäre zumindest eine Überlegung wert.
Der Vorteil der Staatsbeteiligung hat zwar auf den ersten Blick Charme, wird aber mit etlichen Hürden und Unwägbarkeiten (bis hin zum Verlust der Gemeinnützigkeit beim falschen Verwendungszweck) getrübt.
Und wenn der Spender als Person greifbar ist, geht das auch mit weniger Bürokratie auf Seiten des Spenders. Die psychologische Schwelle ist höher, das gebe ich zu. Schließlich schmerzt der Griff in die Privatschatulle stärker als Geld „der Firma“ auszugeben.
Da man auch bei extrem schnellem Geldtransfer noch am ehrenamtlich tätigen Schatzmeister vorbei muss, gibt es halt kein „next day“ bei der Verwendung. Und eine hauptamtliche Bürokraft mit Finanzvollmacht macht alle Steuervorteile zunichte.

Als Beamter erlaube ich mir, dir entschieden zu widersprechen. :smile: :+1:

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die Beamten, die ich kenne udn mit denen ich zu tun habe, sind zu einem ganz überweigenden Teil immer sehr hilfsbereit und aktiv lösungssuch-orientiert (und finden i.d.R. auch eine im Vorschriftenwirrwarr). Somit das Gegenteil von dem, was ich hier erlebe.

„Wie es geht“ wurde doch im geschlossenen Parallelthread erläutert und Metatron hat dir nochmal erklärt wie es alternativ ginge. Meinst du deine Forderung überhaupt noch ernst? Die ganze Diskussion hier verschlingt die Zeit von vielen und bisher war nicht einer der Ansicht das der FFRL auch nur im Entferntesten das liefern könnte was du von ihm forderst.

Geht es hier noch um die Website und die dort aufgezeigten Zahlungsmethoden?

Du redest Blech. Wie waer das voriges jahr „auf Kante genäht“, toll. Ich hatte ja voriges Jahr 2000 Spenden (ohne Betterplace, selbst akquiriert, aber wurde ja von hier abgeblockt.
Dieses Jahr scheint es wieder so laufen zu sollen.
Folge: Ich werde für den Verein nichts mehr sammeln. Das Geld für uns ist da, und wie der Verein seine Kosten deckt ist mir scheissegal, jedenfalls nicht mit meiner Hilfe, nicht so lange solche Arroganz und so wenig Transparenz herrscht.
Ihr könnt mich ja wieder sperren, wird sicherlich den Spendenzufluss erhöhen, vor allem über Betterplace.
Ihr mögst ja technisch super sein, aber alles andere ist unterirdisch

Damit du wieder deine Sockenpuppen rausholst? Provokation und Beleidigung liegen bei dir sehr nah beieinander, manchmal scheinst du es zu verwechseln…

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Ich hatte Dir Beispiele außerhalb Betterplace aufgeführt. Aus der Erfahrung weiß ich sehr wohl, dass seriöse Spenden direkt über das Vereinskonto möglich sind. Ich rede nicht Blech mein Lieber, ich zeige auf, dass es Wege gibt.
Ich weiß ja nicht, was Du da akquirierst, aber dem würde bei ordnungsgemäßer Abwicklung mit Sicherheit nichts im Wege stehen. Da spreche ich aus Erfahrung. 1.500 € von der Kreissparkasse und 1.500 €, die wir für ein Projekt aus dem Verfügungsfond erhalten.
Das funktioniert bei uns im Freifunk Rheinland, wie in jedem anderen gemeinnützigen Verein. Schwer wird es allerdings, wenn man meint ganz andere - eher undurchsichtige - Wege schaffen zu können, die dann schwer zu dokumentieren sind.
Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg, um seriöse Spenden zu akquirieren, zu verbuchen und dann auch ordnungsgemäß abzurechnen.

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Wo suchst Du den Willen? Der Wille liegt bei jedem Einzelnen Spenden seriös zu akquirieren und für deren Verbuchung ordnungsgemäße Wege zu nutzen. Das ist dann transparent. Für den Spender, für den Verein und auch für den, der die Spenden akquiriert.

Ich habe eine praktikable Lösung.
Der Spender drückt dir den Betrag, abzüglich seiner durch Steuervorteile zu erwartenden Ersparnis, einfach in die Hand. Dann kannst du frei damit Arbeiten und den geringeren Betrag teilweise sogar wieder durch günstigere Anschaffungen (z.B. gebrauchte Router ohne Rechnung im privaten Umfeld) kompensieren.
Der Spender ist sein Geld los und Du hast keine Wartezeit, kein Papierkram und freie Hand beim Ausgeben. Alle Glücklich. :smile:

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Genau das würde ich auch vorschlagen.

Vereine sind auch nur Menschen: Man sollte nicht versuchen, sie zu Dingen zu zwingen, die sie nicht tun wollen.
Man kann allenfalls Anreize geben.
(Und „Anbrüllen“ oder „Einschüchtern“ ist meines Erachtens kein probates Mittel)

Aber im Ernst @Pinky : Das was Du da suchst/möchtest werden Dir allenfalls Vereine „im direkten Umfeld“ bieten, dort wo man sich alle paar Tage persönlich sieht und wo derartige „Hand-zu-Hand-Abwicklungen“ auf einer anderen Grundlage passieren. Und dann auch nur mit Personen, mit denen eine enge Verbundenheit besteht.

Hier im ffrl scheitert das schon allein auf Grund der räumlichen Distanz.
Wenn Du es unbedingt brauchst mit einem Verein, dann wirst Du nicht umhin kommen, lokal in Deiner Community einen solchen zu gründen.
So wie andere Freifunk-Communities im Freifunk-Rheinland das auch getan haben. Positive Beispiele gibt es hier im Forum zu Hauf.
Und nochmal, um Misverständnissen zuvorzukommen: Das hat nichts damit zu tun, dass der FFRL etwas nicht richtig kann, sondern weil soetwas nur lokal geht, überall. Und Du bist eben nicht in Mönchengladbach.

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ich nehme jetzt mal an, weil ich von Dir @adorfer keinne doofen Kommentare kenne, dass Du das aus Unkenntnis sagtst.
Wenn ich für X € 500,- brauche, einen Spender habe, der € 500,- dafür gibt, ist alles klar. Spende deckt Kosten 100%. Bei Eurem Vorschlag würde er mir € 250 geben, weil 50% Steuerbelastung also Pojekt nicht finanziert. Also unrealistischer Vorschlag.

Mein Vorschlag geht nicht nur lokal, es ginge auch anders, wenn man etwas nachdenkt. Aber das hier zu diskutieren ist fehl am Platz, weil alle Beteiligten voreingenommen sind.

Egal, Projekt ist finanziert, so oder so, und für die Zukunft werde ich eine praktikable Lösung derartiger Projekte ohne den Verein finden, was nicht mein bzw. unser Nachteil ist, wohl aber der des Vereins, weil dadurch nicht zweckgebundene Spenden an den Verein verloren gehen, und die würde er ja wohl brauchen.

Einen eigenen Verein braucht man dafür nicht zu machen. Wie ich schon mal schrieb, ich habe nicht vor, den Fehler anderer zu wiederholen. Es gibt mehr Möglichkeiten, man braucht keinen Verein, so lange das grössenmässig überschaubar ist, wie hier.

Nunja, man kann nciht alles haben. Dann müssen die Brötchen eben kleiner gebacken werden.

Du wirst auch gesehen haben, dass der Stand für „Internetvereine“ bei den Finanzbehörden nicht sonderlich gut ist.
Und ein Freifunk-Verein muss viel tun, um den Schwerpunkt seiner Vereinstätigkeit auf gemeinnützigen Tätigkeiten fortwährend zu untermauern. Daher gibt es bestimmte Arten der Ausgaben, die zumindest einen deutlich erhöhten Argumentations- und Dokumentationsbedarf hervorrufen.
Das in Kombination mit ziemlich „losen Barspenden“, plus fast freihändiger Mittelvergabe „auf Zuruf“ („fürs Straßenfest am nächsten Wochenende“) schafft mindestens einen enormen Aufwand für die Vereinsverwaltung im Nachgang. (Ich sage: „Mindestens“. Andere werden sagen „das geht gar nicht“. Und auch da würde ich nicht widersprechen.)

Will sagen: Wenn man die Rund über den großen Verein nimmt, dann ist es völlig normal, dass es a) dauert und b) nur bestimmt Prozesse überhaupt funktionieren.
Und wenn das nicht geht und das auch klar so kommuniziert wird, dann geht’s schlicht nicht. Da muss man nach alternativen Lösungen suchen. Auch wenn die dann eventuell nicht ganz so (finanziell) günstig sind.

ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich eben >90% meiner Freifunk-Ausgaben „außerhalb der eigenen 4 Wände“ über keinen Verein laufen lasse. Der Overhead ist mir die Lebenszeit schlicht nicht wert. Zumal er mich organisatorisch bremsen würde.
Und ja, das kostet leider Geld. Aber die nicht gesparten Steuern kommen der Allgemeinheit schließlich anderweitig zu Gute. (Hint: Steuern zahlen ist nicht verkehrt. Ohne Einnahmen gibt es andere Dinge nicht in unserem Land.)

[quote=„adorfer, post:16, topic:12162, full:true“]
ich für meinen Teil kann nur sagen, dass ich eben >90% meiner Freifunk-Ausgaben „außerhalb der eigenen 4 Wände“ über keinen Verein laufen lasse. Der Overhead ist mir die Lebenszeit schlicht nicht wert. Zumal er mich organisatorisch bremsen würde. [/quote]
darauf läuft es hinaus, aber das liegt eben nicht auf „nicht gekommt“, sondern an „zu erstarrt und nicht gewollt“, und das sollte wenigsrttens ehrlich gesagt werden, das „wir wollen nicht“, anstatt sich hinter ausflüchen zu verstecken, die zudem noch sterrechtlicher Blödsinn sind.

Denn wenn die Belege korrekt sind und der dazugehörige Nachweis sauber, dann ist es egal, was über Bank oder Bar gemacht wird und wird auch von jedem Finanzbeamten dann akzeptiert. Ist dann aber u.U. genau die Zeitfrage die entsheidet, ob überhaupt oder überhaupt nicht. Ich will ja keine Bröthen backen, sondern ein Brötchen aus einem Sondergangebot kaufen.

Das Ergebnis ist dann allerdings eben, das jene, die ansonten dem Verein auch Zuwendungen ohne Zweckbestimung gäben, evtl. regelmässig jedes Jahr, dass die dann die Idee fallen lassen, das einem anderen Hilfebedürftigen geben.

Brauchen wir aber hier nicht weiter zu diskutieren. Es ist ausreichend klar geworden: Beweglichkeit (auch im Denken) gibts es nicht.