Stimmt; ich hab die Situation nicht gut beschrieben. Also solche Fragen kommen halt z.B. von Firmen oder öffentlichen Einrichtungen, die sagen „wir würden wohl gern einen Freifunk-Router bei uns aufstellen, aber nur, wenn Leute darüber nicht an schlimme Inhalte kommen!“. Tja.
Ich würde dann halt gerne Argumente erwidern, die die Fragenden davon überzeugen, trotzdem einen Freifunk-Knoten aufzustellen, auch wenn der einen ungefilterten Internetzugang bietet.
Ja, das seh ich auch so: es ist schwierig, einen Filter zu bauen, der tatsächlich effektiv funktioniert. Am ehesten trainiert man damit die Nutzenden, solche Filter zu umgehen 
Ein anderes Argument ist, dass Leute (v.a. Jugendliche) eher Medienkompetenz lernen müssen, anstatt vor Inhalten im Internet geschützt zu werden. Aber dann gleitet das WLAN-Thema in eine Diskussion über Erziehungsmethoden ab, was ich zwar für nötig halte, aber was oft wohl den Rahmen sprengt.
Und wenn Inhalte wirklich so schlimm sind, dass Leute die nicht sehen sollten, sind die für gewöhnlich sowies schon gesetzlich verboten; dann wäre es sinnvoller, diese Inhalte bei der Polizei zu melden, damit die offline genommen werden. Das ist viel nachhaltiger als ein Filter, weil so alle Nutzenden geschützt werden.
Dann gibt es noch das Argument, dass ja jemand den Filter pflegen müsste. Wer darf also entscheiden, was akzeptabel ist und was nicht? Wer ist vertrauenswürdig genug, das für uns zu entscheiden? Und wie wollen wir uns da realistisch auf eine solche vertrauenswürdige Instanz einigen? Das Argument kann man dann weiterführen in Richtung „wie vermeidet man politisch motivierte Zensur?“.
Welche Argumente fallen euch noch so ein?