Automatische Lokalisierung von Knoten

Alles klar, dann bin ich beruhigt. :wink:

Wobei ich das auch schon wieder kritisch sehe. Zumindest müssten die Knotenbetrteiber deutlich darauf hingewiesen werden (vor dem Erwerb eines Routers!). Eine dritte Auswahlmöglichkeit „Standortkoordinaten nicht senden / nirgendwo anzeigen“ wäre ideal.
Die wenigen Knoten, die absolut keine Koordinaten angeben wollen, kann man bei einer Netzplanung problemlos außer Acht lassen.

Ich weiß, ich bin ein Querulant aber jeder sollte die Möglichkeit haben „anonym“ zu bleiben (ich weiß, niemand ist nirgendwo wirklich anonym). Datenschutz und -sparsamkeit sind Lieblingswörter von mir. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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Tja, der quadratische Kreis. Man sucht noch nach ihm. Wir werden uns Anfang 2015 mal intern hinsetzen und gucken, wie wir das angehen. Eine A4-Seite leserlich (naja, gute Lupe notwendig) auf einen Aufkleber kopiert, dürfte nicht die Lösung sein, die das Problem des Verständnisses um die Vorgänge löst. »Mit der Nutzung dieses Routers erlaubst Du die WiFi-basierte Positionsbestimmung des Gerätes« ebensowenig.

Für’s Selbstflashing ist das einfach, Erklärung vor Download und gut. Ziel ist aber der Plug-und-Play-Router, den sich Schwiegervaddern im Laden kaufen kann und in Betrieb nehmen.

Was „Datenschutz“ angeht: ich denke, das ist das falsche Stichwort in diesem Zusammenhang, die SSID wird im Umkreis von ~50m empfangen und kann auch von außen trianguliert werden …

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Naja, mit technischem Aufwand und entsprechender Kenntniss läßt sich fast alles bewerkstelligen. Der Kreis derjenigen, die soetwas ausführen können, ist relativ klein und diejenigen, die soetwas auch noch machen, sind im ppm-Bereich. Will sagen: Wenn ich nicht im Telefonbuch stehen möchte, kann ich der Eintragung wiedersprechen, einfach nur weil ich das Recht dazu habe. Bei Geokordinaten sehe ich das inetwa genau so.

Ich sehe, was Du meinst (denke ich zumindest) und bezwecken möchtest; niedere Bewegründe kann ich in keinster Weise erkennen. Trotzdem geht, für mich persönlich, kein Weg daran vorbei, dem „Telefonbucheintrag“ komplett wiedersprechen zu können und über die etwaige Geokoordination deutlich aufzuklären.
Ne Idee wäre es doch zwei Modelle" anzubieten; ne „anonyme“ Box und eine „normale“. Ich denke nicht, daß man massig „anonyme“ auf Halde liegen haben müsste.

Jedes iPhone, jedes Windows-Phone, jedes Android-Gerät scannt diese Daten, permanent (naja, zumindest wohl bei jeder GPS-Anfrage). Diese Daten als „persönlich“ einstufen zu wollen ist imho schwierig.

Zu den zwei Boxen: wir könnten auch Räume anmieten und Studenten bezahlen, die im Dialog mit dem Interessenten handgeklöppelte Firmwares installieren …
WIll sagen: das Ganze muß schon im Rahmen bleiben, logistisch wie wirtschaftlich. Flashen und bekleben (Freifunk-Aufkleber) kostet jetzt schon Zeit und – in Form der Aufkleber – Geld. Jeder weitere Schritt, insbesondere jeder, der Materialien (Beipackzettel oder Aufkleber) bedingt, verteuert den Knoten weiter. Wie gesagt, Anfang 2015 werden wir uns dazu zusammensetzen und die weiteren Schritte besprechen. Feedback auch aus diesem Thread wird einfließen :wink:

Nachtrag: Die Problematik heute besteht darin, daß das ganze asynchron läuft, damit die Daten schon vorliegen, wenn die (Reste der) Standardkonfiguration abgefragt werden. Das liesse sich ändern, indem es erst lösläuft, wenn jemand das per Web bestätigt/aktiviert hat.

Für den Plug-und-Play-Ansatz taugte jene Änderung aber nicht. Auch da gibt’s etliche Wege nach Rom, oder auch im Zweifel keinen.

Dinge machen zu können oder einfach zu tun sind ein paar unterschiedliche Schuhe.

Auch wenn es Apple, Microsoft, Google, NSA oder NASA, BND, Mi5, Mossad usw. tun, rechtfertigt es nicht, dass es auch Freifunk ungefragt tun sollte. Wenn jemand das einfach so implementiert, ohne Opt-Out|In, könnte die zweite Schneide des Schwertes auch irgendwann auf Freifunk zurückfallen, nach dem Motto: Siehe da, die sind ja auch nicht anders. :wink: und von Freifunk bleibt dann noch „Funk“ oder anders ausgedrückt „überwachtes kostenlos WLAN“ übrig. Erst lokalisiert man die Knoten automatisch, danach die Nutzer derer.

Ich möchte die Idee nicht schlecht reden, aber das sollte vielleicht bei den Überlegungen mit einbezogen werden.

Da hast Du vollkommen Recht. In deren AGB / Nutzungsbedingungen (das mind. 150 Seiten lange Ding das niemand liest …) steht das aber auch drin (natürlich so formuliert, daß Otto-Normalmensch nix wirklich versteht); so nach dem Motto: Wenn Du das nicht willst, verwende dieses Gerät / diese Software / Webseite / … nicht. Würde es da nicht stehen wären Persönlichkeitsrechte verletzt (die Polizei z.B. braucht eigentlich auch immer ne richterliche Anordnung zur Ortung eines Handys).

Mit nem kleinen Banana-Pi, mit TFTP-Server drauf, dauert das Flashen eines WR841ers (mit aus- und wieder einpacken) 5 Minuten und kann von jedem „Routerverkäufer“, nach kurzer Einweisung, problemlos durchgeführt werden. Ok, die Konfiguration der Firmware muß vorher einmal angepasst werden, sollte aber auch kein Hexenwerk sein.
Und nun mal ehrlich: Wir verkaufen keine neuen iPhone 97S und werden schon vor dem Release tagelang belagert … Wenn dem so wäre, hätten wir alle jetzt mit ganz anderen Problemen zu kämpfen.
PnP ist ne feine Sache, aber oft mit nem Ziegenfuß …