Beispielprojekt Versorgung Notunterkunft Hochlarmark

Da viele von euch gerade an der Versorgung von Flüchtlingsunterkünften arbeiten, möchte ich einmal ein Beispiel posten, wo @TobiTX , @marc_re und meineriener was richtig nettes bauen konnten, auch wenn Bastelei vonnöten war. Vielleicht helfen euch unsere Bastellösungen ja bei euren eigenen Projekten.

Notunterkunft Recklinghausen-Hochlarmark

Das Gebäude ist ein altes Ruhrkohle-Schulungszentrum, welche 300 Flüchtlingen Unterkunft bietet. Betreiber ist DRK Westfalen-Lippe, die uns netterweise auch überall hingelassen haben, wofür sie selbst Schlüssel haben.##

Uplink

Zulieferer ist @tobitx selbst, da er in der Nachbarschaft wohnt bzw sein Nachbar, der VDSL100 hat. In seiner Wohnung den ein 4900, der auf Oflloader dient. Das LAN-Mesh geht zwischen den Hausdächern über eine Wireless Bridge gebaut.



In einer Putzkammer kommen die Kabel durch die Decke. Für den Weg zum Switch und zurück haben wir uns acht Adern von der Telefonverteilung belegt.



Rechenzentrum

Im Keller standen die Serverschränke offen - wir konnten also etwas aufräumen und dort das Freifunk-Rechenzentrum aufbauen. Die Verkabelung, die ihr dort seht, nennt sich IBM-Verkabelungssystem und ist eigentlich ein ziemlich cooles System. Die Ports waren ordentlich dokumentiert und es lagen auch genug Adapter auf Ethernet herum, so dass wir nur aufräumen und stecken mussten. Token Ring machen wir natürlich nicht, deswegen der kleine Switch dort.




Unterverteilung

Bis auf einen Router sind alle per Mesh-on-LAN versorgt, ein Raum war in der Doku nicht aufzufinden und da dort gerade ein Kind schlief, haben wir auch keinen weiteren Aufstand gemacht.

Neben Standardkanal 1 sind wir bei den MoL-Routern noch auf 5 und 9 gewechselt, um die Airtime besser auszunutzen.


Achja, ein Notfallupdate auf Gluon 2015.1.2 war noch notwendig, da uns die Fragmentierung ständig die Knoten von der Map hob. :wink:

Jetzt haben wir teilweise 120 Leute online, was in der ersten WLAN-Mesh-Lösung nichtl erreicht werden konnte. Der Durchsatz hat sich auch nochmal erhöht, so dass wir wirklich davon ausgehen, dass die Airtimeschonung durch Kabel was bringt.

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Konntet ihr dort keine vorhandenen Internet Leitungen reaktivieren?

Nein, die RAG hat alles totgelegt schon weit bevor an Flüchtlinge gedacht wurde. Das DRK hat leider nur eine 6/1 Mbit-Büroleitung, von @TobiTX kommen zwischen 20-30 Mbit synchron. :smiley:

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Hast du Presseartikel ?

Hier noch mal ein Bild von mir Zuhause.
hier Läuft eine Bullet M5 Ti

:smile:

Das Gebäude selber hat eigentlich alles an Anbindungen was man sich vorstellen kann. Bloß die Liegenschaft ist schon seit einigen Jahren leer. Und bis jetzt hat noch keiner den Geldbeutel aufgemacht und gesagt wir mieten eine LWL :smile:

So war es der einfachste Weg bzw. unbürokratische.
Und das DRK war total offen, unbürokratisch und hilfsbereit.

Leider sind die Richtfunkstrecken nur geliehen und wir müssen uns Gedanken machen wo wir Mittel herbekommen um dort länger die Anbindung bereitzustellen. Aber auch das schaffen wir irgendwie.

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Wir schmeissen das jetzt nochmal als PM raus - initiativ hat es unsere Medien erstmal nicht interessiert.

Wenn euch das nicht zu giftig ist, bittet doch mal um Nachbarschaftshilfe in GE - da würde Huawei (S04, Stadt) vielleicht mitmischen…

Ach ja bevor jemand das falsch interpretiert die Löcher waren schon in der Decke :smile:

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Hast du da Connections?

IBM MAU… dieses wohlige Schaudern auf dem Rücken…

Aber super, dass das so funktioniert und die alten PVC-Strippen das hergeben.
Ich hatte ja wirklich meine Zweifel, dass das Cat3(?) das mitmacht.

So eine Richtfunk-Nummer will ich ja auch immer noch machen. Die beiden NanobeamAC liegen dafür seit geraumer Zeit bei mir auf Halde… aber bislang gab es noch kein Projekt bei Freifunk, was „hier“ geschrieen hätte.

Die funktionieren super für Freifunk. Habe mit 4 Stück 3 Standorte und 4 Nodes per MoW/MoL verbunden.

Die Performance der NanobeamAC ist durchaus beeindruckend.
(sorry für’s Kapern des Threads… evlt. bitte abtrennen.)


Nein. Ist was zum direkt antelefonieren, S04, Huawei, eventuell Gelsennet… einfach mal mit der Tür ins Haus fallen - du kannst das. :sunglasses:

Wenn das überhaupt Cat.3 ist. Das könnte sogar älter sein. Mehr Bedenken hatte ich bei der Nutzung der alten Telefonkabel als Netzwerkleitung. Das habe ich zwar schon einmal gemacht, aber nicht mit so langen Leitungen. Klappt trotzdem einwandfrei. Letztendlich entspricht das ja Cat.1.

Im Keller kommt kommt sowohl Kupfer in großen Mengen als auch Glasfaser an.

Sehr schöne Installation!

Da hast du dir ja richtig Arbeit beim verlegen gemacht. Bei mir sieht es wie ein Provisorium aus.

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Vielleicht könnt ihr das über das Betterplace-Projekt des Vereins finanzieren lassen?

Ich rate euch ein konkretes Projekt beim Betterplace des Vereins anzulegen, wir konnten unseren Bedarf für die Regio Aachen binnen weniger Tage decken:

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