Der Begriff Uplink bei mehreren Routern

Moin,
ich habe schon mehrfach den Begriff »Uplink« oder »Uploader« in verschiedenen Themen gelesen.

Nun würde ich gerne wissen, was in diesem Fall damit gemeint ist, da ich vielleicht in eine falsche Richtung denken.

Für mich bedeutet das Szenario »Uplink/Uploader«, dass damit der Freifunk Router gemeint ist, den man mit dem normalen Haus-Router via LAN Kabel verbindet und die Umgebung mit Freifunk versorgt. Ein zweiter Freifunk Router wird lediglich mit Strom versorgt um durch die Mesh-Funktion das Freifunk Netz zu erweitern.

Ist das so korrekt gedacht oder hat Uplink Router eine andere Bedeutung? Falls ja, wäre ich über die Erklärung dankbar!

Als Uplink / Uplink Router bezeichnet man Geräte mit Verbindung zum Internet. Üblicherweise per LAN-Kabel zum Router deines Internetproviders.

Uploader kenne ich jetzt nicht - meinst du eventuell Offloader? Als Offloader bezeichnet man einen Computer, der sich um die Verwaltung des VPN-Tunnels kümmert und die schmalbrüstigen Router von der Rechenarbeit befreit.

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Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Dann liege ich bei Uplink Router also mit meiner Definition nicht verkehrt. Vielleicht habe ich es mit Uploader vermischt, aber nun weiß ich jedenfalls auch, was mit Offloader gemeint ist.

Eine andere Frage habe ich auch noch:

braucht man für den TP-Link CPE210 zwingend einen 2. Empfänger oder kann man damit das Freifunk Signal z.B auf einen Platz verteilen? Oder sind da diese runden Ufos von Piqu die bessere Wahl.

Ehrlich gesagt blicke ich da nicht durch, wann man was nimmt. Oder sind diese Outdoor Router nur die vorbereiteten Version, falls man den WDR1043 zum Beispiel nicht in einer Box auf den Balkon stellen will?

Router, die vom Hersteller für den Außeneinsatz gedacht sind, haben bereits ein Gehäuse, das wasserabweisend ist. Meist ist das so realisiert, dass die Gehäuse oben wasserdicht sind und unten offen, so das Kondens- und Spritzwasser abfließen kann und die Technik nicht unter Wasser setzt. Meist ist auch schon an Montagematerial gedacht. Die Außenmodelle bekommen ihren Strom auch meist über das Netzwerkkabel, das eigentliche Netzteil ist nicht wasserfest und muss im Innenbereich untergebracht werden.

Für welchen Einsatz sich die Modelle eignen, entscheidet sich hauptsächlich mit den verbauten Antennen. Ubiquiti PicoStation sind z.B. Rundstrahler und verhalten sich ähnlich wie ein Gerät für Innen. CPE haben Sektorantennen und sind für die Bestrahlung eines Platzes gedacht und müssen ausgerichtet werden. Hinter dem Gerät passiert nicht mehr viel.

Google einfach mal nach dem „antenna pattern“ oder „radiation pattern“ eines Modells.

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Respekt @SenorKaffee :+1:

So stelle ich mir „das Mitnehmen“ von noch unerfahrenen Neulingen vor. Danke dafür.

Zu erwähnen wäre vielleicht noch, das die Geräte GLUONtauglich sein sollten um auch das Meshprotokoll zu können.

Gruß

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Danke @SenorKaffee!

Deiner Beschreibung nach werde ich dann wohl mit der Ubiquiti PicoStation am glücklichsten, um kleine Plätze zu versorgen.

Sofern ich es umsetze werde ich mal versuchen, ne Karte mit der der Abdeckung zu machen. Nicht so ne wissenschaftliche Karte, sonder eine Karte mit Straßen und Standort des Freifunk Geräts, so dass man es grob abschätzen kann, wie sich das Gerät verhält. Bin da leider eher der visuelle Typ, um etwas zu verstehen. :wink:

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Nur zur Sicherheit, falls du es noch nicht kennst: Eine Karte mit den reinen Standorten gibt es unter https://map.ffnw.de/ Die Karte wird automatisch mit den Daten aus den Freifunkroutern gefüttert :wink:

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Moin @steneu,
die Karte kenne ich natürlich und habe sie sogar schon mit Router Koordinaten gefüttert.

Ich meine eine Ansicht, in der man die Art des Routers sieht und welchen Radius er abdeckt.

Bei meinem Beispielbild sieht man den Router (der in diesem Fall auf der Fensterbank zur Einkaufsstraße steht) und welchen Bereich er in der Straße abdeckt (von mir mit dem Smartphone getestet).

Wenn man so etwas vor Augen hat - gerade im Fall von den CPE bzw. der Ubiquiti PicoStation, kann man sich als Laie noch mehr darunter vorstellen. Schlussendlich muss man ja „das unsichtbare sichtbar machen“, um die Leute dafür begeistern zu können. Gerade, wenn die Technik etwas teurer ist.

:wink:

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Problem ist, dass sich WLAN-Wellen recht unvorhersehbar ausbreiten.
Eine zu einfache Prognose könnte Leute verwirren oder gar falsches versprechen, was dann für Frust sorgt.

Es gab aber mal nen Versuch eine Karte mit Crowdsourcing-Messdaten zu befüllen, ist leider ein bisschen eingeschlafen, auch weil der Entwickler @tjanson leider anscheinend nicht mehr ganz so aktiv ist: Reichweite der FF Knoten in der map darstellen - #87 von kevinq

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Aber grob kann man es aufzeichnen.

Ich denke, dass sich ein Outdoor Rundstrahler schon anders verhält als ein Router. Oder ist denke komplett falsch.

Die einzelne Antenne ist vergleichbar. Dadurch, dass der Innenrouter mehrere davon hat, ist es natürlich nicht deckungsgleich.

Uplink ist ein relativer Begriff und bedeutet Verbindung zur nächst höheren Stelle.

Aus Sicht der Router ist die nächst höhere Verbindung der Router mit VPN. Aus Sicht der Gatways ist es das Freifunk-Rheinland-Backbone. Aus Sicht des Freifunkrheinland-Backbones sind es die Peeringpartner über die die Backbonerouter sich mit dem restlichen Internet verbinden.

Grüße
Matthias