Erfahrungen mit Unitymedia?

Hallo Freifunker,

ich interessiere mich dafür einen FF-Router (in Herdecke) aufzustellen.
In den aktuellen Unitymedia-AGBs ist es ja eigentlich untersagt…

Gibt es Erfahrungen, ob Unitymedia dies aktiv verfolgt, oder wird es letztlich still geduldet?

Gibt es in dieser Hinsicht Erfahrungen, oder sollen diese hier lieber nicht Öffentlichkeit diskutiert werden?

Viele Grüße
Kuno

Ich bin auch bei UM und habe noch einen „alten Anschluss“ mit ipv4 Adresse und Cisco Modem. Hier geht alles durch. Haber aber auch nicht wirklich viel Traffic

die dulden es.
PS: bei Community gibts Herdecke
komm doch morgen zum Treffen

Ich bin seit ca. 2 Jahren UM Kunde und habe seit dem auch drei FF Router, also einen direkt am UM Router und zwei über Mesh, in Betrieb. Bisher habe ich keine Probleme und ich denke das bisschen Traffic wird nicht stören.

Kennt jemand dieses Anschreiben von Unitymedia? Ob das etwas mit Freifunk zu tun haben könnte? Wäre jetzt natürlich super wenn die in ihrem Anschreiben erwähnen würden, auf welcher ISO-OSI-Ebene die Störung gemessen wurde…

Das wird nichts mit Freifunk zu tun haben. Unitymedia ist Freifunk wohlgesonnen und es gab mal das Gerücht, dass sie sogar eine Werbungspauschale für Anschlüsse zahlen, die für Freifunk bestellt werden. Letztendlich bedeutet Freifunk viel Volumen, das sie teuer abrechnen können, die verdienen da eher dran.

Vermutlich ist da eine Abschirmung in einer Dose nicht korrekt eingestellt oder ähnliches. Im Kabelnetz hängt alles viel stärker zusammen als im DSL-Netz der Telekom. Eine IP-basierte Störung könnten sie aus der Ferne diagnostizieren und auch sperren.

Grüße
Matthias

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Meistens ist eine Dose oder Kabel defekt … hin und wieder stimmen einfach die die Pegel im verstaerker nicht mehr.
alles Layer1 … also nix freifunk :slight_smile:
Alles andere geht remote bei um.

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Danke für die rasche Antwort – dann bin ich ja beruhigt! Was ich nicht verstehe: Wie kann Unitymedia daran verdienen, dass viel Traffic auf der Leitung ist? Ein Telco-Anbieter muss doch für Traffic zahlen, den er über die globalen Backbones schickt, oder?

Viele oder zumindest einige Kunden von Geschäftsanschlüssen gewinnen sie (bsp. Einkaufszentren, größere Läden, Rathäuser, Banken, die für FF eine eigene Leitung mieten).

Unterm Strich gewinnen sie wahrscheinlich mehr Kunden als sie verlieren.
Wer es sich leisten kann wird sich nicht freiwillig auf Freifunk verlassen wenn er/sie es auch schneller haben kann.

Erstmal, wie @PetaByteBoy erklärte, ggfs. durch dafür gebuchte, schnellere Anschlüsse. Wo bisher A/V-DSL reichte, wird vielleicht auf ein Kabelanschluss umgestellt.

Aber noch direkter. Was du sagtest, dass sie das Volumen einkaufen müssen, stimmt so nicht. Ich weiß nicht, was für eine Peeringpolitik Unitymedia hat, aber es ist öffentlich bekannt, dass zumindest die Telekom sich das eingehende Volumen bezahlen lässt. Also sie bekommen ganz konkret von Google, Facebook und Netflix Geld dafür, dass sie eine schnellere Verbindung in den Rechenzentren zur Verfügung stellen. Das ganze hat Hetzner schön in deren hauseigenem Wiki dargestellt. Im Internet zahlt nicht der Verursacher der übertragenen Pakete (z.B. die Kunden von Unitymedia), sondern der Absender der Pakete für die verbrauchte Bandbreite. Das sind also Google, Facebook, Netflix und die anderen Internetriesen. Dass die Internetanbieter Geld dafür bezahlen, ist ein Irrglaube in der Bevölkerung. Sie müssen aber natürlich Investitionskosten in Rechenzentren und Leitungen zahlen, das darf man nicht vergessen. Je mehr Volumen durch ihre Kunden verbraucht werden, umso teurere Switche und mehr Leitungen werden benötigt.

So habe ich es zumindest verstanden, bin auch noch eher neu in der „echten Internetwelt“ und war bis vor einem Jahr eher reiner Konsument.

Grüße
Matthias

(Leicht OT)
Sollten wir nicht auch aus praktischen Gründen zum Boykott der Telekom raten?

Ich würde mich da jetzt nicht mit der Telekom anlegen. Wenn die es schaffen, Geld von amerikanischen Internetfirmen in Arbeitsplätze hier im Land fließen zu lassen, soll mir das recht sein. Natürlich wäre eine offenere Peeringpolitik wünschenswert.

Bisher waren die Telekommunikationsanbieter Freifunk nicht abgeneigt, ich würde da nichts vom Zaun brechen.

Unsere Gateways bei Hetzner laufen auch ohne die Extragebühren gut. Witzig ist halt, dass teilweise der Ping dann durch Freifunk (mit L2TP) niedriger ist, als direkt.

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Ich würde mich, wann immer es geht, aus solchen Diskussionen raushalten und auch keinen kokreten Ratschlag geben. Denn alle dieses Empfehlungen sind immer nur Momentaufnahmen, die sich nicht deutschlandweit anwenden lassen. Siehe onlinekosten.de Forum.

Wo will man da ansetzen, Tkom hat eine knebelnde peering Politik, Vodafone KD hat überbuchte Netze, Unitymedias Endgeräte sind doof, o2 drosselt wenn man beim bestellen nicht aufpasst und 1&1 ist schlecht, weil die den Anschluss der Kunden nicht mit der Tkom koordiniert bekommen und der Kunde dann die Rennerei hat.

Alle Behauptungen sind in Hinblick auf ganz DE genauso zutreffend wie falsch.

Nein, ich denke wir Freifunker sollten da keine Partei ergreifen und uns nur um unser Freifunknetz kümmern, auch wenn das bedeutet, dass wir von Zeit zu Zeit technische oder organisatorische Lösungen für von Providern geschaffene Probleme finden müssen.

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Hat sich in der Zwischenzeit etwas geändert?

Duldet Unitymedia immer noch Freifunk?

Will vielleicht auch Freifunker werden, hab aber keine Lust das Unitymedia dann Terror macht :roll_eyes:

LG Günni :upside_down_face:

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Haben sie bislang noch nicht getan.
Falls Du solche Fälle kennen solltest, dann wäre das interessant. Nur bislang haben sich solche Berichte (besser: Gerüchte) bei genauer Betrachtung immer in Luft aufgelöst in Richtung „Hobbyjuristen diskutieren über AGB“ o.ä.
(siehe auch Verbietet mein DSL Provider Freifunk? )

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Wie @adorfer schon schrieb können Unity-Anschlüsse weiterhin verwendet werden.

Hier ist Unitymedia die einzige Wahl, weshalb ich einige Anschlüsse kenne. Auch wenn da mal 10TB und mehr im Monat drüber laufen (natürlich nicht durch Freifunk Nutzer), beschwert sich da überhaupt keiner.

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Einfach mal machen ;). Die freuen sich auch, wenn Leute das Netz nutzen und mehr Bewusstsein für hohe Bandbreiten geschaffen wird.