Flüchtlingsunterkünfte verfreifunken in Düsseldorf (restart notwendig?)

Ich bin leider derzeit etwas enttäuscht darüber, dass bei vielen von uns so wenig kommt.

Klar, die Luft ist nach der ersten Euphorie etwas raus. Ist ja auch ein hartes Brot.
Aber bitte stellt euch darauf ein, dass wir auch zukünftig die Sachen selbst schieben müssen.

Denn weder sehe ich,

  • dass von den seit Ewigkeiten von den BerlinerInnen versprochenen Routerspenden (von TP-Link) Geräte hier ankommen.
  • Noch sehe ich, dass der NRW-Landtagsbeschluss irgendwelche konkreten Auswirkungen hat.
  • Noch glaube ich, dass die „Digitale Stadt“-Aktion auch nur annähernd mittelfristig etwas bringt.

Natürlich ist es immer toll, von Budget und aufgehender Sonne zu träumen.
Nur heisst es jetzt wieder aufwachen und aufstehen.

Von daher meine Bitte:

  • Schaut, welche Möglichkeiten sich auf lokaler Ebene, gemeinsam mit FunktionerInnen der vor Ort tätigen Kräfte geben
  • Bietet Freifunk an
  • Diskutiert es intern und holt Euch Hilfe. Da geht es nicht nur um Arbeitesleistung, sondern auch um „Wer kann mit wem besser“ und „Wer wirft vielleicht Material (aka:Router…) als Spende in Hut“
  • Habt ihmmer einen fertig geflashten Router „zur Probe“ mit Eurer Telefonnummer/Email drauf griffbereit in der Tasche. Bei jedem Gespräch. (Entweder gegen Geld plus Geldzurück-Garantie, oder „zahlen in 14 Tagen, sonst zurück“. Die Chance „beim nächten Mal“ ist schnell vertan.
  • Bindet Geflüchtete mit ein. Freifunk soll keine Kindergeburtstags-Bespaßung sein. Und ja, auch da gibt es viel Reibungsverluste wegen Fluktuation etc. Aber als „Full-Service-RundherumGlücklich“-Anbieter machen wir uns nur tot.
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Was wird den benötigt? Packe dann was in meine Firmenbestellung mit rein.

Momentan wird leider meines wissens gar nichts benötigt, weil wir hier etwas frustriert in den Seilen hängen und darauf warten, einen offiziellen Auftrag zu bekommen.
Der wird aber zumindest nicht innerhalb der nächsten 2-3 Monate kommen, nach meiner Einschätzung.

Daher wäre es an der Zeit derjenigen, die konkret vor Ort tätig sind zu sagen „ja, x und y könnte man heute tun.“
Das geht aber nur, wenn man raus geht und mit Leuten spricht. Vom Rechner aus (oder hier von „außerhalb Düsseldorfs“ geht’s leider nicht.

OK, sag Bescheid, wenn was benötigt wird.

Hi,
das Marketing-Zeug nützt erstmal nur als Überzeugungsmaterial und Referenz für die Entscheider.

Man kann einfach zu den Unterkünften hingehen, mal fragen, ob free WIFI vor Ort ist („WLAN“ kennen die Flüchtlinge i.d.R. nicht als Begriff) und den Träger der Unterkunft herausfinden. Ggf. auch den Vermieter und die Nachbarn in der unmittelbaren Umgebung. Hausmeister sind oft sehr hilfsbereit, allerdings darf man das nicht ausnutzen, da das früher oder später nach hinten losgehen wird.
Firmen in unmittelbarer Nachbarschaft tun auch gerne mal was Gutes, wenn man erläutert, dass da Kommunikationsbedarf ist, der - monatelang über Prepaid-Karten abgedeckt - die falschen Taschen füllt!
Das Thema Störerhaftung in Verbindung mit Freifunk und die unbedingt zu nutzende Möglichkeit der Bandbreitenbeschränkung muss man dann natürlich erläutern, da viele (Nachbarn) ihr WLAN deswegen sonst eher nicht teilen.

Hat man die Daten zusammen, kann man sich wieder fernab vor den Rechner neben das Telefon setzen, Mails schreiben und sich ggf. am Rande der Mittagspause mit Entscheidern verbinden lassen. Dabei immer besonnen und klar als einzelner Freifunker und Flüchtlingshelfer („Man tut, was man kann.“) auftreten, damit evl. Fehler nicht auf Freifunk zurückfallen.

Städte prüfen gerne lange und stellen sicher nicht so schnell einen Uplink, Kirchengemeinden und Nachbarn schon. Und Sektor-Router funken recht weit, so dass man direkt am Ort des Geschehens nicht unbedingt einen braucht. Probleme sind Zugangsberechtigung, Strom, Brandschutzregeln, etc., die sich je nach Träger mehr oder weniger einfach lösen lassen. Deshalb sind Sektor-Router (CPE-210 o.ä.) bei Nachbarn und ggf. WR841er als Mesh-only-Verlängerung 'nen erster Wurf, wenn’s mit dem Uplink im Gebäude nicht gleich klappt.

Viel Erfolg!

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Ich habe hier derzeit neben ein paar Outdoor-Routern (841er-Umbauten) noch zwei Nanobeam-AC ungenutzt zu liegen.

Die warten nur auf eine 500-3000m(!)-Strecke (Sichtverbindung notwendig).
Eine „Fernversorung“ einer Unterkunft von einem Turm oder Dach/Balkon aus können wir damit leisten, wenn wir einen entsprechenden Uplink bekommen. Und nach meiner Erfahrung geht durch die Dinger wirklich Durchsatz durch. >200MBit/s netto sind realistisch. (so viel „Internet“ muss man erstmal überhaupt auftreiben…)

So, jetzt hab ich auch wieder ein paar Kapazitäten frei.
Was gibt’s momentan in und um Düsseldorf so zu tun?
Gibt es einen internen Bereich, in dem mehr los ist? Oder laufen einfach viele Einzelaktionen?

Ist jemand von Euch bei der Düsseldorfer Willkommens-Initiative aktiv?

https://fluechtlinge-willkommen-in-duesseldorf.work/confluence/pages/viewpage.action?pageId=3080227

Da könnten wir durchaus Präsenz zeigen, einfach um mit den Leuten im Gespräch zu sein und nicht als Nobody an der Tür zu klopfen.
Wer mag?

Ja Mic , CKnebel , Claus und ich :wink:

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Ich glaub, mein Weibchen ist da aktiv.

Ja ist Sie :wink: ( OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOfüll zeichen damit man 20 hat)