Flyer, Aufruf an die Nachbarschaft zur Anbindung von Notunterkünften via FF


#1

Hallo Allerseits,
wir haben hier ein Problem und können uns gut vorstellen, dass es irgendwo in der FF-Gemeinde bereits gelöst ist.

Wir stellen immer wieder fest, dass ehrenamtlich tätige sich sehr schwer damit tun, in der Nachbarschaft von Notunterkünften Bürger anzusprechen und diese um die Bereitschaft zu bitte, die Notunterkunft mit Freifunk zu versorgen, sofern ein entsprechen performater Breitbandanschluss zur Verfügung steht.

Nun meine Frage:
Hat jemand von euch bereits einen Flyer, ein Info-Blätchen o.ä. erstellt, wo genau diese Bitte niedergelgt ist? Man muss ja nicht alles neu erfinden, wenn es schon gute Lösungen für die Ansprache der Nachbarschaft gibt. Gedacht ist daran, diese Flyer an alle angrenzenen Häuser/ Wohnungen zu verteilen, in der Hoffnung, dass sich ein Bürgen bei uns per eMail meldet.

Wenn jemand andere funktionale Vorgehensweisen kennt, würden wir uns natürlich auch dafür interessieren. Die Turnschuhmethode war bis dato leider nur in Einzelfällen erfolgreich.

LG,
angro


#2

Hallo,

wir hatten da einen Anwohnerbrief entworfen - falls es hilft:

Gruß, yanosz


#3

Hallo yanosz,
vielen Dank für euren Brief. Mal schauen, ob sonst noch jemand etwas
in der Konserve hat. Euer Brief hat mich aber auf die Idee gebracht, ggf.
so etwas ähnliches zu verfassen, dann auf dem Briefpapier des SKM,
dass ist ein sozialer, kirchlicher Träger, der sich um eine betroffene
Einrichtung kümmert. Muss mir dann natürlich erst die Erlaubnis
holen und den Inhalt abgleichen. Könnte aber ein guter Ansatz sein.

LG,
angro


#4

Mal ein Textvorschlag von mir;
den haben wir so bei uns verteilt.

Liebe® Nachbar(in),
Freifunk XXXXX ist ein ehrenamtliches, lokales Projekt mit dem Ziel, in und um
XXXXX ein offenes und kostenfreies WLAN-Netz in Bürgerhand aufzubauen.

Wir stellen die Technik zur Verfügung, damit jeder seinen eigenen
Internetzugang unkompliziert und risikofrei mit anderen teilen kann.
Viele Menschen in XXXXX machen bereits mit – auch die Stadt XXXXX ist schon
dabei!

Jetzt brauchen wir aber Ihre Hilfe!
In Ihrer Nachbarschaft leben Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.
Diese Menschen benötigen einen Internetzugang, um Kontakt mit ihren
Familien zu halten oder sich weiterzubilden.
Datentarife für Handys und Internetanschlüsse sind jedoch teuer – häufig zu
teuer.

Helfen Sie diesen Menschen, indem Sie einen Teil Ihres Internetanschlusses zur
Verfügung stellen.
Ihre privaten Daten sind sicher und um die Haftung müssen Sie sich keine
Sorgen machen. Das übernimmt der Freifunkverein für Sie.
Es entstehen für Sie keinerlei zusätzliche Kosten.

Die notwendigen Geräte stellen wir kostenfrei zur Verfügung.
Bei der Installation helfen wir selbstverständlich auch.

Kontaktieren Sie uns!
[Kontaktdaten hier…]


#5

Das Problem ist, dass wir da oft von den Betreibern direkt ausgebremst werden, weil die die Nachbarn nicht noch mehr nerven wollen oder weil das Verhältnis zu den direkten Anwohnern doch teilweise dann sehr angespannt ist.

Wir suchen dann eher eine Finanzierung für einen Anschluss direkt in der Unterkunft. 20-30 € im Monat sind machbar, wenn man ein paar Sponsoren findet. Geht auch schneller als irgendwelche aufwändigen Funkbrücken zu bauen und ist nicht wesentlich teurer.

Grüße
Matthias


#6

Vielen Dank für die Texte. Das hilft sehr!

@ Matthias, @all: In den meinsten Einrichtungen - es dürften inzwischen ca. 20 sein, die wir im rechtsrheinischen Teil des Rhein-Sieg-Kreises mit Freifunk versorgt haben - haben wir Breitbandanschlüsse durch die Stadt bzw. durch die Betreiber schalten lassen. Es gibt aktuell zwei Einrichtungen, in denen wir gerne ca. 120 Menschen mit FF versorgen würden, gibt es keine Möglichkeit einen Breitbandanschluss legen/schalten zu lassen. Da gibt es noch nicht einmal die Möglichkeit einen ADSL Anschluss zu bekommen. Hier können wir nur via RiFu Freifunk bereit stellen.

Diese Einrichtung hatten wir über viele Monate via RiFu (ca. 200m) mit Freifunk versorgt. Es ist eine Containereinrichtung (auf dem Acker) mit ca. 50-60 Menschen. Inzwischen hat die Stadt Troisdorf einen 50 MBit VDSL spendiert. An dem hängt ein TL-WR940N.
https://map.freifunk-rhein-sieg.de/#!v:m;n:a42bb0f5a194

(Der Funk-Mesk zwischen Krausacker_01 /_02) läuft übrigens noch über die zwei Außenantennen der ehemaligen RiFu Strecke…)

Lieben Gruß,
Andreas


#7

Darf ich fragen, wie ihr vorgeht? Wen fragt ihr in welcher Form?
Ich stell mir das eher schwierig vor, Leute zu finden, die monatlich Geld spenden.

Einmalig - ok, aber regelmäßige Spender?


#8

Hallo,

In diesem ganz konkreten Fall gab’s leider ziemlich viel Verpeilung, s.d. einfach lange kein DSL-Anschluss aufpoppte. Daher ist in dem Brief auch von “kurzfristig” und “Bürokratie” die rede. :-/

Die Betreiber haben wir nicht gefragt, ob wir den Brief verteilen dürfen - das ist Sache des C4.

Gruß, yanosz


#9

Das war eine Zusage über 2 Jahre, der Vertrag wurde bestellt und direkt gekündigt. In der Regel zahlt es aber auch der Betreiber, also eine der HIlfsorganisationen vor Ort.