Formalien beim "Routerverteilen" an Gewerbetreibende

Fortsetzung der Diskussion von Aufbau eines Freifunk-Netzes in der Ratinger Innenstadt:

[quote=„TheKick, post:17, topic:480“] Ein Geschäftsinhaber „kauft“ einen vorkonfigurierten Router von Freifunk und schließt ihn an seinen Internetzugang an.
[/quote]

Was ich mir zum Routerverteilen wünschen würde wäre nach wie vor -auch wenn es juristisch vielleicht überflüssig sein sollte-

  1. Ein Installationsprotokoll „zum Abheften“, Exemplar für
    NodebetreiberIn, Exemplar für NodeverteilerIn.
  2. Darin eine Wahlmöglichkeit für den NodebetreiberIn (zum Ankreuzen)
  • ob/welche Bandbreitenbegrenzung sie/er wünscht
  • ob sie/er automatischen FW-Updates zustimmt oder lieber in Abständen dafür vom „Aussendienst“ dafür besucht werden möchte
  • ob sie/er die Fernwartung des Routers gestattet seitens „datenschutzzertifizierter Admins des Vereins“ gestattet (zB. um auf Anfrage notwendige Bandbreitenbeschränkungen kurzfristig anpassen zu können.
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Hi @adorfer, ich finde den Ansatz richtig mit dem Installationsprotokoll. Haben wir schon so eine Vorlage?

@TheKick, kaufen wäre gut, aber ist es nicht sinnvoll, dass er dann anschliessend dem Verein den Router spendet? Also er finanziert nur den Router. Wäre das nicht auch ein Ansatz, um im Geschäftsbereich die „Störhaftung“ besser zu vertretn?
,)

Hoppla - ich bin davon ausgegangen dass die Störerhaftung mit der Provider-Werdung des Freifunk Rheinland vom Tisch ist???

Nachtrag - sehe dass an anderer Stelle es so bestätigt wurde - kanns nur hier nicht verknüpfen.

Nur welche potentielle RouterempfängerInnen wissen das?
Die Frage/Aussage „Ich will nicht, wegen der Störerhaftung“ kommt doch (fast) immer.
Und wenn man dann dazu ein Stück Papier überreichen kann auf dem faktisch nur steht „Störerhaftung ist kein Problem, weil IP des/der NodeaufstellendeN nicht öffentlich auftaucht. Und falls doch -z.B. im Falle von katastrophal fehIhaften Autoupdates- gibt es diese Schriftstück als Installationsprotokoll.“

Natürlich will das wohl formuliert sein, um keine schlafenden Hunde zu wecken.
Mir wäre es halt wichtig, eine Routerübergabe etwas verbindlicher gestalten zu können, wenn ich der Meinung bin, dass das bei dem Kunden/der Kundin angebracht ist.

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…deswegen steht das Wort „kauft“ auch in Anführungsstrichen. Ich meinte es genau so wie Du sagtest @Inge : Der Inhaber spendet die 20-30 Euro dem Verein und dieser stellt dann dort einen Router auf.
Ggfs. würden wir auch eine Spendenaktion / einen Spendenaufruf starten. Gedacht für den Fall, dass an einer Stelle ein Router gebraucht wird, um das Mesh aufzubauen, aber der dortige Besitzer keinen zahlen kann, oder es an dieser Stelle kein Geschäft o.ä. gibt.

Ich halte ein solches Abnahmeprotokoll für bürokratischen, unnötigen Aufwand. Automatische Updates der stabilen Firmware sollten imho auch unter keinen Umständen ausgeschaltet werden und dass der Verein irgendwelche „Datenschutzzertifizierungen“(?) an Admins vergeben soll erscheint mir unsinnig. Wer der eine Node installiert sollte es sich zur Aufgabe machen diese zu betreuen. Solange diese Person dabei nicht vorsätzlich entgegen der Vereinsinteressen handelt oder sich grob fahrlässig verhält, sehe ich da keinen Handlungsbedarf.

Die Bandbreitenlimitierung würde ich grundsätzlich immer vornehmen, wenn der Anschluss des Aufstellers nicht explizit für Freifunk vorgesehen ist. Die genauen Zahlen müsste man anhand der Begebenheiten vor Ort festlegen, das lässt sich pauschal nicht sagen.

Zum Thema Störerhaftung verweise ich einfach auf meine Antwort im ursprünglichen Thread. Ich sehe aber ein, dass das für Nodeaufsteller schwierig zu vermitteln ist. Es wäre schön, wenn wir zum Thema Störerhaftung eine einfache, jedem verständliche Formulierung verfasst kriegen, die wir in einen Flyer übernehmen und diesen den Aufstellern in die Hand drücken können.

Grüße,
dictvm

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Ich finde in 1. bereits eine Ungenauigkeit.
Entweder der Empfänger des Routers ist Nodebetreiber und kümmert sich um den Betrieb des Nodes incl. Konfiguration und Updates.

Oder er ist nur Besitzer des Routers und überträgt den Betrieb an die Community (zB. an die Person, die den Router vorbei bringt). Dies beinhaltet, dass die betreibende Person vor Ort nach Absprache und remote jederzeit Zugriff auf den Router hat.

Oder er ist auch nicht Besitzer des Routers, sondern gestattet dem Besitzer/Betreiber den Betrieb in seinen Räumlichkeiten mit seinen Ressourcen (Strom, Uplink).

Wenn Du Dörrobstausscheidung betreiben möchtest, dann darfst Du es gern präzise formulieren.
Mir war nicht klar, dass meine obige Aufstellung !:1 Textvorlage für das Formular verstanden werden könnte.
Es sollte wirklich nur als Erläuterung dienen für „2 Expemplare vom Schrieb, für jedeN einen.“
Entschuldige das Misverständnis.

Wie lauten Deine Vorschläge, um die Person zu nennen, die den Node physikalisch besitzen wird. Und wie heisst die Person, die den Node ausliefert und das Schriftstück dann an eine wie auch immer geartete Institution weiterleitet für die zentrale Aktenhaltung.

[quote=„adorfer, post:8, topic:537“]
… Und wie heisst die Person, die den Node ausliefert und das Schriftstück dann an eine wie auch immer geartete Institution weiterleitet für die zentrale Aktenhaltung.
[/quote]ich meine Dr. Murkes?

ich habe ja 3 Varianten beschrieben und in jeder Variante haben die Leute eine andere Rolle.

In der ersten ist er der Betreiber, der andere dann Lieferant oder Überbringer, falls der Lieferant der Rechnungsteller ist.
In der zweiten ist er der Besitzer und der andere der Bereiber.
Und in der dritten ist er lediglich soetwas wie ein Unterstützer. Der andere ist dann Betreiber und ggfs. auch Besitzer, sofern die HW nicht dem Verein gespendet wurde.
Vielleicht gibts noch einen besseren Begriff als Unterstützer.

Ich habe mal ein Pad eröffnet und bitte um rege Beteiligung.
Gern auch „Mit radikalen Schnitten“ oder in mehreren komplett unterschiedlichen Varianten.

http://pad.freifunk.net/p/zJj3dkkOpB

Durch Zufall ist mir dieses Freifunk-Rheinland Installationsprotokoll
aus vermutlich der „FF-Advanced“-Ära in die Hände gefallen.
FF-Installationsprotokoll Rheinland.pdf (146.2 KB)
Ist schon ein IBAN im Briefpapier, kann also nicht unendlich alt sein.

Ein Vereinsarchivar kann das sicher noch weiter eingrenzen. Der Sitz des Vereins war noch in Düsseldorf aber schon mit Postfach. Ich schätze mal so Ende 2011, Anfang 2012 :wink: