Frage zu MTU bei Routern und Clients

wenn ich mit FF WLAN-Verbindung teste, bekomme ich als optimalen MTU-Wert 1400, weshalb ich empfehle, clients auf 1400 umzustellen (Default für WLAN ist wohl 1500, zumindest bei Windows-Systemen)

Wenn ich recht erkenne, sind die Router aber auf 1500

Kann mich jemand schlau machen bitte?

Auf dem riesigen Matroschka-Stapel auf dem wir „als Freifunk-Client“ arbeiten muss in fast jedem Fall irgendwie Fragmentiert werden.
Und da gibt es dann die Optimierungsrichtung

  • Rekord-Speed (für wenige, dafür aber Topspeed)
  • Wenig Schleicher (lieber alle etwas langsamer, aber niemand nur Schneckentempo)
  • Wenig Tote (keine Leute, bei denen es gar nicht geht)

Von daher: Ich bin inzwischen so weit, dass ich sage: fastd-mtu-size auf 1280 und den Topspeed ignorieren.
Hauptsache keine Toten und keine Schleicher.

@adorfer irgendwie beantwortet das nicht meine Frage.

Wenn ich bei uns überall 1400 als optimalen Wert erhalte, die Router aber bei uns auf 1500 stehen (tun sie das wirklich?), würde das ja bedeuten, dass jeder Router bei uns von Vornherein erst Pakete sendet, die dann spätestens beim Uplink zu Fragmentierung führen.

Wenn meine Beobachtung stimmt, wäre es dann nicht sinnvoller, bei uns die Router (per Firmware) auch auf den Wert einzustellen, den bei uns FF- sowieso (nur) macht ?

Was Du als Client als MTU siehst hat wenig damit zu tun, was in den tieferen Layern als MTU gespielt wird.

Ansonsten: MSS-clamping und MTU-path-discovery funktioniert bei heute üblichen Client-Betriebsystemen und Hostern, zumindest solang keine assymetrischen Szenarien auftreten.

Ich erinnere hier aber mal an die Magic Number (ist nen Trademark von @takt) 1280.
So groß müssen die Pakete sein, die durchs Netz gehen (ohne Batman, Fastd, you name it).
Dieses gilt insbesondere für IPv6.
Dort gibt es nämlich keine Fragmentierung mehr sondern die Pakete sind fix so groß.

vorher steht ja auch eine größere MTU zur Verfügung → macht durchaus Sinn

genau den seh ich noch nicht, im Gegenteil.

Wenn ich von Client A nach (Beispiel) Google.com ein Paket sende, ist es völlig egal, was „vorher“ an Grösse möglich war, sondern die auf dem Weg kleinste Grösse ist die Vorgabe für unfragmentiertes Durchleiten. Wenn ich ein 1400er Paket durch ein 1500er Rohr sende, ist das unschädlich, wenn ich versuche, ein 1500er Paket durch ein 1400 Rohr zu senden (egal, wo der Falschenhals ist) nützt mir kein einziges 1500er Rohr auf dem Weg zum Flaschenhals oder danach, das Paket wird fragmentiert.

Da die Router nicht nur durchleiten, sondern auch eigenen Traffic senden, wäre die Frage nach der MTU der Router dann zu stellen, wenn diese eigenen Pakete diese Grenze erreichen, was ich nicht weis.

Anderes Beispiel: von Peer A zu Peer B
und alles sieht ganz anders aus

Nein, die User machen den Traffic nicht nur Peer A - B, sondern halt zu Google & Co.
Und selbst, wenn Peer A - B die 1500 können, spätestens beim Uplink ist das wertlos.
Deine Annahme ist also lediglich richtig, wenn Du Traffic innerhalb eines Mesh ohne VPN Uplink isoliert betrachtest, und das ist nicht die FF-Konfiguration, die wir haben.

Also ich hab keine Hotspots ohne Mesh, du?

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und wohin/von wo geht der Traffic bei Dir? Bleibt der im Mesh oder geht der nicht doch zu 99% raus über den Uplink? Also durch das 1400er Loch?

so ist es 2020202020
Internetanbindung ist ein Service im Mesh, der nicht den hauptsächlichen Sinn von Freifunk darstellt.

damit betreibst Du faktisch einen Bruch der Netzneutralität, bei der - was Du ja sonst immer willst - alle Dienste gleichwertig sind, zu Gunsten eines speziellen Aspekts, und das ist mit Sicherheit eben NICHT FF

Ach, wie kommst du auf das schmale Brett schon wieder? Wenn ich durch ein großes Rohr ein kleineres Rohr schieben muss und in dieses Rohr noch ein Rohr, damit ich Dinge wie z.B. die Störerhaftung bei Internet Access umgehen kann im Sinne des Knoten Aufstellers, dann ist das nun mal so. Und wenn ich dieses Rohr in Rohr bei Knoten zu Knoten Verbindung nicht brauche, sprichst du von fehlender Netzneutralität? Herr schmeiß Hirn vom Himmel!

Schau mal hier bei uns:

mesh0 Link encap:Ethernet HWaddr EA:97:F7:CD:6E:18
inet6 addr: fe80::e897:f7ff:fecd:6e18/64 Scope:Link
UP BROADCAST RUNNING MULTICAST MTU:1528 Metric:1
RX packets:87059499 errors:0 dropped:3 overruns:0 frame:0
TX packets:30901092 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
collisions:0 txqueuelen:1000
RX bytes:640339346 (610.6 MiB) TX bytes:1880621075 (1.7 GiB)

MTU 1528 im WLAN.

Und MESH_VPN hat 1406 bei uns.

Effektiv sind es:

« SpeedGuide.net TCP Analyzer Results »
Tested on: 2015.07.06 16:50
IP address: 151.236.xx.xxx
Client OS/browser: Windows 8.1 (Firefox 39.0)

TCP options string: 020405460103030801010402
MSS: 1350
MTU: 1390

Weil mehr macht unser Schweden Tunnel nicht.

Für IPv6 ist die Messbare MTU 1480, weil mehr der Sixxs Tunnel nicht kann. Natürlich fragmentiert da schon BATMAN fleißig beim IPv6 Traffic.

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der nicht den hauptsächlichen Sinn von Freifunk darstellt.

also: was ist der „hauptsächliche“ Sinn? Wer bestimmt das? Wer hat die Entscheidungshoheit?

Entweder es gibt Gleichwertigkeit ohne Gewichtung - das ist Netzneutralität - oder es gibt Gewichtungen - das ist keine Netzneutralität sondern Zensur.

Es ist nun mal technisch bedingt das ich für die eine Funktion (Internet Access) etwas brauche, und für eine andere Funktion (Peer to Peer Verbindung über Knoten hinweg) eben nicht. Soll ich jetzt die eine Funktion auf das Maß (MTU) verknappen nur damit es Pinky seinem verquerem Gerechtigkeitssinn entspricht?

Zensur bedeutet das unterdrücken von Informationen. Kann nicht erkennen wieso eine ungleiche MTU irgendwelche damit übertragenen Informationen unterdrückt.

Als Analogie was in Pinkys Kopf vor geht. Pinky hat ne 50er VDSL Leitung. Ein anderer hat ne 200 MBit UnityMedia Leitung. Pinky müsste jetzt lauthals Zensur schreien, weil er die Informationen nur mit dem viertel der Geschwindigkeit auf die Festplatte spülen kann wie der Mensch mit UnityMedia Anschluss.

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warum kannst Du keine technische Debatte ohne Beleidigung führen?

Das war ne Feststellung, keine Beleidigung. Wenn du das so auffasst, bitteschön.

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Es fehlt einfach anscheinend jegliches technisches Verständnis, oder es ist einfach mal wieder zu viel Langeweile vorhanden und diese muss in einer der unendlichen und sinnlosen @Pinky Diskussion enden.

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Du verquicks schon wieder die Argumente und ihre Bezüge

der nicht den hauptsächlichen Sinn von Freifunk darstellt.

darauf habe ich geantwortet.

Entweder es gibt Gleichwertigkeit ohne Gewichtung - das ist
Netzneutralität - oder es gibt Gewichtungen - das ist keine
Netzneutralität sondern Zensur.

Du weichst aus, indem Du das auf MTU beziehst. Also sinnverdrehend. Für diejenigen,die nur lesen, was ihnen gefällt und umschiffen, was sie nicht beantworten wollen.