Freifunk Aachen mobil/portabel außerhalb von ffac, darf man das?


#1

Man könnte einen LTE-Router mit einen WR841 mit Aachener Firmware verbinden und hätte einen mobilen Freifunkzugang. Überall dort wo es sinnhaft wäre.
Das Forum behandelt meist ältere Themen dazu, wie hohes Datenvolumen, verschiedene Spannungen der Geräte etc…

Ich möchte nicht über Datenvolumen, Stromversorgung oder Antennen reden, sondern fragen, was die AC-Admins, dazu sagen, wenn dieser portable Zugang sich mal in Frankfurt, aufm Ostseecampingplatz oder gar auf einem Campingplatz in Südfrankreich befände. Als Beispiele, aber halt außerhalb des AC Bereichs.

Können wird man können, aber ist es auch gewollt?

Gruß aus Heinsberg


#2

Zu Einsätzen im Ausland haben wir bis jetzt immer abgeraten, da die Rechtsfragen zu Datenschutz, Geltungsbereich des deutschen Gesetzes vs dessen das Gastlandes etc. nicht einmal annähernd geklärt sind.

Ansonsten sollte man sich eigentlich immer die Mühe machen, auch bei temporären Installationen mal kurz zu schauen ob es eine lokale Community gibt, deren Infra man (wenn auch nur kurzzeitig) unterstützen kann. When in Rome mesh like the Romans :wink:


#3

@David,
danke. Den RECHTLICHEN Aspekt “Ausland” hatte ich nicht beachtet, interessanter Aspekt.
So wie ich die Freifunktechnik verstehe, geht das doch übertragen so, korrigiere mich wenns nicht stimmt:

ein Mitarbeiter einer deutschen Firma geht mit einer SIM-Karte eines deutschen Providers in Maastricht, Milano oder Manila per Roaming mit dem örtlichen Provider per VPN ins Intranet seines Arbeitgebers in Deutschland.

Die Rechtsabteilungen der Arbeitgeber sehen da kein Problem. Es wird ja tausendfach gemacht.

Freifunk AC sieht ein rechtliches Problem? OK.

Gut, in irgendwelchen Gaunerstaaten, Diktaturen, auch Rotchina, ist das Internet ja nicht wirklich offen wie hier und wenn ich im Hotel in Shanghai den angesprochenen mobilen Freifunkknoten aufmachen würde, wäre im WLAN möglicherweise mehr zu finden wie im “offiziellen” Netz Chinas.
Falls die dort VPN nach D überhaupt zulassen…


#4

Die meisten Arbeitgeber senden keine Mitarbeiter ins Ausland, die dann dort Hotspots “für alle” aufhängen und den Traffic ins FirmenVPN holen.


#5

Ja.
Ich hatte doch geschrieben: “, geht das doch übertragen so,” also beispielhaft…


#6

Außerhalb der Region habe ich damit ziemlich wenig Probleme, viel Transfervolumen wird von solch einem Knoten ja nicht zu erwarten sein, geht also völlig im Rauschen untern.

In der Region könntest du zu deutlich mehr Problemen führen, da immer wenn du in der nähe von anderen Freifunk Routern der Regio Aachen bist eine WLAN Mesh Verbindung aufbaust.

Dein mobiler Router müsste dann jedesmal in das jeweils passende Segment verschoben werden, eine einfache Abhilfe wäre immer nur entweder mesh-vpn oder mesh-wifi aktiv zu haben.

Die aufwendige Lösung wäre den fastd Key jeweils vorab ins passende Segment zu verschieben:

https://wiki.freifunk.net/Freifunk_Aachen/IP-Adressen#Geografische_Einteilung_der_Segmente

Statt einem 841 kann man dafür übrigens auch einen schön kleinen GL inet Router verwenden:
https://www.freifunk-dueren.de/eine-kleine-mobile-freifunk-eventinstallation/


#7

@MrMM
Außerhalb der Region ist der Einsatz ja auch nur temporär. Gut soweit.

Hier auf dem Land besteht wenig Möglichkeit des Meshens. Z.B.:
Ich habe das hier im Dorf probiert. Über 800 m. Ohne Sichtverbindung geht das nicht.

Dann verstehe ich das so, dass ich auf dem Freifunk Router am Besten nur mesh-vpn aktiviere,
weil der per LAN am LTE-Router hängt.


#8

Ja genau, solange der Router eh nur per LTE Uplink funktionieren soll ist es sinnvoll das Mesh WLAN abzuschalten damit keine Kurzschlüsse zwischen unseren Segmenten erzeugst.

Sobald du dann allerdings in Reichweite von einem andren Freifunk Router bist führt dies beim Roaming zu Problemen, dann werden die Clients zwischenzeitlich ohne Konnektivität sein. Erst mit ihrer nächsten DHCP Anfrage bekommen sie dann mit, dass sie in einem anderen Segment gelandet sind.