Freifunk an Schulen

Soweit ich weiß, plant ein Stadtteil Münsters an den Schulen Freifunk anzubieten. Ich habe hier auch ein Gymnasium, dass informiert werden muss. Kann mit jemand Ansprechpartner nennen? Will die Argumenationskette nicht neu erfinden.

Man kommt da schnell in das Problem, dass Schulen (und andere Bildungsträger) systematisch nur gefiltertes Netz anbieten wollen/können/dürfen.

Da gibt es dann einen Gewissenskonflikt in dem manche sagen „Picopeering-Agreement gilt nur für’s wifimesh“…

Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das alles auf die Initiative der Schülerschaft zurückzuführen.
Zeitungsartikel Westfälische Nachrichten auf Westline

@void @vax habt ihr da Ansprechpartner?

Ah! Dann muss man also von außen auf die Schulen „einwirken“, äh, funken? Gilt ein UMTS-Verbot an Schulen, oder ist plötzlich die Schule für „das Internet“ verantwortlich. Polemik bei Seite, aber das mit dem „nur gefiltertes Netz anbieten wollen/können/dürfen“ hatte ich schon ganz vergessen und in Hamburg auch schon mal erlebt! Halte ich übrigens persönlich für einen Skandal.

Darf man den „Betroffenen“ aber auch nicht das Gerät in die Hand drücken … Also nochmal ganz schnell vom Gas, wenn das die Argumentation ist. Werde im Gegenzug aber meiner Tochter verweigern die PCs in der Schule zu benutzen. Habe ich letztens voreilig was unterschrieben.

Ich glaube, da bist Du bei mir am falschen Ansprechpartner.
Meine Position ist: Wenn die Schule auf gefiltertem Internet besteht und (meinen) Argumenten nicht zugänglich ist, dann gibt’s da eben kein Freifunk (von mir).
Wenn andere sich auf faule Kompromisse einlassen (wie auch immer die dann aussehen): Ich werde niemanden anschwärzen. Bin aber auch nicht verpflichtet, das toll zu finden.

Ich weiß. Ich hatte das Argument nur vergessen und habe mich kurz aufgeregt …

Na selbst wenn man nur den Schulhof abdecken/ausleuchten kann, ist daß die halbe Miete. Die Schüler werden das mit nach Hause „tragen“ und dort Knoten aufstellen :smile:

Also, ich sehe das so:

Freifunk ist freies Netz für Alle!

Wenn es da Einschränkungen gibt, dann durch Erziehungsberechtigteindem die ihrem Nachwuchs das Netz entziehen.

Freifunk hat zwar sicherlich auch einen Bildungs-Auftrag, aber der geht auch nicht so weit, daß wir entscheiden, wer Freifunk bekommt, und wer nicht.

Freifunk ist an den Schulen sicher nicht das Problem, sondern die verbreitete mediale Inkompetenz bei Lehrern und Schülern.

Daran sollte man arbeiten, und nicht daran, „blinde Flecken“ auf der FF-map zu generieren, weil irgend einem Schulleiter das nicht passt.

Wenn ich einen Schulhof vor meinem Fenster aus mit Freifunk „bespasse“ - so what?

Wer sollte mich daran hindern?

Wenn „besorgten Eltern“ das missfällt, dann sag ich denen: „Pech gehabt und mal besser die eigene Medien-Kompetenz erhöhen!“

just my 2cent

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Das sind leider immer unschöne Szenarien, wenn (gerade besorgte und „fürsorgliche“) Eltern wehement ihr Kind schützen wollen und den Umgang mit Medien eher verbieten statt den Umgang damit zu fördern. Was die Eltern nicht verstehen: Man kann es ihnen nicht verbieten. Weder auf technisch, noch auf geistigem Weg…

Wir haben mal in unserem AG Raum einen Router aufgestellt und jedes AG Mitglied hatte dann das Passwort.
Aber dann hat der Schulleiter gesagt wir sollen den Router wieder entfernen.

@paulinsche

Ich hab den Initiator für die Initiative in Hiltrup gebeten sich bei dir zu melden (hier oder per Mail).

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Bei der hier angesprochenen Initiative in Münster-Hiltrup sind die Schüler bzw. die Schlülervertretung auf die Stadtteilinitiative und die lokale Politik zugegangen.

Im Fokus stand hier allerdings mehr die Vernetzung des Ortskern so dass die oben genannten Thematiken nicht in der Form aufgetreten sind.

Jedenfalls noch nicht.
Ich bin mir ziemlich sicher dass das noch kommen wird.

Wie void schon richtig angemerkt hat, kam die Idee aus der Schülervertretung. Die STADTTEIL Offensive in Hiltrup kümmert sich als Marketingverein um genau solche Ideen und hilft bei der Umsetzung und der Vernetzung zur Politik und Verwaltungen.

Das Projekt wird in den nächsten Wochen offiziell in der Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt. Ich bin gerne bereit bei Fragen rund um das Projekt Hilfestellung zu leisten.

Grundsätzlich kann ich mich deiner Meinung anschließen dass der Schutz der Kinde und Jugendlichen vor dem „bösen“ Internet mehr eine Frage der Erziehung ist und nicht durch Internetsperren gelöst werden kann.

Allerdings sehe ich in dem Kontext auch eine Aufgabe die an die lokalen Hackerspaces sowie CCC Erfas zukommen hier für die entsprechende Unterstützung zu sorgen und die Eltern nicht alleine zu lassen.

Fazit aller Rückmeldungen
hier zum Thema scheint mir jetzt zu sein: „Freifunk an Schuhen: Kann man versuchen wenn man gerne viel diskutieren und Menschen überzeugen mag. Erfolg ist jedoch extrem selten.“

Oder anders ausgedrückt: Leider dann man die Energie auch anderswo hineinstecken wo die Chancen besser sind.

Irgendwann kommen wir doch noch dazu eine Sperrfunk-App anzubieten.

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Schulen haben wir in Dattelm auch schon auf dem Programm. Unsere Überlegung ist jedoch mit den Schülern ein Wlan Projekt zu starten, mit verschiedenen Antennen, Reichweiten, etc. Geht also mehr in Richtung Weiterbildung. Einer von uns Freifunkern ist Ausbilder und hat überlegt es entsprechend mit uns durchzuführen. Bei einer Schule angefragt haben wir noch nicht, aber vielleicht könnte dies dazu Beitragen entsprechend Nodes an den Schulen unterzubringen. Das UMTS Netz strahlt wie schon erwähnt dort ebenfalls. Ansonsten können die Eltern ja immer noch eine Sperre auf den Handy’s ihrer Kinder installieren. Dahingehend ist auch schon sehr viel möglich.
Kenne einen Familienvater, der das Handy seiner Tochter fast nur auf telefonieren und WhatsAPP beschränkt hat.

Funkantennen für Wlan?
Dann warte mal bis ein belesener Funkamateur um die Ecke kommt und erläutert, dass man das eigentlich so gar nicht darf, allenfalls für den Empfang, aber nicht zum Senden…

Es gibt genug sogenannter Patent Control Programme und Apps.
Die Medienerziehung ist halt Sache der Eltern und nicht vom Freifunk.
Und freien Netzzugang gibts halt auch in jedem Burgerrestaurant um die Ecke. Davor schützt auch ein Freifunkloch auf dem Schulhof nicht.

Gleichzeitig ist es sicher sinnvoll hier die Eltern zu unterstützen, Empfehlungen auszusprechen und Tips zu geben. Die Verantwortung kann aber den Eltern weder Schule oder der Freifunk abnehmen.

BTW: Wie schützen denn die „besorgten“ Eltern Ihren heimische PC wenn Sie mal nicht im Haus sind? Wie und wo schützen die Eltern Ihre eigenen (unterschiedlichen) Passwörter? Wie ist der Autoschlüssel gesichert und wo die Geldbörse sicher verwahrt? Oder gibt es hier bereits eine entsprechende Kompetenz der Kinder?!!

Daher meine Zustimmung @DerTrickreiche