Freifunk in ein bestehendes OutdoorMesh integrieren

Hallo zusammen,

ich betreibe in einer Dinslakener Kleingartenanlage ein größeres TP-Link-Festa-Netzwerk und würde darüber gerne zusätzlich Freifunk anbieten. Soviel ich weiß, gehört Dinslaken zur Freifunk-Ruhrgebiet-Domäne „Flachland“.

Mein aktuelles Setup:

  • Gateway: TP-Link Festa FR365

  • Root-AP: Festa F65 Outdoor (per LAN angebunden)

  • Mesh-APs: 7x Festa F52 Outdoor (per WLAN-Mesh am F65)

  • VLANs und mehrere getrennte SSIDs sind bereits eingerichtet

  • Derzeit nutzen etwa 30 Geräte das Netz regelmäßig, tendenziell steigend

  • Wichtig: Nur der F65 hat einen LAN-Anschluss. Weitere Kabel zu den übrigen APs lassen sich baulich nicht legen.

Das Ziel: Die Festa-Hardware soll auf der Originalfirmware bleiben und lediglich eine offene Freifunk-SSID ausstrahlen. Das Freifunk-Netz möchte ich als eigenes VLAN über das bestehende Mesh-Netz mitübertragen.

Mein geplantes Vorgehen:

  1. Ein Freifunk-Router wird mit dem WAN-Port an das normale LAN des FR365 angeschlossen.

  2. Das Freifunk-Clientnetz wird über einen LAN-Port des Freifunk-Routers zurück in einen zweiten Port des FR365 geführt.

  3. Dieser Port wird ungetaggt einem separaten Freifunk-VLAN zugewiesen.

  4. Das VLAN wird über den F65 und das drahtlose Festa-Mesh verteilt.

  5. Die Access Points strahlen auf diesem VLAN eine offene Freifunk-SSID aus.

Laut dem Wiki von Freifunk Münsterland lässt sich dafür z. B. eine FRITZ!Box 4040 als Offloader/Uplink-Knoten einsetzen. Wenn man dort „Mesh on LAN“ deaktiviert, wird das Freifunk-Clientnetz direkt über die LAN-Ports ausgegeben und kann von externen Access Points übernommen werden.

Ist dieser Ansatz so machbar oder habe ich dabei etwas Entscheidendes übersehen? Ich freue mich über eure Rückmeldungen!

Guten Morgen Montico,

Freifunk in einer Kleingartenanlage ist ein cooles Projekt, haben wir bei meiner community inzwischen auch schon 2 von :slight_smile:.

Da hab ich ja noch mal einiges dazugelernt. Es gibt wohl jemanden der noch frisch Firmware baut, aber die neu gebaute Firmware von diesem Juli hat gluon 2018 Quelle ganz unten auf der Seite.

Die Kontaktliste ist tatsächlich sehr cool, nur sind die Karte und die Firmware für Dinslaken defekt. Schreib vielleicht mal Harald Rode an und frag ihn nach Informationen.

Ja, das sollte so funktionieren. Ich sehe keinen Grund dagegen.

Insgesamt würde ich dich bitten dem Verein an den du eine ganze Kleingartenanlage anschließt Geld zu spenden. Das betreiben eins backends kostet Geld, und egal ob du sagst „ich bleib treu beim ffrg“ oder dir eine entfernter community mit aktuellem gluon 2025 raussuchst, beide brauchen Geld um ihre Rechnungen zu bezahlen.

Deswegen wäre mein Vorschlag für ffrg: nimm dir nen desktop pc mit x86/x64 image, oder ne gebrauchte Fritzbox 4040 oder nen gebrauchten unifi ER-X (bitte sowas nicht neu kaufen) plus fördermitgliedschaft bzw Spende bei ffrg.

Alternativ, nimm dir eine aktuelle community, frag kurz per Email ob du ihre Firmware nutzen darfst und schließ ne fördermitgliedschaft ab. Besprich auf nem Stammtisch kurz welche Bandbreiten das Gerät per wireguard/l2tp/fastD@null usw. unterstützen soll in deinem usecase, lass dich beraten und kauf dir dann ein aktuelles Gerät oder lass dir aus der community was gebrauchtes zuschicken und fahr dann mit deinem oben geplanten Weg fort.

Viel Erfolg dir, ich hab mit jedem Gartenverein ordentlich dazugelernt, und gerade da wir einen nur auf wlan mesh haben wie bei dir, und den anderen komplett verkabelt haben ist mir bewusst wie spannend das sein kann ne an die örtlichen Begebenheiten angepasste Lösung zu finden.

Gruß aus Aachen, Stefan

In der Tat, @Montico, die Frage solltest Du Dir zuerst beantworten; einige der Personen auf der Kontaktdatenliste waren hier vor Jahren sehr aktiv, sind es jetzt aber nimmer. Auch der FW-Stand 2018 paßt zum sonstigen äußeren Erscheinungsbild einer eher schon lange vor sich hin dämmernden Community, siehe auch das Webseiten-Zertifikat. Ein weiteres „Corona-Opfer“?

Zuerst solltest Du also versuchen in Erfahrung zu bringen, wie ‚stabil‘ (finanziell wie technisch) die Community aufgestellt ist; die technische Seite sieht von außen nach Autopilot aus, was ok sein kann, solange die Gateways/„Supernodes“ dort laufen und nicht wirklich stört, will man keine aktuelle Hardware einsetzen. (Andere würden ggf. Sicherheitsaspekte nennen und ja, 8 Jahre alte Softwarestände sind sicher nicht optimal.)

Lt. Karte gibt’s 11 4040er, von daher sollte Dein Unterfangen auch mit der alten FW gehen. Neu kaufen würde ich keine 4040 mehr, da haben günstigere modernere Geräte einfach mehr Wumms, aber für sowas bleibt wohl absehbar nur die Out-of-area-Nutzung einer anderen Firmware/Community, wie schon angesprochen. (‚Absehbar‘, denn sie müßten erstmal alles auf v2020 bringen als letzte Firmware, die 4/32-Geräte („841er“), unterstützt und dann über IIRC v2023.1 nach v2025.1 gehen, das alles will getestet werden, und das kostet einfach Zeit.)

Andererseits sieht man auch wenig zum Meshen in Dinslaken, somit wäre ein technisch anderes Freifunk-Netz im Hintergrund funktechnisch eher unkritisch.