Geräte mit 4 MB Flash und 32 MB RAM aufrüsten


#1

ich bin ja immernoch dafür, Hackspaces zu motivieren, in großem Stil 841er auf (mindestens) 8MB SPIflash und 64MB RAM umzurüsten.
Technisch ist das machbar und angesichts der Bauteilpreise für wenige Euro zu machen.
(Immerhin würde es Elektroschrott vermeiden helfen.)


Geld sammeln - Belohnung für das Lösen der Auslastungsproblematik im Gluon (Issue #1243)
#2

Finde ich auch eine super Idee!
Vor allem ist dies auch einfach nur Sinnvoll gerade wegen der großen Menge an Geräten die im Umlauf sind.
Würde mich sehr freuen wenn wir das alle gemeinsam realisiert bekommen!


#3

@adorfer @creme Da sitzen wir dran. Habt bitte etwas Geduld. Wir sind gerade einmal bei 20% der Router, die das so überlebt haben. Bei dem Rest haben sich Pads abgelöst, sie haben sich auf einmal geweigert vom Flash zu lesen, Widerstände sind verrutscht oder es haben sich Brücken gebildet, wo man eine halbe Stunde dran sitzt, die loszuwerden. Wir haben jemanden, der das professionell macht und seine Methoden sind bisher auch größtenteils gescheitert. Deshalb experimentieren wir gerade. Unser Ziel ist es unter 15 Minuten pro Gerät zu kommen. Ich lerne auch gerade wie so ein U-Boot aufgebaut ist und werde da weitere Geräte wie den WR841N v7, WR940N v3, v4, WR941ND v6 hinzufügen. Wenn wir damit fertig sind, werden wir eine Anleitung bereitstellen und möglicherweise an Hackerspaces und Freifunk-Communities Masken verteilen, mit denen sich die Chips besser anbringen lassen.


#4

Passgenaue Masken zum Fernhalten von Hitze (Heißluft) wären natürlich wirklich toll. Ansonsten: viel Flux, wenig Hitze und keine Gewalt…
Reballing-Stencils braucht’s hoffentlich keine.
Aber gut, die PCBs sind wirklich der preiswerten Machart und eben keine 6-Layer, aber offtopic hier… könnte man abtrennen.


#5

@adorfer Zum Fernhalten der Hitze reicht Kapton-Band, War bisher aber auch nicht nötig, wenn man nicht gerade SMD-Bauteile weggeblasen hat. Die Masken sind für das Auftragen der Lotpaste bzw. Lötmasken. Der RAM-Chip ist das große Problem. Die Flash-Chips tauschen wir mit Tweezer-Lötzangen aus. Das dauert eine Minute.


#6

Ich halte das für eine schlechte Lösung. Die Funkeigenschaften der 841er sind jetzt nicht so pralle. Der Qualität und dem Ruf des Netzes wird es besser tun, wenn die Geräte in den nächsten zwei drei Jahren verschwinden.

Wie geil Freifunk sein kann, merke ich eigentlich immer erst, wenn ich es an einem modernen Router nutze.

Wenn dann direkt einen Dualband-WLAN-Chip auflöten.


#7

@MPW Ja, da gebe ich dir grundsätzlich recht. In Niedersachsen haben wir dank der Förderung gute Geräte anschaffen können und haben vorrangig 841er an hoch-frequentierten Standorten ausgetauscht. Jetzt haben wir eine Menge 841er. Das ist nicht nachhaltig die wegzuschmeißen. 2.4 GHz hat sich nicht verbessert bei neuen Geräten und wenn wir bald Layer 2 WireGuard haben oder bei fastd das context-switching durch Tun/Tapsocks minimieren können, machen die 40 MBit/s. (Ich habe übrigens einen WireGuard-Layer 2-Patch. Bin ich immer noch nicht dazu gekommen, den zu veröffentlichen und ich finde einige designtechnische Sachen an WireGuard nicht so prickelnd, die ich gerne noch patchen würde, aber es kommt… )
Für nicht so hoch-frequentierte Standorte wo kaum Mesh-Partner vorhanden sind oder wo nur 16 MBit/s anliegen reicht der 841er. Aktuell macht er hauptsächlich Speicher-hin-und-herschieberei und context-switching. Mit mehr RAM und WireGuard, ist der viel zu schade für die Tonne.

Edit: Damit will ich nur sagen, wir haben quasi schon welche und es gibt Leute, die nicht bereit sind oder auch nicht in der Lage, Geld für neue Freifunk-Router zu bezahlen.


#8

Danke @MPW !
Ich finde, dass es vom Aufwand her im keinen Verhältnis steht. Man klammert sich weiter an alte Hardware, statt zukunftsfähige Netze zu bauen.
Aber das ist hier vielleicht auch etwas Off-Topic.

Ich hatte noch nie User-Experience an einem 841er, auf die man als Freifunk hätte stolz sein können.

Viele Grüße
margau