Großveranstaltung mit 150 Freifunk Usern

Servus,

hat jemand eine Ahnung was das für eine Veranstaltung oder was auch immer ist?

Das ist doch eine ausgesprochen respektable Zahl an Usern pro Access Point. Mich würde sehr interessieren was das für ein Aufbau ist und wie er sich bei der Userzahl bewährt.

LG
MrMM

Wo ist denn das Bild her?

Das ist die aktuelle Statistik der Domäne Rheinufer:

http://ffmap.freifunk-rheinland.net/graph.html

Ich würde das noch ergänzen: Freifunk-Konfigurationen größerer Veranstaltungen die sich als Stabil erwiesen haben sollten z. B. im Wiki beschrieben werden.

z. B. Parteitage, Konzerte, Kongresse…

  • Verwendete Hardware / Router / Anzahl
  • Bandbreite Uplink(s)
  • Ausgeleuchtete Fläche / Räume
  • Anzahl Endgeräte
  • Mesh per Kabel / WLAN
  • Aufstellung / Entfernungen zw. den Endgeräten
  • Evtl. mit einer Skizze der Entfernungen und Schema enthält
  • etc. pp.
1 Like

Genau deshalb bin ich hinterher, wollte ich nur erst verraten was wenn ich die Organisatoren verhaftet habe :smile:

Da sind weiterhin erstaunlich viele User drauf. Falls das nicht nur ein Testaufbau ist darf man diese tolle Möglichkeit damit Werbung zu machen doch verstreichen lassen:

Kann vielleicht einer der Admins, z.B. @nomaster mal schauen aus welcher Stadt der Traffic kommt und bei der entsprechenden Community auf diesen Thread hinweisen?

Ich tippe ja auf einen Weihnachtsmarkt, wo zwischen den Preistafeln für Glühwein und Bratwurst noch (genau so groß) ein „Kostenloses Internet: Freifunk“ hängt.

Der Mesh scheint ohne Uplinkknoten zu sein ?

Ich tippe auf irgendwas selbstgestricktes auf Intel-Basis (mit abgesetzten Radios), was dann auch keine Alfred-Daten liefert.

Hmm, eigentlich wollte ich nur was zu Erfahrungen mit einem mobilen FF-Knoten schreiben, da sehe ich, daß bei uns z. Zt. (02:10) noch über 80 Clients an den Knoten der Weberei hängen sollen — ich wüßte nicht einmal, daß da am Abend des 24.12. irgendetwas stattfände?

Die Werte verändern sich, insofern halte ich sie nicht für völlig abwegig, aber gefühlt würde ich den Daten eher miß- denn trauen. (Zum Setup: 3x 841N, die jeweils per Kabel am 16/1er DSL-Anschluß hängen (mehr gibt’s halt in GT nicht wirklich, BNetzA sei Dank)).

That said, und darauf wollte ich eigentlich hinaus, verbundene Knoten != aktive Nutzer: wenn die lokale SSID gut eingeführt ist, verbinden sich einfach Clients, sofern die SSID gesehen wird, auch ganz ohne Werbung.

So haben wir auch werktäglich einen „Hotspot“ mit 80+ Clients (Setup: 3600er an 155 MBit/sec-Leitung, WLAN kommt über die gelben Ports von der managed on-site WiFi-Lösung (CIsco); unsere Freifunk-SSID wird als VAP ausgestrahlt und per VLAN zum 3600 geschleust) laufen. Leider haben wir auch hier keine Traffic-Graphen (aber mehr als gut 10 MBit/sec prügelt der 3600 nun mal nicht durch fastd). Erst jetzt, gut 3 Monate nach dem initialen Setup, kommt allerdings die Frage nach „mehr Durchsatz“ auf, was für mich bedeutet, daß erst jetzt eine kritische Masse an Nutzern auch Bandbreite abfordert. (Temporäre Lösung wird wohl 1043v2 statt des 3600 sein, mittelfristig will ich da eher einen Banana Pi/Odroid einsetzen, der auf deutlich jenseits 30 MBit/sec mit OpenVPN kommt.)

Vielleicht auch interessant: »Freifunk ›On Tour‹ auf dem Berliner Platz« — temporärer Hotspot bringt neuen Client-Rekord (bei überschaubarem Traffic).

Quintessenz: Clients kommen von alleine; über die Nutzung gibt nur der Traffic pro Knoten wirklich Auskunft, und den erfaßt im Gluon-Land AFAIK niemand :frowning:

1 Like

Hihi,

da fällt mir doch glatt eine Geschichte aus Soest zur Fussball WM ein.
Knapp 80-90 Clients mit zwei 841ern und einem Uplink:
https://mailman.freifunk-rheinland.net/pipermail/ffrl/2014-July/003315.html
Bei Fragen kann euch sicherlich @Fizz mehr zu sagen.

Wirklich tolle Sache wenn so etwas von ganz alleine passiert, so soll es sein!

Leider wird Freifunk von vielen noch eher als Bastellösung verstanden die nur im kleinen Rahmen funktioniert. Dem können wir nur entgegen treten wenn wir mit solchen Ereignissen Presse machen.

Schade, dass sich niemand meldet der mehr über den konkreten Falls sagen kann. Schön das unser Netz frei genug ist dass dies möglich ist.

Was mir Sorgen macht ist dass diese populäre Knoten laut Graph keine aktuellen Firmware Versionen verwenden. Nicht dass die irgendwann vom Netz angehängt werden.

wie meinst Du das genau?

Dass wir in Gluon per Default kein „Monitoring ‚über Zeit‘“ haben.
Also keinen Netmon oder Collectd. Und auch nicht auf den Supernodes keine Erfassung „Internettraffic pro Client-IP“ und „Traffic pro Router inkl. Clients“, jeweils über die Zeit durchführen.
Und damit nicht zu sagen vermögen, was so ein Node so zu leisten im Stande war oder wo temporäre Hotspots gewesen sind.

Hm, okay, verstehe.

Ich kenne mich leider mit dem RRD überhaupt nicht aus, sonst hätte ich uns schon längst zumindest ein Trafficmonitoring über Zeit, auf die Daten des fastd gebastelt - da wird jeder Tunnel zu einer Node mit sämtlichen Daten erfasst.

Das ist gut, dann kann man da hervorragend mit munin (oder einigen Dutzend anderen Tools) Graphen erstellen.

Mit munin habe ich einige Erfahrung, falls die Sache mit der Aachener Infrastruktur zustande kommt erstelle ich ein passendes Plugin. Alternativ bräuchte ich Details zu den Daten.

Problematisch ist denke ich, dass das erstellen der Graphen einiges an Rechenleistung benötigt, das sollte also vermutlich besser auf eine andere Maschine auslagern. Das geht bei munin aber auch sehr gut.

Muss ohnehin auf einer Maschine erstmal zentral gepullt werden, da jede fastd Instanz ihre eigenen Daten hat.

Die Daten sehen pro fastd Instanz (hier gekürzt, nur für einen Tunnel) so aus:

{
  "statistics": {
    "tx_dropped": {
      "bytes": 41470,
      "packets": 361
    },
    "tx": {
      "bytes": 25960199104,
      "packets": 149003026
    },
    "tx_error": {
      "bytes": 0,
      "packets": 0
    },
    "rx_reordered": {
      "bytes": 8577262,
      "packets": 30201
    },
    "rx": {
      "bytes": 9706503564,
      "packets": 47790417
    }
  },
  "uptime": 59079006
  "peers": {
    "5eeb7f344763d116b0c31e13299453348e312442073afa05bf0032ac21bd": {
      "connection": {
        "mac_addresses": [
          "66:70:02:d2:f9:e0"
        ],
        "statistics": {
          "tx_dropped": {
            "bytes": 1720,
            "packets": 15
          },
          "tx": {
            "bytes": 459199878,
            "packets": 2982378
          },
          "tx_error": {
            "bytes": 0,
            "packets": 0
          },
          "rx_reordered": {
            "bytes": 1920560,
            "packets": 6346
          },
          "rx": {
            "bytes": 139712545,
            "packets": 790383
          }
        },
        "established": 59077516,
        "method": "salsa2012+gmac"
      },
      "name": "FF-OB-LAB-01",
    }
}

Bei uns ist unser Weihnachtsmarkt gerade zuende gegangen und die von den Stadtwerken aufgebaute Eisbahn haben wir seit dem 1. Advents Wochenende mit 4 Pico Stations bestrahlt. In der Spitze hatten wir bis zu 80 Clients an diesem Setup gesehen gehabt, vielleicht auch mehr. Wer schaut schon die ganze Zeit auf die Map? Uplink war ein 4300 in einem Restaurant mit 16/2 MBit DSL Leitung. Wenn ich in dem Bereich war schwankten meine Speedwerte extrem. Von 0,1 Mbit bis 5 MBit Down war alles vertreten, in der Regel war es aber immer so um die 1 MBit herum.

1 Like

Traffic pro Knoten, vorzugsweise nur WiFi, einsammeln und über die Zeit auftragen. Könnte man dann auf der 2. Y-Achse mit der Anzahl der Clients graphisch in den Zusammenhang stellen. Im Grunde was adorfer schrieb :wink: Wobei mich fastd-Tunnel eher sekundär interessieren (ja, auch, geht mit v16 ja auch besser, da was rauszuholen), interessant wäre imho der Traffic auf den WiFi-Interfaces (AP, Ad-Hoc, notfalls als Summe; 2/5 GHz getrennt wäre ebenfalls schick, weil irgendwie niemand weiß, welchen Mehrwert Dual-Band-APs eigentlich bringen (außer prinzipiell durch Alternierung beim Meshing in längeren Ketten)). Collectd erscheint mir zuviel des Guten, diskutieren wir doch jetzt schon über die Grundlast … Gluon 2014.3 brachte ja enige Daten via Alfred auf Typ 159, AFAIK nutzt die aber noch niemand.

rrd ist ziemlich simpel, sofern man ein festes Zeitraster hat. Ich nutze uralten Code in abgewandelter Form noch heute … Aufpassen sollte man bei der Generierung der Graphen, das passiert i. d. R. besser on demand — und ist per cron viel einfacher :wink: Aber auch dafür gibt’s Lösungen.

Damit sollte man gut arbeiten können.

Liegt das als json file in deinem Dateisystem vor oder bekommt man das per Kommando?

Falls munin in Frage kommt, würde ich ein plugin schreiben das lokal auf den supernodes läuft (bash oder phyton). Das wird dann in der Regel alle 5 Minuten vom Munin Master per telnet asugeführt. Munin hat dafür einen eigenen kleinen telnet Server auf einem dediziertenPort der nur Munin Kommandos akzeptiert. Abgesichert ist das in der Regel nur über die Ursprungs IP.

Die Graphen werden dann auf dem Munin Master generiert.

1 Like