Hilfe bei Aufbau einer Richtfunkstrecke Sonsbeck/Labeck/Xanten


#1

Moin.

Ich bräuchte mal professionelle Manpower zum errichten einer Funkstrecke zwischen Xanten/Uederm/Sonsbeck. Ich habe dort schon jeweils eine Strecke von Xanten nach Uederm (UBNT Powerbeam 5AC 500) und von Uederm nach Sonsbeck (UBNT Nanobeam 5M 19) gebaut. Leider finde ich finde ich nix auf den Stations. Ich benötige da einmal professionelle Hilfe, da ich aus Kiel komme und es leider nicht ganz vor meiner Haustüre ist. Es gibt auch eine fürstliche Hardware Spende nach Wunsch.
Ich bitte einmal dringends um Meldung unter dirk.westphal@business-it-kiel.de oder unter 0174 580 772

Die Hardware hängt schon und ist auch einigermassen ausgerichtet, nur kann ich leider keinen AP finden.

Bitte melden.
Gruß
Dirk Westphal


#2

Moin Dirk,

ich bin leider auch nicht aus der Gegend. Besteht das Problem noch?

Hast du Fernzugriff auf die Weboberflächen? Hast du jeweils das gleiche Modell kombiniert? Die 5AC kann z. B. nicht mit der 5M reden, aber soweit ich dich verstanden habe, waren das verschiedene Funkstrecken.

Grüße
Matthias


#3

Korrektur:

mit AirOS 8 auf der AC und AirOs 6 auf der 5M geht das sehr wohl solang die AC Accesspoint (auch PtMP) ist :wink:

mfg

Christian


#4

Ich würde mich der Sache morgen (Samstag, 14.04.) gern annehmen, würde es aber gern zu zweit machen, um ggf. das Hin&Hergurken zwischen den Endpunkten zu minimieren. Von Dirk habe ich einige Infos bekommen aus denen ich schliesse, dass es machbar ist, falls nicht wieder erwarten ein Hardwaredefekt vorliegt. Zumal das Setup beim Trockenschwimmen “auf der Werkbank” noch funktioniert hat.

Mitfahrgelegenheit ab Düsseldorf möglich.


#5

Besteht denn Sichtverbindung/freie Fresnelzone zwischen den Punkten und sind jeweils Außeninstallation vorgenommen?

Xanten nach Uederm

17km sind schon nicht ohne wenn auch nur irgendwas in der Fresnelzone stört?

Würde mich interessieren wie die Links aussehen und ob letztlich was hinbekommen werden kann, einfach weil sich hier in der Eifel selten Gelegenheiten ergeben mal was weiter zu funken.

Cheers,
Arwed


#6

So, das Problem besteht immer noch. Da sind ein bis 2 Bäume im weg, allerdings tragen die noch kaum Blätter. Ich war gestern den ganzen Tag da und habe herumgebastelt, allerdings immer noch ohne Erfolg. Ich benötige da weiterhin einmal Hilfe, sofern jemand lust und Zeit hat.

Gruß
Dirk


#7

Moin Moin,

ich wohne in Kiel und stamme aus der Region “da unten”.

Komm doch mal zum Kieler Freifunk Treffen (ffki.de).

Wenn die Strecke jetzt schon nicht klappt wird es nicht besser werden, denn bald sind die Bäume voller Blätter.

Vielleicht musst du höher, oder mit einem Umweg leben. Manchmal ist die kürzeste Strecke zwischen zwei Punkten eben keine Gerade.

Schon mal dran gedacht, auf LiteBeams umzusteigen?


#8

Naja, ne Woche vorher waren noch Mikrotiks auf 2,4GHz im Einsatz, da ging es, wenn auch schlecht, aber es lief.


#9

Na dann hast du ja im Grunde deine Antwort.

2,4GHz durchdringt Hindernisse besser als 5GHz. Es ist also sehr schwer eine wackelige 2.4GHz Strecke durch 5GHz zu ersetzen.

Also entweder größere Antennen, und/oder höhere Sendeleistung, einen anderen Weg, oder aber wieder 2,4GHz Hardware nehmen.


#10

Ok, vorher war ne Flachpanel Antenne 20x20cm mit 2,4GHz dran. Nun sind 5GHz mit 50cm Parabolspiegel dran. Selbst wenn die Leistung schlechter ist, so müsste ich dann doch immer noch etwas sehen.


#11

Gebe ich dir grundsätzlich Recht, ich sehe jedoch folgendes Problem:
NBE-M5-19: 15+ km

Wie lange ist der Link nun? Das kann man schön mit google earth z.B. messen.

Fresnel-Zone ist abhängig von der Frequenz und wäre bei 5GHz dadurch sogar kleiner, als bei 2.4GHz.
Somit wäre das ein Vorteil.

Ich würde mit 2x PBE-5AC-500 (25+ km) weiter probieren, du brauchst auch noch Schlechtwetter-Reserven.


#12

Hi.

Also 2x PBE-5AC-500 auf 80MHz Entfernung 6,5 KM und 2 x NanoBeam M5 - NBE-M5-19 40MHz auf 1,6KM.


#13

Siehst du denn im AirView über längere Zeit auf Station Seite etwas vom Accesspoint? Kann man testen indem man die Frequenz dann auch mal wechselt, mehr als 10 min wartet bis der Access Point den DFS Wait durchlaufen hat und guckt ob das vermutete Signal nun an anderer Stelle im Band von Station-Seite aus sichtbar ist. Da gehts dann drum “kommt überhaupt was” (wenngleich ggf. zu gestört als das auch nur eine SSID auslesbar ist)

Ich habe hier auch einen Link < 1.5km der “nicht geht”. Vieles geht schon, aber man kann eben nicht alles versprechen. Ich gehe davon aus das zu zum Testen vermutlich die EIRP-Limit Begrenzung ausgeschaltet hast, was man natürlich selbst zum ein paar Minuten testen nicht machen machen würde… Immer schön auf den DFS Timer achten im Dashboard bevor man guckt und wundert warum der AP nichts sendet.

Würde zunächst auch erstmal mit 10 oder 20 MHz Kanälen probieren, bevor man raufschraubt.

Cheers,
Arwed


#14

Und abbauen -> auf der Werkbank testen und dann wieder aufbauen wäre keine Alternative?
Vielleicht geht grundsätzlich etwas nicht?! Falsche Settings etc. pp?


#15

Habe alle möglichen Einstellungen durch. Mir EIRP und ohne. 10,20,30MHz …usw auch. Habe die Schüssel dann abgebaut und bin zu dem anderen Punkt hingefahren und habe alles testen könne… lief dann einwandfrei.


#16

Das hört sich wirklich nicht gut an… Dann wird es so wohl einfach mit den gewählten Standorten nicht funktionieren…
Andere Hardware z.B. die oben schon erwähnten LiteBeams hast du wohl nicht zum testen gerade übrig oder?


#17

Verstehe ich nicht. Wenn ein Hindernis drin steht, dann ist die kleinere Fresnel-Zone ein gewaltiger Nachteil, weil man eben nicht oder mit weniger vorbeikommt.


#18

Sollte sich das Objekt in der Mitte der Fresnelzone befinden, so gebe ich dir natürlich vollkommen recht.
Da der gemeine Baum jedoch eher selten 10 oder 15 Meter über dem Erdboden in der Luft steht, ragt er in eine kleinere Fresnelzone weniger oder überhaupt nicht hinein.

Beispiel:
Laut: http://www.wirelessconnections.net/calcs/FresnelZone.asp
20km Link bei 2.4GHz, Radius der 1. Fresnelzone bei 10km 25m
20km Link bei 5.4GHz, Radius der 1. Fresnelzone bei 10km 17m

Erdkrümmung (bei 20km schon fast 8 Meter) mal außen vor, müsste ich die 2.4GHz Antenne(n) 25m hoch und die 5.4GHz Antenne(n) 17m hoch montieren, um eine 100% freie Fresnelzone zu haben.

Mir wären die 17m lieber, 8 Meter sind ganz schön viel Holz… Gleiches gilt dann natürlich für Bäume oder andere Gegenstände, welche in die Fresnelzone hineinragen. Kann dir den CWNA Study Guide sehr empfehlen, bin jetzt fast durch und man glaubt überhaupt nicht, was es da noch Alles zu lernen gibt…


#19

Bitte spare Dir Deine belehrenden Worte.

Diese Fresnel-Diskussion habe ich jetzt schon so oft gehabt, vorzugsweise mit Funkamateuren, die den Namen des Herren Fresnel noch nichtmal halbwegs richtig auszusprechen wissen.

Überlege doch mal, was wir hier haben:

  1. eine 2.4GHz-Strecke ist leidlich vorhanden, jedoch mit nominell zu wenig Pegel
  2. auf der Strecke stehen zwei Bäume im Weg
  3. von den gleichen Standorten ist mit 5GHz trotz mindestens 30dB höherem Antennengewinn (RX und TX zusammen) kein Link zu bekommen. Das bei zudem vermutlich niedrigem Noisefloor auf 5GHz.

Zudem wissen wir, dass die Fresnelzone bei 5Ghz nur halb so groß ist bei 2,4GHz.
Jedes Objekt in der Zone wird als Aperturblende. aber eben auch mit der Chance, da seitlich vorbeizuleuchten.

Viele Bäume haben eventuell eine Krohne von 17m Durchmesser, aber keine von 25 Metern.
Von daher hat man mit einem 15m-Baum vielleicht die “Chance”, 5GHz fast komplett abzuschatten, mit 2.4GHz aber zum Teil links und/oder rechts vorbeizukommen.