»Kölner, Berliner oder Aachener Modell«?

Ich würde gerne Mal die Unterschiede zwischen den Modellen ausformuliert sehen:

Berlin: Berliner Firmware, OLSR-basiert, unique SSID pro Knoten?
Köln (KMU?): Gluon-basiert ohne Autoupdater?
Aachen: Gluon-basiert mit Autoupdater?

1 Like

Und zwischen Köln und Aachen kannst Du dann so Spannungsfelder zusprechen

„Experimentalfunk, alles kann, nichts muss“ vs „Verfügbarkeitsanspruch auch innerhalb der Community“
„Leute sollen selbst Firmware aufspielen, um den Wert besser einschätzen zu können“ vs „Knoten verteilen an Pizzabackstuben und Dönerschmieden“
„Freifunk hängt als Projekt am lokalen CCC-Erfakreiss“ vs „Freifunk hat einen eigenen Verein, der sich zudem aktiv um Fördermittel bemüht“
„Freifunk in skeptischer Distanz von der Politik/mit strikter digitaler Agenda“ vs „Verzahnung mit der Lokalpolitik zu allen Parteien des politischen Spektrums“

(und gibt sicher noch viele Dinge mehr)

@ChrisD erläutert sicher dazu auch das Franken-Konzept?

hi

ich glaube man bekommt das mit einem Link recht gut hin:

https://wiki.freifunk-franken.de/w/Dezentrale_Hood

wobei man dazu sagen muss wir haben beide Modelle pararell, wer es cool und selbstständig haben will nutzt die „dezentrale Hood“ (bei unseren RF Verbindungen über die Stadt ist das allerdings aus technischen Gründen Pflicht und wir helfen da auch sehr gerne weiter, selbst Linuxneulinge bekommen das recht gut hin) wer einfach nur nen Knoten aufstellen kann, kann es ganz ähnlich wie aktuell die Gluonwelt machen nur das bei uns sehr viele Leute ihre Gateways (aka Supernodes) betreiben und wir auch stark hinterher sind das es Leute selbst machen. Wir geben auch nicht vor, WIE genau sie das machen müssen. Es muss kompatibel sein, das reicht hier schon ob man isc-dhcpd oder dnsmasq verwendet oder was ganz anderes, wie man fastd konfiguriert, usw. ist alles jedem selbst überlassen. Weiterhin wurde ein Backend geschaffen wo man sich gut anschließen und mitmachen kann.

Und ganz neu, heute ist in den Fürther Nachrichten ein Artikel über Freifunk erschienen der es wirklich sehr sehr gut erklärt. Sobald er Online ist verlinke ich ihn :slight_smile:

Gruß

Christian

Aachen hat meiner Meinung nach ein relativ konservatives Gluon Modell. Unsere letzte Innovation in Sachen Gluon, dürfte der ssid-changer sein, der die SSID umbenennt wenn die Gateways nicht erreichbar sind.

Auf der Server Seite haben wir eine Segmentierung des Netzes in mehrere Layer2 Batmans aktiv, dies passiert komplett ohne Mitarbeit der Knoten. Es werden lediglich Black-/Whitelists der fastd Server instanzen angepasst:

Dazu ein Watchdog zum automatischen verschieben & Benachrichtigen:

Aktuell erscheint es realistisch, dass das erste Segment auch einen lokal betriebenen Supernode dazu bekommt.

https://lists.freifunk.net/pipermail/franken-freifunk.net/2019-September/017785.html

Ich glaub der Artikel beschreibt unser Modell (nicht technisch) sehr gut :slight_smile: