Liquid Broadband

Guten Tag zusammen,

ich habe das Projekt erst vor kurzem gefunden und würde mich
grundsätzlich gerne daran beteiligen.

Zusätzlich habe ich liquid broadband gefunden. Die Leute wollen ja auf
den ersten Blick etwas sehr ähnliches (und thematisieren dies auch in
Ihren Blog).

Wie seht ihr diese „Konkurrenz“. Ist es überhaupt ein Konkurrent aus
eurer Sicht?

LG

Stephan

Ein neuer Mobilfunkprovider im 700 MHz Band, der versucht in Teilen ein Communityprojekt draus zu stricken.

Interessant? Ja
Konkurrenz? Nein

Ist ne vollkommen andere Geschichte als das was wir machen und erreichen wollen. Zumal ich keine Preise finden kann, die wären natürlich noch wichtig.

wobei man natürlich auch erwähnen muss, dass die noch keine Lizenz haben. Das 700 Mhz Band wird ja erst demnächst versteigert.

Was für deren Ansatz sprechen würde wäre das Thema Reichweite. Oder gibt es Möglichkeiten auch mit Wlan 500 Meter (und mehr) zu versorgen?

Punkt zu Punkt problemlos.

Punkt zu Multipunkt nur mit entsprechender Technik, nicht mit nem Plasterouter im Wohnzimmer.

Aber wenn man das als Projekt sieht kann man durchaus mit quasi Sektor-Antennen wie den Nanostations ein sehr großes Areal rundrum abdecken.

Das ganze hört sich für mich nach einer klassichen TR-Story an. Wie gemacht für den „desperate VC“.
Man verzeihe mir die beißende Ironie. Aber für mich ist das „Liquid Broadband“ eine Nummer aus Wolkenkuckucksheim.

Wenn man sieht wie sich Free.fr trotz Milliarden-Funding mit den serienmäßigen Femtocells in den Freeboxen nur langsam vorankommt und allenfallls auf der Preisschiene den Marktbegleitern das Leben schwer macht. Und dann noch sieht, wie sich Thilo von Salomon die Nase hat brechen lassen bei seinem SimQuadrat-Projekt von den etablierten Mobilfunkern mit der „Wir routen Dich einfach nicht, reden uns aber auf technische Schwiergkeiten heraus. Kannste ja mal gucken, wie weit Du nun kommst, Jüngelchen!“
Und der von Salomon kennt das Telecom-Geschäft nun seit >15 Jahren in allen Facetten. Nur ist er halt kein Major Player.

Von daher: Ich wünsche jedem Emporkömmling viel Glück, glaube aber, dass man durch ehrliche Arbeit und ethische Angebote nicht weit kommt. Es geht nur mit Aufkäufen und ggf. systematische Kundenverarsche, um richtig Geld in die Kassen zu spülen für die Einkaufstour.

1 Like

Du hast Recht das Salomon sehr viel Lehrgeld gezahlt hat.

Wenn man das Thema Mobilfunk jedoch in den letzten 2 Jahren sich angesehen hat erkennt man das die BNetzA durchaus die Probleme erkannt hat.

Ich hoffe das sich der Markt in Sachen Mobilfunk und Routing von Mobilfunknummern künftig verbessern will.
Es sollte sehr im interesse der BNetzA sein.

„Die Worte hör’ ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“

Im Ernst: Nur weil etwas technisch interessant ist und gesellchaftlich wünschenswert wäre wird kein Finanzminister auf potentielle Milliardeneinnahmen aus Frequenzversteigerungen verzichten.
Selbst wenn die dann nie erzielt werden.

Das ist wie mit Stadträten, die Freifunk im Rathaus blockieren, weil ihre Buddies beim lokalen Energie- und Internetversorger immernoch davon träumt, mit einem Surfticket-Wlan („30min gratis pro Tag, mehr für 5€ Daypass“) zum Rockefeller zu werden. Ausserdem braucht man ja noch einen Job „für nach der nächsten Wahl“…
Natürlich wissen alle, dass das niemals klappt mit diesen kommunalen-Schnupper-Surflans (Portsperren, Volumendrosseln, Kreditkartenabrechnung etc). Aber das Vorspiegeln von gutem Willen und das Verhindern von Konkurrenten reicht ja, um sich einen Namen zu machen.

Nun,
die Vergabe von Rufnummern hat ja ERSTMAL nichts mit Funklizenzen zu tun.

Ich denke aber das sich alleine schon durch die Vergabe von Rufnummern bestimmte Dienste im Netz tummeln und somit mehr Wettbewerb möglich wäre.

Wenn Liquid Broadband eine Roamingvereinbarung mit z.B. E-Plus abschließen würde wäre eine Bundesweite Abdeckung sogar möglich.

Vom Grundsatz her gebe ich Dir vollkommen Recht. Es wird sehr schwer für einen Neuen werden. Die großen 3 Mobilfunker haben sicherlich eine wahnsinnige Macht und werden es jedem neuen möglichst schwer machen.