Mit Freifunk 400m² abecken

Ich glaube man sollte davon Abstand nehmen zu sagen wir liefern für Veranstaltung XY Internet im großen Stil. Jedes Netz bricht zusammen wenn die Userzahl größer ist als die Technik verarbeiten kann. Du kannst natürlich Geld in die Hand nehmen und leistungsfähige Technik kaufen. Du könntest nur für solche Veranstaltungen einen eigenen Supernode aufsetzen und lokal einen fetten Offloader als Beispiel. Und es dann wie die Mainzer mit einem tollen WLAN Controller arbeiten.

Freifunk ist nicht dafür da große Massen zu bespaßen, sondern allgemein IP Konnektivität bereit zu stellen. Also quasi wie man überall liest, das Digitale Glas Wasser.

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Warum muss es das? Ich sehe die Notwendigkeit nicht.
Freifunk hat ein klares Profil was geht, und was nicht geht.

Wer versucht, daran vorbei zu spielen, sollte entweder ganz genau wissen was er oder sie tut.
Oder es schlicht sein lassen.

Ich beschränke mich inzwischen darauf, Freifunk auf dieser Veranstaltung vorzustellen. Das war auch mein ursprüngliches Ansinnen.
Davon abgesehen, liegen denn Erfahrungen vor, wie sich Freifunk in „normaler“ Ausstattung verhält, wenn beispielsweise ein Stadtfest ist? Sprich Fußgängerzone mit guter Bestückung und ausreichend Uplinks, wo bei einem Fest dann vier mal so viele Clients am Router hängen.
Ich hatte das hier mal beobachtet mit etwa 30 Clients an einem WR841. Die Qualität der Verbindung muss ja dann saumäßig sein, wobei sicher nicht jeder Client den Anschluss auch wirklich nutzt.

Trotzdem verwunderlich wieviele Diskussionen hier, gerade nach mehr Leistung, existieren :wink:

Damit 500 Leute 100 kbit/s haben, braucht man halt auch 50 Mbit. :wink:

Die stetige Performance Steigerung und Netz Verbesserung ist ja immer Ziel eines jeden Netzwerkers. :smile:
Die Freifunk (MESH) Technik ist aber limitiert. Natürlich kann man auch ein Freifunk WLAN Netz aufbauen was hunderte von Clients auf engen Raum bedienen kann. Nur das geht halt nicht mehr mit 841er, CPE, Nano oder Pico Stations. Sondern da brauchts dann professionelles Equipment. Sprich Dualband APs und WLAN Controller welcher zum einen dafür sorgt das die APs sinnvoll ihren Kanal wählen und der Clients sowohl zwischen den beiden Bändern (Band Steering) und APs hin und her schubsen kann um eine gleichmäßige Auslastung zu erreichen. Logisch kann da auch dann Freifunk als SSID genutzt werden.

Wer solches Equipment besitzt kann das natürlich gerne so machen. Wenn ich so (teueres) Material hätte, würde ich das aber eher kommerziell nutzen wollen.

Man sollte sich noch davon verabschieden mit OpenWRT solche Szenarien sinnvoll zu betreiben. Wer weiß wohin die Reise geht und vielleicht kann auch OpenWRT irgendwann die Features mit ner OpenSource WLAN Controler Software bieten welches bislang nur teurem Equipment vorbehalten ist.

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Wie versprochen ein kurzer Abriß über die Abdeckung mit Freifunk in der Neandertalhalle am 25.6…
Ausstattung: 5 WDR4300, 1 WR1043ND-V2, 5 WR841N. Ein Uplink am WR1043ND, einer am WDR4300, einer über 200 m Nanostation → WR841N.
Bei den WDR4300 lief Wifimesh über 5 GHz, alles andere im 2,4 GHz-Bereich.
Zunächst hatte ich etwa 500 KBit/sec in der Halle. Die Verbindung zwischen dem Uplink am WDR4300 war grottenschlecht. Nachdem ich einen WDR4300 aus der Halle nach draußen am Mast untergebracht hatte, standen bis zu 5,5 MBit/sec zur Verfügung.


Trockenes Wetter, Aktion für 2 Stunden. Da geht so was schon mal.
Der Mast uns obiger WR841N sind geliehen, daher war die Position nicht richtig eingestellt.

Die Map ist etwas verwirrend, da ich die Positionen nach Aufbau vom Mast mit dem WDR4300 und dem WR841N nicht mehr geändert habe.
Und so sah das in der Halles aus:

Alte Halle, Steckdosen nur sehr sparsam verteilt.

Unser Stand.
Resümee: es hätte besser laufen können, aber für max. 30 Clients war die Performance in Ordnung. Dafür haben wir jetzt Werbegemeinschaft und Kreissparkasse im Boot, einen weiteren Unterstützer und ein IT Unternehmen, das sich für unser Projekt mit Asylbewerber-Wohnheimen interessiert.
Und nein, Freifunk ist nicht für Massenveranstaltungen geeignet. Wenn dann mit hier schon beschriebenem Equipment, möglichst in einer eigenen Domäne und guten Uplinks.

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Danke @Lutz für den ausführlichen Bericht.
Dass es an der Linkstrecken draußen hapert würde, damit hätte ich nicht gerechnet.

Also im Zweifelsfall mehrere 841er in Lock&Lock-Dosen (mit gebrückter Verpolungsschutzdiode und 5000mAh-Powerbank plus deaktiviertem AP-Netz) in die Bäume hängen.

Äh, was?             

Nur so reichen die 5V aus einer Powerbank aus. An der Schutzdiode ist der Spannungsabfall zu hoch um den 841er noch betreiben zu können.

oder fuer 3 euro stepup fertig kabel kaufen :slight_smile:

Lötkolben anwerfen ist für mich günstiger.

Was aber dann rund 25% der Akkukapazität auffressen wird, weil Wirkungsgrad nicht wesentlich über 70% liegen wird.

Okay, meine Frage war wohl nicht präzise genug: […] Ok, gefindet: TP-Link TL-WR841N per USB / 5V / Powerbank betreiben