Mit Freifunk-"Beratung" Geld "verdienen"

Seit Monaten stößt mir dieser ebayK Nutzer nun schon sauer auf, immer wenn ich in der Region nach „Freifunk“ suche, taucht dies Anzeige auf.
Auf Anfragen reagiert er nicht. Er scheint ein neues Geschäftsmodell entdeckt zu haben.

Was meint ihr?

Hi

wir haben hier in der Community mal über sowas gesprochen:

https://lists.freifunk.net/pipermail/franken-freifunk.net/2018-October/015811.html

Gruß

Christian

Grundsätzlich habe ich nichts gegen kommerzielle Angebote, im größeren Umfang ist das sicherlich sinnvoll und wenn sich die Firma in die Community einbringt vielleicht sogar eine WinWinSituation. Aber so liest sich die Anzeige sich so, dass er gern Router einer x-belibigen Community für 39€ flasht, bzw. dazu berät… Und dann nie wieder gesehen wird. :pensive:

Auf das „Problem“ wurde ich auch erst aufmerksam, da eine® hier im Osten Schlands wild Router verteilt, die sich mit unseren DD-Backbones verbinden, schön dass es mehr Router gibt und auch gut das er/sie jene sogar in die Karte einzeichen lässt, aber geografisch absolut nicht sinnvoll.

Letztlich wird es schwer, derlei zu unterbinden; bei fastd kann man per Rückgriff auf Positivliste den Zugang erschweren, bei Tunneldigger wüßte ich ad hoc nicht, wie man das dort kontrollieren kann. Das geht aber letztlich zu Lasten der Nutzer (Freischaltung dauert) und der Administration (manuelle Freischaltung kostet Zeit).

Prinzipiell ist es ja ok, mit „Beratung zu Open-Source-Lösungen“ Geld zu verdienen — im konkreten Fall, wie auch seinerzeit beim Freifunk-Shop, bleibt aber der Community-Gedanke auf der Strecke, die Arbeit also an der Community hängen, den ganzen Profit kassiert der Anbieter. Nicht nett.

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Und selbst bei einer Positivliste kann man ja nicht wirklich sagen wer da einen Knoten registriert. Da gewisse Personen oder Geschäftsmodelle auszuschließen dürfte nicht wirklich möglich sein, außer man muss persönlich für jede Freischaltung irgendwo vorbeikommen. Das dürfte auch nicht wirklich praktikabel sein.
Das einzige was man mit einer Positivliste einigermaßen wirkungsvoll unterbinden kann ist die Nutzung eines fastd Keys für etwas anderes als einen Freifunk Router.

Nicht schön was derjenige macht. Und das er schreibt das er Software von freifunk.net installiert ist ja auch noch ungenau, aber verhindern kann man es nicht. Die Anzeige ist jetzt aber ja auch schon 4 Monate alt und hat weniger als 200 Klicks. Ein allzu großes Problem scheint es mir jetzt nicht zu sein. Und 39 € für das aufspielen und einrichten der Software scheint mir jetzt auch noch „okay“ zu sein.

Führt jetzt schon etwas von Thema weg, wenn man aber eine aktive Registrierung hat, kann man da auch per Double-Opt-In die Mailadresse verifizieren und somit zumindest sicherstellen, daß es mal eine gelesene Mailbox gab. Und eine Personenbindung kann man durch zu beantwortende automatische Mail bei Überschreitung bestimmter Limits forcieren.

Wirklich wollen will man das vielleicht nicht; bei FFGT haben wir daher out-of-region-Einsatz prinzipiell vorgesehen (bei übermäßiger Nutzung landen diese Knoten auf GWs auf unterpowerten Billig-VMs sonstwo, so zumindest der Plan :slight_smile:). Knoten im eigenen Verbreitungsgebiet bekommt man hoffentlich in der Griff …

… schlußendlich ist es aber zu tolerieren, wenn jemand mit Service rund um freie und offene Lösungen Geld verdient. Es müßte imho nur drauf hingewiesen werden, daß man dies auch kostenlos $woanders erhalten kann (sprich: den Treffen der jeweiligen Communities); und müßte nicht der gewerbliche (!) Anbieter auch den Sourcecode der installierten FW mitliefern (GPL-Anforderung)?

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„landen die Knoten auf unterpowerten VMs“ …

Warum das dann so ist … und überhaupt… dass es dann so ist … wissen dann weder der Betreiber noch die Nutzer des Knotens … die sehen dann nur dass Ff chice lahm ist und werden sich nicht weiter mit FF beschäftigen .
Dem Typen der es installiert hat wird das aber egal sein …

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Wenn er’s nutzt, wird er weiterziehen und die nächste Community zu melken versuchen.

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