Moderatoren im Forum - brainstorming

Moin zusammen,

Ich habe ja seit dem letzten Freifunktag hier mal die Moderatorenrolle übernommen.
Allerdings eher, weil es gemacht werden muss und Admins für den Backbone damit - als rare Spezies - nicht noch belastet werden sollten.

Ich sehe meine Aufgabe hier darin

  • die Community zu fördern
  • zu Gärtnern
  • Hilfe zu leisten
  • die nächsten Moderatoren aufzubauen

Ich möchte insofern mal ein Brainstorming starten:

Was sollte ein Moderator so tuen - um insbesondere den Freifunk zu fördern.
Wer sind die künftigen Moderatoren ?

Meine Punkte:

  • die Community fördern
    Kommunikation soll angeregt werden. Es dürfen selber likes verteilt werden. Gerne auch mal Themen die von mehreren aufgegriffen wurden aber versanden, wieder aufbereitet hervorgeholt um die Diskussion zu fördern. Den Communitys vor Ort weiterhelfen wie man das Forum nutzt, auch in Zusammenhang mit unseren anderen Plattformen wie dem wiki,.

  • zu Gärtnern
    Im einfachsten Fall: fehlgeleitete Beiträge in neuer Kategorie fortsetzen
    auch mal: Off Topics beenden und freundlich auf neue Threads hinweisen, damit Inhalte lesbar bleiben. Und zwar passend zum Betreff.
    selten: Menschen direkt ansprechen, die - vielleicht mit super Fachwissen und in bester Absicht - anderen die Kommunikation verleiden. Das mag Dominanz sein, unflätige Wortwahl oder auch z.B. durch demotivierend kritische Postings

  • Hilfe zu leisten
    Nicht, dass Ich mich hier sonderlich mit Discourse auskenne. Aber als Moderator wird man gefragt und gebeten - zu dies und jenem. Das verbessert zwangsweise die Lernkurve. Und bei Fragen zur Nutzung (…wie mache Ich) oder bei möglichen Fehler (…warum geht nicht mehr) sollte ein Moderator m.E. auch versuchen weiterzuhelfen.

Was ein Moderator nicht ist: ein bezahlter Vollzeit-Sysop, der auch als kostenfreie Tippse tätig ist und das Lesen und selber informieren für User überflüssig machen.

Ich glaube persönlich nicht, dass wir eine Forum´s Netiquet brauchen - wenn Moderatoren am Händchen arbeiten und auch mal drei grade sein lassen. Ein Beispiel für Überregulation ist für mich Wikipedia.

Alle Einwürfe gerne gelesen - Ich bitte das allerdings als Wünschdirwaszettel wie zu Weihnachten zu verstehen. Wünschen darf man sich alles, was dann erfüllt wird müssen wir schauen. :slight_smile:

LG
Ralf

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Beim Gärtnern darf durchaus mal ein Betreff „sinnvoll“ verbogen werden.
Und die Originalpostings in die richtige Kategorie „rübergetreten“ werden.

Was ich jedoch fürchterlich finde in vielen Foren:
"Wichtig: Bitte helfen, ich weiss nicht weiter!!einself" als Threadtitel. Clickbait, Zeitdiebstahl in >90% der Fälle.
"Thread-Schliesseritis" („Hier kommt ja nichts sinnvolles, ich mach’ mal zu“)
Eben weil irgendwer den Google vorbeigespült hat, Monate später vielleicht doch etwas wirklich Sinnvolles schreiben möchte und dabei durchaus auf Postings (von der ersten Seite…) Bezug nehmen möchte. Das klappt mit „neuem Thread“ nur für Forenexperten…
"LMGTFY" und „Benutz doch die Forensuche“-Antworten (gern in Verbindung mit vorherigem Punkt.)
Warum? Weil ich sehr häufig per Googlesuche in Foren lande, wo jemand exakt die Frage stellt, die mich auch aktuell umtreibt. Und die Google-Suche hat mich genau dort hin geführt (und eben nirgendwo anders hin. Zu einem Thread in dem mir erklärt wird, dass ich doch selbst Googeln solle… Und beim Klick auf die Forensuche bekomme ich natürlich auch wahlweise den Thread aus dem ich gerade komme. Oder den Hinweis, dass Forensuche nur für angemeldete, registrierte Teilnehmer mögich sei.

Daher meine dringende Bitte und Empfehlung für alle Foren-Moderatoren: Wenn Threads zugesperrt oder mit „bitte SuFu-benutzen“ beendet werden, dann mit einem (dauerhaften) Link zur Lösung. Entweder extern oder auch direkte Verlinkung zum älteren Thread mit der richtigen Antwort. Einfach als Service für die vielen User, die später mal via Googlesuche kommen.

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Nochmal als Nachtrag:

Es schon „handfest“ moderiert werden nach meinem Empfinden. Zielgruppe sind in einem technischen Forum die vielen Leser, nicht die wenigen Schreiber

Und was die vielen oder wenigen Kategorien/Gruppen/Aufteilungen betrifft:
Nach meiner Erfahrung funktioniert es NICHT „Erstelle ein Unterforum, es wird sich füllen“.
Genau das Gegenteil ist der Fall. Besser wenige Gruppen in denen der Bär brummt als viele in denen die User durch leere Hallen mit staubigen Inhalten sich gegenseitig nicht mehr finden, weil jeder nur „in das Unterforum seines Spezialgebietes/seiner Ortschaft“ schaut. Und dort nur alle Jubeljahre mal ein neues Posting findet und schliesslich das Forum als „tot“ abhakt.

Merke: Die meisten Mailinglisten bestehen aus exakt einem Forum, für alle Themen… die Leute setzen dort dann hoffentlich passende Betreffs (o.k. anderes Thema… böses Thema…)

Kleine Anmerkung: dies ist kein technisches Forum - deswegen gibt es Hauptkategorien „Technik“ und „Community“, sowie „Events“.

Ansonsten bin Ich dabei - leere Kategorien sind sinnlos.
Allerdings gibt es in Discourse das Problem der Verwaisung konzeptionell bedingt nicht. Man sieht immer alle neuen Einträge, unabhängig von Frequenz/Mitgliedschaft.
Insofern ja, selbe Sicht - aber unkritisch.

Sonst noch jemand mit

  • Meinungen dazu ?
  • Interesse an der Moderationsaufgabe ?

Ich finde, wir sollten bald einmal weitere Menschen zu Moderatoren ernennen.

Seit das Forum offiziell bei freifunk.net dabei ist und den Communities und Vereinen dienen soll, ist die 1-zu-1 Abbildung zwischen den Admins des Rheinland Vereins und dem Forum nicht mehr gegeben. Dennoch haben alle aus unserer Gruppe im Forum volle Zugriffsrechte.

Meiner Meinung nach sollten sowohl die Admins, als auch die Moderatoren von der Community gewählt werden und ihre Kompetenzen klar abgrenzen. Zusätzlich haben wir ja auch die vertrauenswürdigen regelmäßigen Benutzer, die vom System weitere Zugriffsrechte (Beiträge in Threads verschieben und dergleichen) zugesprochen bekommen.

Was meint Ihr?

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Zustimmung.

Was mir auf den Nägeln brennt ist das Aufteilen von Threads (Abtrennen von Teilthreads)
Gibt’s das auch irgendwann „automatisch“ oder braucht es dafür explizit ein Flag und sollte somit zukünftig an gewählte Moderatoren gebunden sein?

Automatisch wird das wohl kaum gehen, weil wir die Künstliche Intelligenz dafür noch nicht geschaffen haben. Flags sind ein Hinweis für Moderatoren, dass sie einmal hinein schauen sollen. Möglichst sollten aber die vertrauenswürdigen Benutzer kurzfristig reagieren.

Ich denke, dass häufig Diskussionspartner eine gereizte Stimmung bekommen, weil sie (bewusst oder unbewusst) spüren, mit dem Verlauf nicht mehr angemessen in dem Thread positioniert haben und den Unwillen der Leser auf sich zu ziehen. In diesem Sinne ist ihnen nur geholfen, wenn ihr Gespräch frühzeitig in einen anderen Thread verschoben wird.

o.k. Misverständnis: ich meinte natürlich nicht „automatische Threadteilung“

(Das käme gleich nach dem „Do-What-I-Mean“-Modul für Perl auf meinen Wunschzettel. Soll da ja akut so eine
Jahresendveranstaltung geben, wo solche Listen herumgereicht werden.)

Zurück zum Thema: Ich meinte „Automatische Vergabe des Rechts ‚Threads Teilen‘ an hinreichend aktive NutzerInnen“.
Gibt es das? Wird es das geben? Oder sollte es das besser nicht geben, weil das eine Funktion ist, die gewählten Moderatoren vorbehalten bleiben muss?

So etwas gibt es bereits: „Stammgast“-Abzeichen auf Freifunk Forum

Ach! < /loriot>
(Tipp: Beantwortet weder die Frage, ob es das AUCH für’s Thread-Teilen gibt. Und falls es das geben sollte, ob das denn sinnvoll ist, das automatisch zu vergeben.)

Ist es möglich, dem Themenersteller das Recht zu geben, seinen eigenen Thread zu teilen oder zu schließen?

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Bevor wir jetzt hier genau den Thread aufteilen müssen… :slight_smile:

Die Kernfrage ging ja mal um mögliche neue Moderatoren, Moderationsgebaren und Rechtemethodik.

Der Abgrenzung möchte Ich zustimmen.

Nichts gegen Eingriffe von Admins bei grobem Missbrauch.

Aber bei täglichen Fehler und Missverständnissen finde Ich es besser wenn z.B. der Moderator den „Verursacher“ erstmal per PN anspricht - oder parallel zu einer Maßnahme.

Mir fällt z.B. auf, dass wenn nach neuen Kategorien gefragt wird die von Admins gerne ohne Pflege des Introtextes angelegt werden. Gut gemeint - aber gewollt ?
Wir wachsen - Ich finde das z.B. die richtige Stelle für Zusatzinfos.

Eine Interessentin für Moderation habe Ich bis dato. Hier wird es in den nächsten 2-3 Woche ein persönliches Meeting geben - was Ich für wichtig halte.

Ich selber habe mal temporär übernommen und im Moment wegen Einbindung in Unternehmensaufbau und Krankheit in der Familie zeitlich limitiert.

Mehr Bewerber gab es bei mir trotz thematisieren nicht.

Das Problem für viele hier wird sein, dass die Rolle eineR/S aktiven (fachlichen) DiskussionsteilnehmerINs sich mit der Postition eineR/S glaubwürdigen Moderators/Moderatorin ausschließt.

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Wobei man den Interessenkonflikt umgehen kann, indem man die Moderation von Themen, in die man selber involviert ist, den anderen Moderatoren überlässt - das wäre zumindest ein Workaround.

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Klare Sache - Ich hatte hier Anfangs auch eine Kollission mit einem Admin - und habe dann um Schiedsspruch eines Dritten gebeten. Selber raushalten, Entscheidung durch Dritte, …

Das waren so Dinge die Ich in der ursprünglichen Diskussion auch entwickeln wollte. :smile:

Fakt ist, dass mir dem neuen Zustrom - auch durch Menschen die sich persönlich und kommunikativ noch nicht kennen - grade die Aufwände und Explosionswahscheinlichkeiten rapide steigen.

Ich habe jedenfalls auch kein Problem mit einem Admin als Moderator - nur sollten Admins nicht implizit Moderator sein. Gerne dürfen sie für Notfälle - wo es fraglich um juristische Tatbestände oder grobe Verunglimpfung des Vereins geht - alle einspringen.

…imho

Sehe ich auch so, Admins sollten sich grundsätzlich aus der Moderation raushalten, dafür gibt es die Mods…

…natürlich auch imho…

wie sollte ein Admin nicht auch die Rolle eines Mods übernehmen? Er hat nur zusätzliche Rechte zur Konfiguration des Forums.
Ich sehe da keinen Interessenskonflikt.

Weil:

  • wir da ein historisches Konzept haben… wenn du z.B. Backboneadmin bist impliziert das Admin und damit wiederum Mod. Das Konzept war ne Lösung für den Rheinland e.V. - nun haben wir ein Forum für Freifunk Deutschland.
  • Es sollte transparent sein - ein Admin kann gerne Mod sein, aber dann halt „offiziell“ und permanent. Moderation hat ja eher was mit Kommunikationskultur als mit „Beiträge verschubsen“ zu tun. Dazu brauchts Kontinuität und Transparenz zu den usern.
  • die Admins vielleicht auch anderes zu tun, und nicht jeder will nebenbei noch mit Moderation beschäftigt werden. Fair, machts dann aber für die User wiederum intransparent.

…mir geht’s übrigens primär mal um „Nachwuchs“. :slight_smile: Und wenn sich jetzt alle Admin melden, gerne. Problem gefixt.
Aber da simmer mal gestartet: Adminteam meldete: zuviel Arbeit, kann jemand moderieren.

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Ich würde mich um die Bereiche Wuppertal und Wupper kümmern, bei den anderen Bereichen wäre ich auch bereit mich mit drum zu kümmern muss ich aber nicht.

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