Nellar2 - auf dem Flachdach

Nächstes Bastelprojekt, mal eine große Dose.

„Nellar2“ http://netmon.freifunk-ol.de/router.php?router_id=560
steht auf dem Dach. Fernspeisung über RG174-Antennenkabel. War gerade übrig.
Bekommt also per 24V, die mit einem lokalen Spannungsregler zu den 9V gemacht werden.

Die Dichtung habe ich umlaufend mit Silikonkleber versehen, die Dose selbst ist mit 5(!) alten Festplatten als Gewicht gegen Herbststürme gesichert. Zudem ist die Dose auf zwei Pflastersteine geklebt und steht vorsätzlich leicht schief, damit wenig Wasser auf dem Deckel stehen bleibt. (und so ggf. die Funkleistung ruiniert)

Drinnen die Platine ist komplett eingegossen, abgesehen von den LAN-Buchsen.
Zudem ist das Ding mit weißlichem Graniteffekt-Lack (metallfrei!) besprüht und wurde vor Verschließen mit Hygiene-Artikeln zur Bindung von Kondenswasser befüllt.

Aber auch hier gilt: Ich bin gespannt wie lange das durchhält.
Wenn etwas stirbt, dann werde ich schauen, was es war.
(ich bin mir noch nicht sicher, ob erst die Hitze die Elkos tötet oder aber Feuchtigkeit den Netzschalter und die Buchse vergammeln lassen.)

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Die Bastelarbeit ist ja beeindrucken, aber zwei Fragen hätte Ich noch:

  • wozu… Also, was ist der Sinn und Zweck von nem Router auf dem Dach. Die Summe der zu erwartenden Nutzer dürfte da ja überschaubar sein. Zum Weitergebn zwischn zwei Standorten/Eimerkette ? Oder purer proof of concept ?

  • wie fällt denn Sende/Empfangsleistung mit den innenliegenden Antennen aus ? Ist ja verlockend aus Sichtweise Blitz/Robustheit/Dichtheit

Also „Nutzerschaft“ ist tatsächlich begrenzt. Wenngleich ich selbst mit dem Handy vor den benachbarten Wohnblocks das Freifunk noch mit zwei Balken bekomme.
(aber wenn ich die Zahl der dort hörbaren Netze addiere, dann hat dort mindestens jede Wohnung/Appartment „ein Internet“… Studentenbuden großenteils)
Dementsprechend: Ja, ein Proof of Concept.

Was die Antennen anbelangt: Ich habe sie ja „ausgepackt“, also aus ihren ursprünglichen Hüllen genommen. Und dann direkt „ans Plastik“ von innen in die Tupperdose geklebt, nur mit Heißkleber dort fixiert.

Gefühlt dämpft das nicht.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, Panelantennen zu verbauen, wenn ich eine Hauptstrahlrichtung benötige. Ich habe mir mal in China ein paar solche preiswerten Panels bestellt und werde damit auch testen.

(Und ja, ich habe auch zwei 80cm Yagis aus Italien(?) geordert. Vielleicht klappt damit EME… nein im Ernst, ich werde damit eine Glas/Blech-Front eines Büro-Wolkenkratzers fixieren von zwei Standorten „ohne Sichtverbindung“, jeweils rund 300m von dem Gebäude und schauen, ob es damit zumindest „Reste“ zu hören gibt. Das wäre dann wirklich eine sinnvoll genutzte Strecke, weil mir das dann einen VPN-Tunnel „via DSL-Flaschenhals“ sparen würde.)

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Da mir die Reichweite irgendwie doch nicht gereicht hat, habe ich Nellar2 nochmal etwas höher gesetzt.
Jetzt ist es schon ziemlich respektabel, wie weit der kommt.

Das Reinigen der Asbest-Platte mit der Drahtbürste von den Flechten und Vogelkacke der letzten 40 Jahre, damit das Silikon hält: eher unschön. Der linke der beiden Schlote/Züge in dem Kamin ist unbenützt, Hauptwindrichtigung ist ebenfalls „von links“ und die verbliebene Heizung eine Niedertemperatur-Gasfeuerung. Also keine thermischen Probleme durch Abgase zu erwarten. Der Schornsteinfeger könnte sich aber trotzdem prinzipiell daran stören.

Schaut gut aus das Projekt.Der Schornsteinfeger sollte da nichts zu beanstanden haben.Allerdings bitte kein Asbest Mechanisch bearbeiten ohne entsprechende Schutzausrüstung zumindest die Nase aus dem Wind drehen :wink:

Womit?
Wie hast Du die Platine und die Antennen in die Dose geklebt? Hast Du mal einen Beispiellink eines Klebeprodukts?
Zusatzfrage: Welchen Granitlack hast Du genommen? Link?

Kleber: Das war Pfusch: Unmengen von Heißkleber, plus die Heißluftpistole, um das ordentlich homogen einzubetten und die Luftblasen und anderen Einschlüsse loszuwerden.

Mit einer Kartusche Silikon (säurefrei vernetzend) wäre das besser gegangen.

Der Graniteffektlack ist der ganz teure (schlechte) aus dem Hellweg-Baumarkt… Name? Keine Ahnung.
Man muss schon einige Schichten auftragen und immer wieder gehörig lange warten bis das ordentlich wird.

Wenn man sich den Primer und das Aufrauen mit Sandpapier sparen will: KFZ-Unterbodenlack klebt wie blöde auf Plaste. Werde ich jetzt grundsätzlich zum Grundieren von Lock&Lock-Dosen nehmen.