Privates WLAN funktioniert schlecht mit Multiroom-Lautsprecher


#1

Hallo,

Ich nutze über meinen Freifunk-Router mittels privatem WLAN (wovon man ja, jetzt weiß ich auch warum, viel Ablehnung liest) auch einen Multiroom-Lautsprecher.

Die Verbindung reißt häufiger ab, Laustärkeänderung bringt den Lautsprecher zum Absturz, AirPlay bringt nur Tonsalat. Chromecast funktioniert wenigstens mit gutem Ton, hat aber die vorher genannten Probleme. Früher hatte ich diese Problem nie, leider hat der Lautsprecher keinen Netzwerkanschluss, sonst würde ich ihn an meinen privaten Router anschließen.

Fehlt in der Freifunkfirmware denn die Unterstützung für irgendwelche Dienste, die notwendig wären und die man nachinstallieren kann, die eine stabilere Leistung bringen? Oder brauche ich am Besten noch einen dritten Router damit das private WLAN stabil läuft?

Alle sonstigen Verbindungen zu Endgeräten (Laptop, Smartphone, Tablet; auch Videostreams von YouTube und Twitch) funktionieren ohne Probleme.

Danke für eure Hilfe und Anregungen.


#2

Hallo,

Dein Privates WLAN bei Freifunk ist auf dem gleichen Kanal wie das Freifunk WLAN. Je Mehr Geräte im selben WLAN Netz sind umso weniger “Bandbreite/Sendezeit” für das einzelne Gerät.

Also am besten für Privates Netz einen Eigenen Router in einem anderen Frequenzkanal.

Bei 2,4 GHZ am besten 1, 5, 9, 13


#3

1, 6, 11 hat sich durchgesetzt, wie man mit dem Wifi-Scanner überall sehen kann :wink: . Kanal 13 ist tot.


#4

eher anders, 1,6,11 ist die alte Variante, also noch weniger Geräte 13 kannten :stuck_out_tongue:


#5

Danke euch beiden, habe allerdings testweise Freifunk deaktiviert und alle Clients aus dem privaten WLAN entfernt um die Bandbreite als Fehler ausschließen zu können, und siehe da, das Problem bleibt bestehen.

Nicht falsch verstehen, ich habe mir jetzt noch einen MikroTik-AP bestellt, auch wenn es mich nervt in meinem 15 Quadratmeterzimmer dann drei Router stehen zu haben, von den Kosten ganz zu schweigen, ich würde trotzdem gerne verstehen, wo das Problem liegt.


#6

Hallo, Besorg dir mal die App WifiAnalyzer für Android und schau mal wie viel Netze bei dir vorhanden sind, dann siehst du evtl wie voll das Band ist.


#7

Gute Idee. Habe den Router auf Kanal 11 stehen, das nutzt sonst nur ein anderer Router. Der Großteil tummelt sich zwischen 1-9.


#8

Klingt evtl nach irgendwas im Zusammenhang mit fest voreingstellten Supported-Rates und diesem Gluon-Issue:


#9

So wie ich den Bug-Report verstehe, betrifft dies aber nur nicht verbundene Clients und außerdem nicht das private WiFi, oder?


#10

Du weisst ja nicht, was der Lautsprecher so nebenbei noch tut oder wie der Client programmiert ist.

Das kommt auf die Perspektive an.
Der “Bug” beschreibt, dass bei Multi-SSID-APs ein teil der SSIDs evtl. nur sporadisch sichtbar sind, abhängig vom Wifistack des Endgerätes.
Daher setzt MultiSSID (wie eben auf PrivateWifi) einen gut implementierten AP-Client voraus.
Auf iost-devices trifft das tendenziell eher selten zu. (Meist sind die Anfällig für viele Dinge, weil z.B. KRACK und WPA2-deauth nach wie vor ungepatched sind.)


#11

Danke, dass klingt plausibel, da ja ansonsten auch keine andere Möglichkeit bleibt. Der Mikrotik AP funktioniert seit heute jedenfalls problemlos. Ich bin auf 2018.01 gespannt, ob sich das Problem damit dann erledigt hat.

Edit: Der Bug-Report wurde geschlossen, doch kein Problem?


#12

Umso wichtiger ist es, 1-5-9 zu propagieren, damit Kanal 13 z. B. als »backbone channel« fungieren kann. We can make a difference …


#13

Seid ihr in letzter Zeit mal mit einem WLAN-Scanner durch die Stadt gelaufen?

Ich mache da bei diesem kleinen WLAN-Projekt mit, das heißt Freifunk. Da habe ich regelmäßig Kontakt mit WLAN-Routern und beschäftige mich mit WLAN-Frequenzen und so.

1,6 und 11 sind die Kanäle, die die automatisch konfigurierten Geräte nutzen.

Zumal 1,5,9 und 13 auch nicht wirklich überschneidungsfrei funktionieren.


#14

Nein, seit 2014 nicht mehr. Muß ich auch nicht, u. a. habe ich Zugriff auf mehrere FBen (und weitere Daten).

GT Innenstadt (Office):

GT Innenstadt (Home):

Schade, daß Du dabei nicht wirklich etwas mitgenommen hast, wie es scheint.

Und weil das Hersteller aus Bequemlichkeit für den europäischen Markt/ohne Berücksichtigung der Entwicklungen seit 802.11b falsch machen, übernimmst Du das falsche Kanalraster und verschenkst wertvolle Airtime lieber, anstatt mit »diesem kleinen WLAN-Projekt […] Freifunk« aktiv für eine Verbesserung und effektive Nutzung des knappen Frequenzraums einzutreten? Schade.

Ab 802.11g (20 MHz-Raster) durchaus:

Bei einer Bandbreite von 20 MHz sind daher nur 4 (und nicht 13) Kanäle praktisch nutzbar, etwa die Kanäle 1, 5, 9 und 13.

802.11b hatte ein 22 MHz-Raster, aber 802.11b sollte man schon aus anderen Ineffizienzgründen nicht mehr berücksichtigen. Und ab 802.11g (und erst recht 802.11n) ist eben Stand der Technik ein 1-5-9-13-Raster (mit 13 nicht in Nordamerika), und das sollte man als Freifunker IMHO sowohl propagieren als auch forcieren (Grafik: Wikimedia):


#15

Mein letzter Stand war, dass die sich überlappen auch mit 20 Mhz Breite überlappen. @Parad0x hat dazu gerade eine Projektarbeit geschrieben.

Du hast meinen Indikativ auch nicht verstanden. Ich habe nicht darüber philosophiert, was man tun sollte. Ich sagte einfach nur, dass der Markt die Situation entschieden hat. Inzwischen sind teilweise an Orten mit 50 und mehr WLANs diese alle schön auf 1,6 und 11 verteilt.

Bedenke: Zwei WLANs auf Kanal 1 funktionieren besser, als wenn sie auf 1 und 2 oder 1 und 5 liegen, weil diese sich überlappen, aber durch die leichte Verschiebung nicht aufeinander Rücksicht nehmen.

PS: Meiner Erfahrung nach sieht es an vielen Ort halt inzwischen wirklich so aus: https://www.howtogeek.com/wp-content/uploads/2014/09/xchoose-best-wifi-channel-with-wifi-analyzer-on-android.png.pagespeed.gp+jp+jw+pj+ws+js+rj+rp+rw+ri+cp+md.ic.Dn1IWAssmI.png

Da jetzt noch irgendwie auf 1, 5, 9 und 13 zu setzen würde nur Chaos stiften.

An der Grafik kannst du auch sehen, dass sie sich überlappen würden, wenn es 1 und 5 wäre. Verschieb die mittleren mal um ein ganzes nach links, gedanklich, dann sieht man das.