Qualitätssicherung im Freifunk

Sagt mal: wie macht Ihr eigentlich Qualitätssicherung ? Wie stellt Ihr fest, welche Leistungsfähigkeit eine Freifunk-Verbindung wirklich hat ?

Anzahl Verbindungen, ob das Web wirklich erreichbar ist: schön und gut. Aber welche Datentransfers wirklich möglich sind: habt Ihr da eine App für ?

Eine Empfehlung würde mich freuen.

Liebe Grüße
Christian

Hallo Christian,

was hat den Qualitätssicherung mit einer EndezuEnde Bandbreiten Messung zu tun?
Am ende des Tages kannste nur die momentane (in dieser Sekunde) Bandbreite zu explizit einem Host „Messen“.
Diese ist Wiederum nicht nur von FF abhängig.

Gruß
Thomas

Außerdem würde ich eine Qualitätssicherung wohl eher mit einem konkreten Angebot bzw. einer versprochenen Leistung in Verbindung bringen. Was Geschwindigkeit und Verfügbarkeit angeht versprechen wir nichts. Das ist auch gar nicht möglich bei einem ehrenamtlichen Projekt.
Wir messen bei Gelegenheit selber, machen also einen einfachen Speedtest. Allgemein sind wir aber auf Feedback angewiesen.
Wer aber eine garantierte Verfügbarkeit und Geschwindigkeit erwartet, möge doch bitte zu einem kommerziellen Anbieter gehen und dann auch dafür kräftig bezahlen.

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Beim Aufstellen von Knoten verwende ich gerne die APP Ookla:

Für das langfristige Monitoring verwenden wir für Supernodes und neuerdings auch einige Referenzknoten Munin.
Hier kannst du z.B. den Traffic auf einigen Freifunk Knoten sehen:
https://munin.ffac.aachalon.net/nodes.ffac/comparison-day.html#network

Zusätzlich überwachen wir z.B. den kumulierten Traffic der Unsere Domäne in Richtung Internet verlässt.
https://zabbix.ffac.aachalon.net/zabbix/screens.php?elementid=23&sid=4b8659031bf2d04e

da ich immer nur mit einem Windows-Notebook rumlaufe:

  1. Speedtest bevorzuge ich http://speedtest.t-online.de/#/ weil ohne Flash und auf jedem Browser laufend

  2. inSSDDer Home für Feststellung, ob und wie stark Konkurrenzsender sind, auf welche Kanäle wie belegt.

  3. Heatmap von Elahau

alles downloadbar bei http://freifunk-burscheid.de/?page_id=253

  1. dann gibt unsere Map http://map.gl.wupper.freifunk-rheinland.net/ Daten über Packet Loss und Clientzahl/Node und mehr Info bei Statistik http://statistik.freifunk-wuppertal.net/bcd.html

Damit kann man dann Standorte optimieren und entscheiden, ob evtl. ein weiterer Router irgendwo hin muss. Meshen alleine machts ja nicht, muss auch nutzbar sein.

eine Qualitäts-„Sicherung“ geht natürlich im eigentlichen Sinne nicht, weil da zu viele unbeeinflussbare Faktoren reinspielen, aber sehr oft ist eine geschickte Standortauswahl oder ein zusätzlicher Router bereits eine gute Lösung.

Dankeschön an alle für die Antworten !

Das Stichwort Speedtest war mir in dem Zusammenhang nicht bekannt…

Liebe Grüße
Christian

Ich bevorzuge www.speedof.me. Auch ohne Flash und man bekommt auch die Schwankungen als Diagramm zu sehen.

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nicht übel. war mir bislang unbekannt.

speedof.me sieht zwar cool aus, ist aber in meiner Erfahrung nicht so gut, d.h. die Messungen decken sich nicht mit denen von Speedtest.net, Unitymedia, T-Online (und diese wiederum stimmen größtenteils überein). Die Vermutung liegt nahe, dass es am Server liegt.

speedof.me arbeitet wie speedtest.net mit verteilten Servern. Hat aber noch nicht die Ausbreitung wie speedtest.net. Ich selber sehe in unserem Netz keine großen Unterschiede zwischen speedtest.net oder speedof.me. Und auch bei meiner regulären Internet Verbindung liegen alle Speedtests nah beieinander.

weil Du eine Beeinflussung des Ergebnisses ignorierst: Die Verbindungsqualität/Durchsatz zwischen dem genutzten Gateway und den Netz (Provider), in dem der Tester läuft.

Alle Speedtests haben deshalb unterschiedliche Ergebnisse, mehr oder weniger. Dabei sind die Tests mit kleinen Testmengen/Samples die unzuverlässigsten.

Mit dem Server selbst hat das am Wenigsten zu tun.

Wie groß die Ergebnis-Unterschiede sein können, kann man am Besten sehen, wenn man bei http://www.speedtest.net/de/ mal unterschiedliche nahe beieinander liegende Testorte verschiedener Provider nimmt.
Als Beispiel: Ich hab VDSL 50 bei Netcologne, und komme bei einem Testpunkt auf 56Mbit/s, auf einem daneben liegenden eines anderen Providers auf maximal 45Mbit/s
Das ist das Routing zwischen den Providern. Sieht man auch am Ping, hab hier Werte zwischen 35 und 17 ms

Deswegen sollte man für sich selbst immer mit demselben Testlink arbeiten, damit man Vergleichwerte hat.

Edit
http://speedof.me/ hat netter weise eine API, wo auch im Testmodus der benutze Testserver gezeigt wird. http://speedof.me/api/doc/sample_advanced.html
z.B.
Download: 55.19 Mbps
Upload: 5.34 Mbps
Latency: 18 ms
Jitter: 116 ms
Test Server: Amsterdam 2
IP: 78.35.238.247
Hostname: xdsl-78-35-238-247.netcologne.de

besagt nur, dass Netcologe eine Direktleitung nach Amsterdam hat

Wenn ich denselben Test nun per FF fahre, kommt
Download: 27.15 Mbps
Upload: 4.97 Mbps
Latency: 25 ms
Jitter: 435 ms
Test Server: Frankfurt 1
IP: 185.66.194.23
Hostname: 185.66.194.23

man sieht, der Testserver wird je nach Gateway gewechselt.

Schon klar, dass das vom Server und dessen Anbindung (an mich) abhängt. Ich sage nur: speedof.me scheint mir nicht gerade zuverlässig zu sein. Da traue ich Speedtest.net mehr zu, die machen das ganze seit vielen Jahren und sind Marktführer; die verticken das auch gebrandet an ISPs, haben haufenweise Testserver usw.

Spontan bekomme ich bei speedof.me z.B. reproduzierbar nie mehr als 35 Mbit/s (Server „Frankfurt 1“, nicht frei wählbar), bei Speedtest.net locker über 60 Mbit/s …
Ansonsten gebe ich dir recht: Konsistent einen Server nehmen (was bei Speedtest.net geht), damit Vergleichbarkeit zwischen den Tests gegeben ist.

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nein, bei Test von FF-Speed sind das ja 2 Faktoren: a) welche Verbindung/Provider hat der FF-Uplink, und b) worüber routet das FF-Gateway zum Testserver. Wie am Beispiel 2 zu sehen ist, wird der von FF-Gateway aus günstigste Testserver ausgewählt. Beide, Beispiel 1 + 2 sind derselbe Uplink = VDLS50 Netcologne, aber nicht der für Netcologne bessere Testserver Amsterdam, sondern der für das FF-Gateway bessere Testserver Frankfurt übernimmt den Test.

Wird nun ein anderer Test-Provider/Site genommen, ändern sich diese Verbindungswege, also auch die Ergebbnisse.
Es hängt also primär ganz davon ab, wie gleichmässig die Verbindungen des jeweils benutzten Gateways zu den Testsites / Providern ist. Gibt es da grössere Unterschiede (z.B. ist die Anbindung von Netcologne an T-Online wesentlich besser, als an Unitymedia), gibt es auch grössere Unterschiede bei den Ergebnissen.